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Karl Ulrich Mayer auf der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin: "Zukunft durch Forschung"

30. November 2012 Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft will weder zurück zum Zustand der „Blauen Liste“ noch in Richtung auf eine „top-down Programmsteuerung von außen“. Das erklärte der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Karl Ulrich Mayer, auf der Jahrestagung der Organisation in Berlin. Mayer äußerte sich vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die Zukunft der deutschen Wissenschaftslandschaft und die Rolle der Forschungsorganisationen darin. Dabei war vereinzelt auch die Existenz der Leibniz-Gemeinschaft in Frage gestellt worden.


Wörtlich erklärte Mayer (Auszug):

„In diesen Tagen wird die Architektur des deutschen Wissenschaftssystems neu vermessen. Dabei wird auch die Frage ganz offen erörtert, ob man die Leibniz-Gemeinschaft eigentlich noch braucht, nachdem sie ihre Reparaturfunktion in der deutsch-deutschen Wissenschaftsvereinigung so glänzend erfüllt hat. Und diese Zumutung geht in zwei Richtungen. Die Vertreter der einen Richtung möchten die Rückkehr zur unverbundenen „Blauen Liste“. Die Anderen denken in die Richtung einer top-down Programmsteuerung von außen. Das Positionspapier, das wir auf unserer Mitgliederversammlung verabschiedet haben, gibt beiden Zumutungen eine ganz eindeutige Antwort: wir wollen weder das Eine, noch das Andere!

Entscheidend allerdings sind nicht unsere Vorlieben oder Interessen. Entscheidend ist, was Erkenntnis, Forschung und Innovation im internationalen Wettbewerb am besten voranbringt, und welche produktive Rolle die Leibniz-Gemeinschaft im Konzert von Hochschulen und außeruniversitärer Forschung spielt.

Die Leibniz-Gemeinschaft hat in diesem Jahr […] ihre Aufgabe, ihren spezifischen Ort im Wissenschaftssystem, ihre Ziele und ihre Kooperationsfelder bekräftigt und fortentwickelt. Unsere Aufgabe ist es, durch herausragende Forschung zur Entfaltung und zum Zusammenleben der Menschen, zur Entwicklung der Gesellschaft und zum Überleben auf dem Planeten Erde beizutragen – das heißt: Zukunft zu sichern durch die Qualität und die Relevanz unserer Forschung.

Folgende Koordinaten bestimmen unseren einzigartigen Ort im deutschen Wissenschaftssystem: 

  • Wir verbinden erkenntnis- und problemorientierte Forschung, Infrastrukturleistungen und Wissensvermittlung.
  • Wir verknüpfen die Natur- und Technikwissenschaften mit den Sozial- und Geisteswissenschaften und leben fachliche Universalität mit dem Anspruch auf Transdisziplinarität.
  • Wir sind eng mit den Hochschulen verbunden

Sowie schließlich:

  • Wir sehen unsere nationale Aufgabe als Instrument der gemeinsamen Forschungspolitik von Bund und Ländern mit der besonderen Nähe zu unseren Sitzländern.“

 

Das vollständige Manuskript kann per E-mail angefordert werden.

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