© ZMT, Susanne Eickhoff

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Dr. Ricarda Opitz
Referatsleiterin Wissenschaft
Interdisziplinärer Verbund der Infrastruktureinrichtungen (IVI)
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 57


Forschungsschwerpunkt

Die Erde wird nicht ohne Grund als „der blaue Planet“ bezeichnet: Rund 71 Prozent der Erdoberfläche sind von Wassermassen bedeckt. Die bis 5.000 Meter tiefen Weltmeere machen 96,5 Prozent des weltweiten Wasservorkommens aus. Allein die Meeresflora produziert ungefähr 70 Prozent des in der Atmosphäre vorhandenen Sauerstoffs.

Doch die Ökosysteme der Meere und Gewässer sind mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert. Diese manifestieren sich zum Beispiel in der Bedrohung der biologischen Vielfalt oder in den Auswirkungen des Klimawandels, der seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Ansteigen des Meeresspiegels sowie zu einer Senkung des pH-Wertes der Meere um 0,1 Einheiten geführt hat.

Verschiedene Leibniz-Institute befassen sich im Schwerpunkt mit der herausragenden Bedeutung und nachhaltigen Nutzung der Meere und Gewässer. Sie verbinden dabei Grundlagen- mit Vorsorgeforschung und untersuchen zum Beispiel die aquatischen Ökosysteme der Ostsee vor dem Hintergrund sich ändernder globaler, regionaler und lokaler Umweltbedingungen und Stressfaktoren.

Leibniz-Einrichtungen betreiben Forschung für eine effiziente, umweltschonende Wassernutzung und für ein nachhaltiges Wassermanagement: Die Arbeiten reichen dabei von der Grundlagenforschung zur Wolken- und Niederschlagsentstehung bis zur Quantifizierung von unterirdischen Süß- und Trinkwasservorkommen.

Im Fokus stehen zudem die Langzeitentwicklung von Seen, Flüssen und Feuchtgebieten, die Entwicklung gekoppelter ökologischer und sozioökonomischer Modelle, etwa für die Angelfischerei, der Aufbau von Aquakulturen sowie die Artenvielfalt der Lebensräume. Untersucht werden auch die Wiedervernässung von Mooren und die Rolle der von Gewässern im globalen Nährstoff- und Kohlenstoffhaushalt.

Bei der Erforschung tropischer Küstenregionen geht es insbesondere um Ökosystemleistungen, die vom Küstenschutz (Mangrovenwälder und Korallenriffe) über Fischereiressourcen bis hin zu der großen Biodiversität tropischer Küstenökosysteme mit ihren noch weitgehend unverstandenen Potenzialen, etwa an pharmazeutischen Substanzen, reichen. Es geht (auch und insbesondere) um den Einfluss des Menschen auf diese Ökosysteme.


Leibniz-Einrichtungen

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin

  • Ökohydrologie
  • Limnologie von Flussseen
  • Limnologie Geschichteter Seen
  • Biologie und Ökologie der Fische
  • Ökophysiologie und Aquakultur
  • Aquatische Biodiversität
  • Aquatische Grenzzonen
  • Interaktion Mensch-Gewässerökosystem

Kurzprofil
Website des IGB


Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW), Warnemünde

  • Transport- und Transformationsprozesse im Meer
  • Marine Lebensgemeinschaften und Stoffkreisläufe
  • Marine Ökosysteme im Wandel

Kurzprofil
Website des IOW


Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT), Bremen 

  • Ökologie
  • Biogeochemie / Geologie
  • Sozialwissenschaften
  • Ökologische Modellierung
  • Expeditionen

Kurzprofil
Website des ZMT


Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IfT), Leipzig 

  • Chemie: Feldmessungen; Laborexperimente; Multiphasenmodellierung
  • Modellierung: Mikro- und Mesoskaliger Transport; Multiphasenprozesse; Numerische Verfahren und Parallelisierung
  • Physik: Wolken; Optische Fernmessung; Troposphärisches Aerosol; Satellitenfernerkundung

Kurzprofil
Website des IfT

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Zwischenruf: Wasser: Achtung! Klimawandel – Sekundäreffekte auf das Wasser

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Leibniz Museen Aktuell