Die Gleichstellungsbeauftragten der Leibniz-Einrichtungen tauschen sich regelmäßig im Arbeitskreis Chancengleichheit (AKC) aus. Dem Sprecherinnenrat des AKC gehören 10 gewählte Vertreterinnen aller fünf Sektionen an. Der Sprecherinnenrat berät Stellungnahmen und Strategien im Bereich Chancengleichheit, hält Kontakt zu den Beauftragten für Chancengleichheit in den Sektionen und vermittelt relevante Informationen. Die Sprecherin bereitet Stellungnahmen vor, erstellt die Unterlagen zu den Arbeitssitzungen und fungiert als Bindeglied zwischen dem Präsidium, der Geschäftsstelle und dem AKC. Sie berichtet regelmäßig über die Arbeit des AKC an das Präsidium, bei den Workshops und auf den Sitzungen des Verwaltungsausschusses. Ferner nimmt sie an der Mitgliederversammlung teil. Die Sprecherin des Arbeitskreises ist auch Mitglied des organisationsübergreifenden Netzwerks "Allianz der Gleichstellungsbeauftragten in außeruniversitären Forschungsorganisationen" (AGBaF) und auch zur "Bundeskonferenz der Hochschulfrauenbeauftragten" (BuKoF), dem "Interministerieller Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden" (IMA), zu den Betriebs- und Personalräten der Leibniz-Gemeinschaft und zum "Arbeitskreis Frauen in Forschungszentren" (akfifz) bestehen sehr gute Kontakte.
Die Gleichstellungsbeauftragten der Leibniz-Einrichtungen agieren auf der Grundlage von Individualvereinbarungen mit den Zuwendungsgebern ihres Sitzlandes. Damit wird die "Ausführungsvereinbarung zur Rahmenvereinbarung Forschungsförderung über die Gleichstellung von Frauen und Männern bei der gemeinsamen Forschungsförderung" (AVGlei) in der Leibniz-Gemeinschaft umgesetzt. Auf einzelne Institute findet das jeweilige Landesgleichstellungsgesetz Anwendung.
Der AKC hat den 2005 erstmals erarbeiteten „Leitfaden für Chancengleicheit in der Leibniz-Gemeinschaft“ 2010 aktualisiert. Der Leitfaden gibt einen Überblick über Grundlagen der Gleichstellungsarbeit und Maßnahmen im Bereich Chancengleichheit.
Einmal jährlich organisiert die Leibniz-Gemeinschaft zusammen mit dem AKC den "Workshop Chancengleichheit" zu aktuellen Themen, sowie eine Fortbildung zu relevanten Themen der Gleichstellungsarbeit.
Workshop Chancengleichheit 2005
Der Workshop 2005 legte den Grundstein für den "Leitfaden für Chancengleichheit in der Leibniz-Gemeinschaft", den der AKC darauf
aufbauend erarbeitete.
Workshop Chancengleichheit 2006
Der Workshop 2006 beschäftigte sich unter anderem mit den Themen „Umsetzung der AVGlei in Leibniz-Einrichtungen“, „Aufbereitung und
Präsentation von Daten, Öffentlichkeitsarbeit für Gleichstellungsbeauftragte“, „Evaluation und Gleichstellungsbeauftragte“, sowie mit
„Mobbing und sexuelle Belästigung – was können Gleichstellungsbeauftragte tun?“. Die einleitenden Vorträge und Präsentationen sind
in den Leitfaden eingegangen.
Workshop Chancengleichheit 2007
Der Workshop 2007 hat sich unter anderem mit den Arbeitsbedingungen der Gleichstellungsbeauftragten befasst und anhand von Beispielen
guter Praxis "Empfehlungen zu Standards für die Arbeit von
Gleichstellungsbeauftragten in Leibniz-Einrichtungen" erarbeitet, die am 23. November 2007 von der Mitgliederversammlung verabschiedet wurden.
Des Weiteren wurden aus dem Workshop Anregungen aufgenommen, die in ein Papier zu Tipps und Hinweisen für die Erstellung eines
Gleichstellungsplans mündeten, welches vom Sprecherinnenrat erstellt wurde.
Workshop Chancengleichheit 2008
Der Workshop 2008 hatte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Leibniz-Einrichtungen zum Hauptthema. Durch die zahlreichen Teilnehmerinnen
entstand ein lebendiges Bild der vielfältigen Maßnahmen, mit denen Leibniz-Einrichtungen diesen Bereich unterstützen. Interessante Inputs kamen
von Expertinnen und Experten von außerhalb des AKC. Abgerundet wurde das Programm durch externe Vorträge zu „Elterngeld und Elternzeit“ und zu
„Rente – ein Thema gerade für Frauen“. Das Ergebnis des Workshops sind Empfehlungen an das Leibniz-Präsidium.
Workshop Chancengleichheit 2009
Der Workshop 2009 widmete sich zum einen dem Thema Wissenschaftlerinnennetzwerke. Exemplarisch stellten sich vier Netzwerke aus verschiedenen
thematischen Bereichen vor. Netzwerke sind für die berufliche Entwicklung von Wissenschaftlerinnen wichtig und bieten gleichfalls die Möglichkeit,
gezielt Frauen für Positionen im Forschungsbereich zu rekrutieren. Weitere Themen des Workshops waren Telearbeit und die Bedingungen von
drittmittelbeschäftigten Wissenschaftlerinnen in den Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Erstmals wurde ein Diskussionsforum für neue
Gleichstellungsbeauftragte und ihre Fragen eingerichtet. Den Abschluss des Workshops bildeten die Vorträge zum Thema „Geschlechtergerechte
Leistungsbezahlung“ und zum neuen Pflegezeitgesetz. Der Workshop des AK Chancengleichheit 2010 wird voraussichtlich im März in Hamburg stattfinden.
Jahrestagung Chancengleichheit 2010
Die Bezeichnung Workshop wurde durch Jahrestagung ersetzt, weil sich der Charakter der Veranstaltung gewandelt hat. Angeregt durch den Präsidenten
der Leibniz-Gemeinschaft wurde einhellig beschlossen, die Jahrestagungen Chancengleichheit weiterhin in Erkner zu veranstalten. Eröffnet wurde die
Tagung mit einem Vortrag zu Karrierewegen von Frauen in der Wissenschaft, gefolgt von einem Bericht zur laufenden Arbeit DFG-Arbeitsgruppe zu den
forschungsorientierten Gleichstellungsstandards. Schwerpunktthema war die Frage nach vorhandener und benötigter Unterstützung von
Doppelkarrierepaaren – ein Thema, das bei der Gewinnung hochqualifizierter Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Eine Podiumsdiskussion zu Fragen der Zertifizierung durch das Total E-Quality Prädikat oder das auditberufundfamilie® sowie ein Vortrag zu
geschlechtergerechte Sprache rundeten das Programm ab.
Der AKC hat einen internen Verteiler, in dem alle Gleichstellungsbeauftragte und ihre Stellvertreterinnen enthalten sind. Dieser Verteiler kann für Informationsweitergabe oder Fragen genutzt werden. Um aufgenommen oder gelöscht zu werden, schicken Sie bitte eine Email an Frau Winzer, Leibniz-Geschäftsstelle Bonn, .
Sprecherin des Arbeitskreises ist Anke Geßner vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ().
Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle:
Dr. Tina Rudersdorf, M. A., Tel.: 0228 / 30815-231,