Die Leibniz-Gemeinschaft vereint derzeit 86 Institute in ganz Deutschland. Diese sind in der Regel rechtlich und wirtschaftlich eigenständig.
» Mehr dazu finden Sie unter Struktur und Profil.
Mitglied in der Leibniz-Gemeinschaft werden können alle wissenschaftlichen Einrichtungen, die auf der Grundlage der Ausführungsvereinbarung Forschungsförderung über die gemeinsame Förderung von Einrichtungen der wissenschaftlichen Forschung vom 5. / 6. Mai 1977 vom Bund und den Ländern gemeinsam gefördert werden. Über einen schriftlichen Aufnahmeantrag einer wissenschaftlichen Einrichtung entscheidet dann die Mitgliederversammlung. Diese kann eine Mitgliedschaft per Beschluss aus wichtigem Grund auch beenden. Durch die Austrittserklärung eines Instituts oder durch die Beendigung der gemeinsamen institutionellen Förderung durch Bund und Länder kann die Mitgliedschaft außerdem enden.
Bei Gründung der „Blauen Liste“ 1977, so der Ausgangsname der Leibniz-Gemeinschaft, umfasste
diese 46 Einrichtungen. Bis 1989 änderte sich die Anzahl nicht wesentlich. Nach der Wende
stieg die Mitgliederzahl dann allerdings auf fast das Doppelte, 81 Einrichtungen im Jahr
1992, an. Grund war die Aufnahme eines Großteils der Wissenschaftseinrichtungen der ehemaligen
DDR.
Zwischenzeitliche Schwankungen ergeben sich, weil die Evaluierung einzelner Einrichtungen
durch den Wissenschaftsrat einen Ausschluss von der gemeinsamen Förderung durch Bund und Länder
nach sich zog oder weil aufgrund struktureller Änderungen in der Forschungslandschaft ein Institutswechsel
in eine andere Forschungsorganisation vorgenommen wurde. Jüngste Beispiele dafür sind BESSY und das
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, die beide in die Helmholtz-Gemeinschaft überführt werden.
» Mehr dazu erfahren Sie unter Geschichte.
Leibniz-Einrichtungen forschen auf den Gebieten der Geisteswissenschaften (Sektion A),
der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Raumwissenschaften (Sektion B),
im Bereich der Lebenswissenschaften (Sektion C),
der Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften (Sektion D)
sowie auf dem Gebiet der Umweltwissenschaften (Sektion E).
Im Interdisziplinären Verbund der Infrastruktureinrichtungen (IVI) haben sich die Institute zusammengeschlossen,
die Infrastruktur für Wissenschaft und Forschung bereitstellen und forschungsbasierte Dienstleistungen
– Vermittlung, Beratung, Transfer – für Öffentlichkeit, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft erbringen.
Die Forschungsmuseen spiegeln einen wichtigen Aspekt der Leibniz-Gemeinschaft wider, nämlich die
fachübergreifende Forschung an Themen von nationaler und internationaler Bedeutung sowie die Vermittlung
der Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit.
Die derzeit 4 assoziierten Mitglieder erhalten von der Mitgliederversammlung einen Informationsstatus,
haben aber in den verschiedenen Gremien kein Stimmrecht.