Der Wissens- und Technologietransfer liegt in der Verantwortung der Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Dieser Verantwortung werden die Leibniz-Einrichtungen auf vielfältige Weise gerecht. Hierzu zählen die Zusammenarbeit mit Unternehmen (Forschungsaufträge, Dienstleistungen, Lizenzen, Ausgründungen), die eigenen Vermarktung von „Intellectual Property“ und der direkte Transfer von Wissen oder Technologie in die Gesellschaft. Leibniz-Einrichtungen bieten Kunden aus Forschung und Industrie eine Vielzahl wissenschaftlicher Dienstleistungen. Die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft kooperieren dabei auch in Verbünden, um so unterschiedliche Kompetenzen in flexiblen Strukturen zu bündeln.
Leibniz-Applikationslabore
Die rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte, Verfahren und Dienstleistungen trägt entscheidend zur Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen am Markt bei. Leibniz-Institute sind in vielen Hochtechnologiebereichen international führend und fördern diesen Prozess durch industrienahe Forschung und Technologietransfer. Mit den Leibniz-Applikationslaboren haben die Institute aktive Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft geschaffen, die ihre Forschungsergebnisse in praxisgerechte Funktionsmodelle und Demonstratoren umsetzen. Die Leibniz-Applikationslabore arbeiten überregional zusammen und bieten damit ein breit gefächertes Forschungs-Portfolio für Technologieentwicklungen. Sie werden im Rahmen des Innovationswettbewerbs "Wirtschaft trifft Wissenschaft" durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert.
Der Leibniz-Transferverbund Mikroelektronik vernetzt die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der beteiligten Institute zur Mikro- und Optoelektronik sowie zur Mikrosystemtechnik und initiiert verwertungsorientierte Kooperationen mit Unternehmen.
In der Geschäftsstelle ist Frau Christine Wennrich Ihre Ansprechpartnerin für den Wissens- und Technologietransfer.
Im Bereich des Wissens- und Technologietransfers sind zwei Drittmittelprojekte bei der Geschäftsstelle angesiedelt.
Leibniz X
Leibniz X unterstützt die Leibniz-Einrichtungen bei Gründungsvorhaben. Leibniz X unterstützt und fördert Gründungen aus Leibniz-Einrichtungen und ist in jeder Phase des Gründungsvorhabens Ansprechpartner für gründungswillige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Leibniz X hilft bei der Recherche nach notwendigen Informationen, berät und begleitet die Gründerinnen und Gründer, vermittelt Kontakte und hilft bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Seit Einrichtung der Beratungsstelle im März 2004 hat Leibniz X insgesamt über 80 Projekte beraten und betreut, von denen bisher 20 Projekte mit einer Unternehmensgründung erfolgreich abgeschlossen wurden. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit von Leibniz X ist das systematische Screening nach verwertbarem Wissen. Mit Hilfe speziell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtung zugeschnittener Workshops wird hier strukturiert verwertbares Wissen identifiziert und nach neuen, vermarktungsfähigen Technologien gesucht.
Der Service von Leibniz X kann sowohl von den Instituten als auch den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden.
Leibniz X wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und durch den Projektträger DLR begleitet. (FKZ 01SF0706, 01.09.2007 - 31.12.2010)
Ihre Ansprechpartner sind Dr. Tobias Röwf, Jörg Strompen und Angelika Daniel.
Good Practice zur Erleichterung von Ausgründungsvorhaben
Im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme Good Practice von Ausgründungsvorhaben können Ausgründungsvorhaben aus Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durch die Einbindung externen Management-Knowhows unterstützt werden. Ziel ist, Ausgründungsvorhaben scbon in der Vorgründungsphase durch die Bereitstellung von gezieltem Management-Know-How wie z.B. im Bereich Marketing und Vertrieb zu unterstützen. Antragsteller ist das Leibniz-Institut, aus dem heraus die Gründung stattfindet.
Good Practice wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und durch den Projektträger DLR begleitet. (FKZ 01SF0705, 01.09.2007 - 31.12.2012)
Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen im Zusammenhang mit der Antragstellung ist Heike Schindler.