© Jan Zappner

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Leibniz-Gemeinschaft
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Pakt für Forschung und Innovation

Die Leibniz-Gemeinschaft hat den Pakt für Forschung und Innovation sowie dessen  Fortschreibung unterzeichnet und damit Verantwortung für die strategische Orientierung der gesamten Gemeinschaft an den Zielen des Pakts übernommen.

Pakt für Forschung und Innovation 2006-2010 (Pakt I)

Der Pakt für Forschung und Innovation sah für die Jahre 2006 bis 2010 für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft einen jährlichen Finanzzuwachs von mindestens drei Prozent im Rahmen der institutionellen Förderung vor. Er sollte innerhalb der außeruniversitären Forschungsorganisationen unter anderem die wettbewerbliche Mittelvergabe unterstützen. Im Gegenzug haben sich die Organisationen zur Umsetzung der folgenden Paktkriterien verpflichtet:

  • Benchmarking und Qualitätssicherung
  • Strategische Planung und Vorschau
  • Vernetzung und Excellenzcluster, nationale und internationale Kooperationen
  • Nachwuchsförderung
  • Teilhabe von qualifizierten Wissenschaftlerinnen in Leitungspositionen
  • Verwertung von Forschungsergebnissen und Förderung von Mitarbeiterausgründungen.

Fortschreibung des Pakts für Forschung und Innovation 2011-2015 (Pakt II)

Bund und Länder sowie die Wissenschaftsorganisationen haben festgestellt, dass der Pakt für Forschung und Innovation einen Strukturwandel in der Wissenschaftslandschaft angestoßen hat, der sich nur längerfristig vollziehen kann. Zu seiner Unterstützung ist eine Fortsetzung und Weiterentwicklung der begonnenen strategischen Maßnahmen notwendig. Für die Jahre 2011 bis 2015 (Pakt II) sollen daher die Zuschüsse für die Organisationen der gemeinsam geförderten Forschungseinrichtungen (Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft) sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft jährlich um fünf Prozent steigen. Dies versetzt die Wissenschaftsorganisationen in die Lage, die von Bund und Ländern im Einvernehmen mit den Wissenschaftsorganisationen definierten forschungspolitischen Ziele zu verfolgen:

  • Das Wissenschaftssystem dynamisch entwickeln.
  • Die Vernetzung im Wissenschaftssystem leistungssteigernd und dynamisch gestalten.
  • Neue Strategien der internationalen Zusammenarbeit entwickeln und umsetzen.
  • Nachhaltige Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft etablieren.
  • Die Besten dauerhaft für die deutsche Wissenschaft gewinnen.

Bund, Länder und Leibniz-Gemeinschaft haben sich darauf geeinigt, zur Förderung der Paktziele eine wettbewerbliche Mittelvergabe in der Leibniz-Gemeinschaft einzurichten. Finanziert wird dieses Wettbewerbsverfahren aus Mitteln des Paktes II in Höhe eines von der GWK beschlossenen Betrages von rund 30 Mio. Euro je Verfahrensrunde. Der übrige Teil des jährlichen Finanzzuwachses aus dem Pakt II wird im Rahmen der Wirtschaftsplan- oder Programmbudgetverhandlungen zwischen den Leibniz-Einrichtungen sowie Bund und Ländern vergeben.

Zum 30. Juni 2007 erstattete die Leibniz-Gemeinschaft der damaligen Bund-Länder-Kommission und heutigen GWK erstmals – und seitdem jährlich – Bericht über die Umsetzung des Paktes und die mit seiner Hilfe erzielten Erfolge. Die Berichte finden Sie hier: