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Leibniz-Auszubildenden-Preis geht an Biologielaborantin aus Borstel

06. November 2013 | Leibniz-Gemeinschaft

Malina Schulz vom Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften erhält den Leibniz-Auszubildenden-Preis 2013.


Berlin ‑ Auf dem fünften Leibniz-Ausbildungstag in Berlin hat die Leibniz-Gemeinschaft den Leibniz-Auszubildenden-Preis 2013 an die Biologielaborantin Malina Schulz verliehen. Nominiert waren drei ehemalige Auszubildende, die ihre Ausbildung im Ausbildungsjahr 2012/2013 mit hervorragenden Noten abgeschlossen haben. Neben der Preisträgerin aus dem schleswig-holsteinischen Forschungszentrum Borstel ‑ Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften waren die Chemielaborantin Christin Scheunert vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden sowie die Kauffrau für Bürokommunikation Hanna Schön vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim nominiert.

Malina Schulz (21), Biologielaborantin am Forschungszentrum Borstel ‑ Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, beeindruckte die Jury nicht nur durch ihren exzellenten Berufsschulabschluss, den sie in einer um ein halbes Jahr verkürzten Ausbildungszeit beendete, sondern auch durch ihr soziales Engagement. So belebte sie gemeinsam mit ihren Mitschülern die Aktion „Blutzwillinge“, bei der die Typisierung von potentiellen Stammzellenspendern im Kampf gegen Leukämie im Vordergrund steht, an ihrer Berufsschule maßgeblich wieder. Darüber hinaus scheute Malina Schulz auch die Arbeit in einem internationalen Berufsumfeld nicht, was sie durch einen sechswöchigen Arbeitsaufenthalt an der Universität Stockholm im Rahmen eines Leonardo-da-Vinci Projektes der EU bewies.

Christin Scheunert (22), Chemielaborantin am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden, besticht durch die beste theoretische Prüfung aller Bewerber (mit 98 von 100 möglichen Punkten) und war damit Jahrgangsbeste in ihrem Kammerbezirk. Christin Scheunert konnte ihre Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verkürzen. Darüber hinaus vollendete sie zwei Auslandspraktika in Padova (Italien) und Vannes (Frankreich) und engagierte sich sehr stark in ihrem Ausbildungsinstitut. Darüber steuerte sie Beiträge zu Veranstaltungen wie der Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften oder dem Aktionstag der Industrie- und Handelskammer bei.

Hanna Schön (23), Kauffrau für Bürokommunikation am Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, beeindruckte die Jury mit ihren überdurchschnittlichen betrieblichen sowie schulischen Leistungen, die ihre hohe Lernbereitschaft, Motivation und Disziplin widerspiegeln. Zusätzlich zu ihrer Ausbildung qualifizierte sie sich im Bereich Fremdsprachenkorrespondenz weiter. Überzeugen konnte Hanna Schön ebenfalls durch einen vierwöchigen Auslandsaufenthalt während ihrer Ausbildungszeit und die intensive Mitarbeit am Schulprojekt „Demographic change ‑ a challenge for all“ für die Teilnahme am beo-Wettbewerb Berufliche Schulen.

Die Leibniz-Gemeinschaft berücksichtigt für den Auszubildenden-Preis neben sehr guten Noten auch die Integration in die Betriebe und soziales Engagement. Der Preis ist insgesamt mit 1.000 Euro dotiert und unterstreicht den hohen Stellenwert, den auch die nichtwissenschaftliche Ausbildung in der Wissenschaftsgemeinschaft genießt. Leibniz-Präsident Karl Ulrich Mayer betonte bei der Preisverleihung: „Die Leibniz-Gemeinschaft hat sich die Förderung der Potenziale aller Mitarbeiter als strategisches Ziel gesetzt, denn auch die wissenschafts-unterstützenden Berufe sind für die Exzellenz der Forschung von fundamentaler Bedeutung.“

Die Zahl der Auszubildenden in der Leibniz-Gemeinschaft betrug zum Stichtag 15. Oktober vergangenen Jahres 366, davon waren 205 (56 Prozent) Frauen. Die am häufigsten vertretenen Ausbildungsberufe in der Leibniz-Gemeinschaft sind Biologielaborant/in mit etwa 19 Prozent, Bürokauffrau/mann mit 12 Prozent und Chemielaborant/in mit neun Prozent. Die Institute der Leibniz-Gemeinschaft bilden aber auch in exotischen oder für die Wissenschaft eher untypischen Berufen wie Anschauungsmodellbauer, Buchbinder, Koch oder Glasapparatebauer aus.

Mit den jährlichen Leibniz-Ausbildungstagen sollen der Austausch und die Fortbildung der Ausbildungsverantwortlichen der Leibniz-Institute gefördert werden. „Der Wettbewerb, die besten Talente für die Forschung zu gewinnen, findet auch in nicht-wissenschaftlichen Berufen statt“, betonte Rolf Pfrengle, Präsidiumsbeauftragter für die duale Ausbildung in der Leibniz-Gemeinschaft und Kaufmännischer Direktor des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung in Dresden. „Deshalb wollen wir die Ausbildungsquote kontinuierlich steigern und für die Attraktivität einer Ausbildung in der Wissenschaft werben“, so Pfrengle.

Ein Pressefoto der Preisträgerin und der Nominierten finden Sie unter www.leibniz-gemeinschaft.de/medien/presse/pressebilder/

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