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Gesamtkonzept für die Informationsinfrastruktur in Deutschland verabschiedet

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz beauftragte die Leibniz-Gemeinschaft im Oktober 2009, unter ihrer Federführung ein nationales Gesamtkonzept für die Informationsinfrastruktur zu erarbeiten. Zur Erarbeitung des Gesamtkonzeptes berief das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft die Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur (KII).

Den Vorsitz der Kommission hatte Sabine Brünger-Weilandt, Direktorin und Geschäftsführerin von FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur und Präsidiumsbeauftragte der Leibniz-Gemeinschaft für Informationsinfrastruktur.

Im April 2011 legte die KII das „Gesamtkonzept für die Informationsinfrastruktur in Deutschland“ termingerecht bei der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz vor. Die Zusammensetzung der Kommission stellte ein Novum dar. Sie repräsentierte die maßgeblichen Akteure der Informationsinfrastruktur in Deutschland, und zwar sowohl die Dienstleister selbst als auch die Förderorganisationen ebenso wie die wissenschaftlichen Nutzer.

Die Kommission definiert „Informationsinfrastruktur“ als nationales, disziplinübergreifendes „Netz“ von Einrichtungen. Diese nehmen dezidiert in öffentlichem bzw. institutionellem Auftrag die Versorgung im weitesten Sinne von Wissenschaft und Forschung mit Information und damit zusammenhängenden Dienstleistungen wahr.

Vor diesem Hintergrund wird dem Konzept ein ganzheitlicher, strukturorientierter Ansatz zugrundegelegt. Disziplin-, sparten- und institutionenübergreifend werden acht Handlungsfelder beleuchtet, die aus heutiger Sicht für die Informationsinfrastruktur von zentraler Bedeutung sind:

1.    Lizenzierung
2.    Hosting / Langzeitarchivierung
3.    Nichttextuelle Materialien
4.    Retrodigitalisierung / kulturelles Erbe
5.    Virtuelle Forschungsumgebungen
6.    Open Access
7.    Forschungsdaten
8.    Informationskompetenz / Ausbildung.

Für die Zukunft steht außer Frage, dass weitere Handlungsfelder und innovative Themen entstehen werden, die aufzugreifen und zu integrieren sind. In gleicher Weise steht außer Frage, dass die disziplinspezifischen Belange zu berücksichtigen sind. Dies wird u. a. im Verlauf des weiteren, von der Kommission empfohlenen, Verfahrens zu leisten sein.