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Koordinatorin

Dr. Annette Kraegeloh
INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien
Tel.: 0681 / 93 00 - 440

Leibniz-Forschungsverbund "Nanosicherheit"

Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie nutzt Effekte und Methoden, die es erlauben, Materialien, Objekte und Strukturen im allerkleinsten Größenbereich — zwischen 1 und 100 Nanometer — zu erzeugen, zu verändern und zu analysieren.

Die neuen Anwendungsmöglichkeiten dieser Effekte sind immens. Sie reichen von verbesserter Energiespeicherung, vom innovativen Schutz von Oberflächen über neue Eigenschaften für elektronische und optische Medien bis zu innovativen medizinischen Verfahren zur Diagnose und Therapie.

Nanotechnologie entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit und ist längst Teil des täglichen Arbeits‐, Markt‐ und Umweltgeschehens geworden. Fragen der Nanosicherheit sind daher gesellschaftlich äußerst relevant. Denn eine generelle Aussage, ob Nanotechnologien oder Nanomaterialien gefährlich sind oder nicht, ist derzeit noch nicht möglich. Umso dringlicher sind Aktivitäten zur Nanosicherheit, da die hierfür notwendigen Forschungsarbeiten und mehr noch der legislative Apparat mit den rapiden Marktprozessen Schritt halten müssen.

Der Leibniz-Forschungsverbund „Nanosicherheit“ befasst sich mit sicherheitsrelevanten Fragestellungen, die durch Nanomaterialien und ‐produkte einerseits ausgelöst, andererseits ermöglicht werden.

Die Thematik erfordert einen inter‐ und transdisziplinären Ansatz: Chemische, physikalische und materialwissenschaftliche Komponenten müssen mit biologischen, toxikologischen, medizinischen und sozialwissenschaftlichen Aspekten verbunden werden.

In der Leibniz‐Gemeinschaft sind die Nanotechnologie und angrenzende Gebiete auf hervorragende Weise vertreten. Dabei wird insbesondere der Brückenschlag von den Grundlagen bis zur industriellen Verwertung strategisch und erfolgreich betrieben. Gleichzeitig verfügt die Leibniz‐Gemeinschaft über herausragende Institute auf den Gebieten der Umweltmedizin und Arbeitsforschung, die ihre Arbeiten auf das Thema Nanosicherheit ausrichten. Schließlich können innerhalb der Leibniz‐Gemeinschaft auch die Perzeption und die öffentliche Wahrnehmung des Themas „Nano“ auf hohem wissenschaftlichem Niveau untersucht werden.

Sprecher

Prof. Dr. Eduard Arzt
INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien
Tel.: 0681 / 93 00 – 500
eduard.arzt(at)leibniz-inm.de

Kontakt in der Geschäftsstelle

Dr. Felix Kießling
Leibniz-Gemeinschaft
Tel.: 030 20 60 49 - 38
kiessling(at)leibniz-gemeinschaft.de