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Kontakt

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Tel.: 030 / 284 60 - 793
Fax: 030 / 284 60 - 603

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin

Die Wissenschaftler des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) erforschen die Ursachen, den Ver­lauf und die Versorgung rheumatischer Erkrankungen. Das DRFZ ist mit seinem Fokus auf rheumatische Erkrankungen einzigartig in Deutschland. Es gibt über 100 unterschiedliche Krankheits­bilder, die auf entzündlicher oder degenerativer Grundlage die Bewegungsorgane betreffen können. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen treffen rund zwei Prozent der Bevölkerung, degenerativ-rheumatische wie z.B. Arthrosen mindestens zehn Prozent. Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung sind die meisten Rheumaer­krankungen auch heute noch unheilbar.

Forscher des DRFZ im Forschungsbereich „Rheumatische Entzündung“ (Leiter: Prof. Dr. Andreas Radbruch) haben in den letz­ten Jahren herausgefunden, dass bei chronischen rheumatischen Entzündungen zum einen die natürlichen Regulationsmechanis­men des Immunsystems nicht mehr funktionieren, sie stellen die entzündliche Immunreaktion nicht mehr ab. Wichtiger noch, das Immunsystem entwickelt ein „Gedächtnis“ für die Entzündung. Die Zellen, die dieses Gedächtnis bilden, werden durch beson­dere zelleigene Mechanismen, aber auch durch andere Zellen des Körpers geschützt und am Leben erhalten. Konventionelle Thera­pien greifen sie nicht an.

Gemeinsam mit den Rheumatologen der Charité Berlin entwickeln die Forscher des DRFZ deshalb jetzt therapeutische Strategien mit dem Ziel, das immunologische Gedächtnis für die rheu­matische Entzündung zu löschen und die körpereigene Immun­regulation wieder zu etablieren.

In zweiten Forschungsbereich (Leiterin: Prof. Dr. Angela Zink) untersuchen Epidemiologen in umfangreichen Langzeitkohorten die Qualität der Versorgung von Rheumapatienten in ganz Deutschland. Das Biologika-Register des DRFZ hat in bisher zehn Jahren 10.000 Rheumapatienten beobachtet, die mit neuen, gen­technisch hergestellten Medikamenten behandelt werden. Dabei wurden bestimmte Risikogruppen identifiziert, so dass nun Therapien besser an einzelne Patienten angepasst werden können.

Leitung

Wissenschaftlicher Direktor:
Professor Dr. rer. nat. Andreas Radbruch

Kaufmännische Direktorin:
Petra Starke

Öffentlichkeitsarbeit:
Jacqueline Hirscher