Ob geschichtliche Einordnung oder wirtschaftliche Expertise: Leibniz-Institute veröffentlichen Forschungsergebnisse und Hintergrundinformationen in Blogs, Dossiers und auf Schwerpunktseiten. Ein Überblick.

„Die Leibniz-Gemeinschaft hat am Tag des Angriffs auf die Ukraine ihre institutionellen Kooperationen mit Russland hinterfragt und „auf Eis gelegt“. Wenige Tage später hat das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft einen Matching-Fonds aufgelegt, mit dessen Mitteln Hilfsmaßnahmen, insbesondere Beschäftigungsmöglichkeiten für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Leibniz-Einrichtungen unterstützt werden. In der Wissenschaft und in der Leibniz-Gemeinschaft mit ihrem fachlichen und kooperativen Schwerpunkt zum östlichen Europa werden bereits Perspektiven für langfristige Unterstützung bei Erhalt und Wiederaufbau wissenschaftlicher Strukturen und Möglichkeiten in der Ukraine entwickelt. Sie spiegeln die Bereitschaft zur Hilfe und Kooperation mit den Mitteln der Wissenschaft und stehen bereit zu einem hoffentlich baldigen Ende aller Angriffshandlungen.“

Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft
 

Matching-Fonds der Leibniz-Gemeinschaft für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ukraine-Krieg

Leibniz-Forschungsnetzwerk Östliches Europa

Russlands Krieg gegen die Ukraine – ostBLOG SPEZIAL

Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS)

In der Spezialausgabe des Institutsblogs zum Krieg in der Ukraine finden sich Hintergründe zu den aktuellen Geschehnissen, zur Vorgeschichte und den Folgen. Wie lässt sich der große Widerstand in der umkämpften Stadt Charkiw erklären, deren Bevölkerung lange prorussisch wählte? Welche Rolle spielen Frauen bei der Verteidigung? Und wie sehen Länder wie Bulgarien, Bosnien-Herzegowina oder die Türkei den Krieg? Angelegt als aktuelles Lexikon, nähert sich der Blog mit Analysen, Essays, Kommentaren und anderen Kurztexten dem Unfassbaren.

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Die Wirklichkeit ist angekommen … Ein Dossier aus Anlass des russischen Überfalls auf die Ukraine

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

Nachdem Deutschlands Osteuropa-Lehrstühle in den vergangenen Jahren kaputtgespart worden seien, sei die Wissenslücke groß, so die Herausgeberinnen dieses Dossiers zum Ukraine-Krieg. Die hier versammelten Texte sollen helfen, sie zu schließen. Wie instrumentalisiert Wladimir Putin Geschichte für seine Zwecke? Was hat es mit den imperialen Fantasien Russlands auf sich? Ersteht die UDSSR nun wieder auf – oder geht sie ein weiteres Mal unter? Ergänzt werden die Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren durch Links zu Hintergrundinformationen, Literaturlisten und Informationsmaterialien.

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Visual History: Bilder des Krieges in der Ukraine

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

Mariupol, Irpin, Butscha – der russische Überfall auf die Ukraine führt zu immer neuen grauenvollen Bildern dieses völkerrechtswidrigen Krieges. Journalistinnen und Journalisten in den Bildredaktionen stehen gegenwärtig vor besonders großen Herausforderungen im Umgang mit dem Bildmaterial. Um mehr über ihre Arbeit zu erfahren, führt die Redaktion von Visual History Interviews. Weitere Gespräche sind geplant, ebenso wie Überlegungen zum Umgang und zur Wirkung der Bilder in diesem Krieg.

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Die Ukraine-Krise und ihre Folgen

Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)

Über den unmittelbaren Ukraine-Konflikt hinaus stellen sich Fragen: Ist mit dem Frieden auch die Friedens- und Sicherheitspolitik am Ende? Wie wird eine europäische Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands zukünftig aussehen können? Welche Folgen hat die strategische Partnerschaft Russlands mit China? Welche Ansätze entwickeln Europa und die Vereinigten Staaten zum Umgang mit autoritären Regimen und deren Bemühungen um eine Neuordnung der internationalen Beziehungen? Die Blogreihe bietet erste Analysen.

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Ukraine-Bildmaterialien im Bildkatalog

Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung (HI)

Das Herder-Institut zeigt historische Bildquellen zur Ukraine über einen zentralen Einstieg im Online-Bildkatalog. Publiziert wird eine Vielfalt von sehr unterschiedlichen visuellen Materialien – Fotografien, Postkarten und Druckgrafiken – im Wesentlichen vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die jüngere Gegenwart. Mit einem Schwerpunkt auf den westlichen Regionen der Ukraine, dem Bereich des ehemaligen Galiziens, vermitteln diese einen Eindruck von den Städten, Einzelbauwerken und Denkmälern, von Dörfern und Landschaften in ihrer historischen Dimension, sie zeigen aber auch Alltagszenen, Personen und Ereignisse, darunter kriegerische Handlungen im Rahmen des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

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Krieg in Europa: Ursachen und Folgen

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Was bedeutet der russische Angriff für Europa und die Welt, für unsere äußere Sicherheit und die Politik im Inneren, für das künftige Miteinander auf staatlicher, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene? Die Fragen sind komplex, die Antworten ebenso, vieles wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Um die Hintergründe des bewaffneten Konflikts besser einordnen und mögliche Folgen abschätzen zu können, bietet das WZB seinen Forscherinnen und Forschern eine Plattform, ihre Gedanken, Analysen und Forschungsfragen mit einer interessierten Öffentlichkeit zu teilen. 

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Sanktionen & Embargo: Analysen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen

DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine haben viele westliche Länder Sanktionen gegen Russland verhängt. Welche Auswirkungen diese Sanktionen auf die Finanz- und Energiemärkte, die Konjunktur und die Energiewende haben und ob diese Maßnahmen Wirkung zeigen, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden, untersuchen die Forscherinnen und Forscher des DIW Berlin in aktuellen Studien fortlaufend. Das Dossier fasst die Forschungsergebnisse zusammen.

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Krieg in der Ukraine

ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Der Überfall Russlands auf die Ukraine ist nicht nur eine militärische und geopolitische Zäsur. Er verändert auch die wirtschaftliche Lage. Das betrifft sowohl die kurzfristige Konjunkturentwicklung als auch die mittelfristigen Aussichten für Wachstum und Wohlstand. Das ifo Institut veröffentlicht laufend Einschätzungen zur jeweils aktuellen Lage.

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Ukraine Support Tracker - Datenbank für militärische, finanzielle und humanitäre Unterstützung der Ukraine

Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Der Ukraine Support Tracker erfasst systematisch den Wert der Unterstützung, die Regierungen von 31 westlichen Ländern der Ukraine seit dem 24. Januar 2022 zugesagt haben. Erfasst sind militärische, finanzielle und humanitäre Hilfen, die öffentlich bekannt sind. Die Datenbank soll die Diskussion über die Unterstützung der Ukraine mit Fakten unterfüttern.

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Krieg gegen die Ukraine

Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Das Themendossier versammelt Analysen, Kommentare und Vorschläge von Forscherinnen und Forschern des Kiel Instituts für Weltwirtschaft mit Blick auf die durch den Krieg gegen die Ukraine ausgelöste Krise.

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Krieg in der Ukraine – was folgt jetzt für Politik und Wirtschaft?

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

Der russische Angriff auf die Ukraine bringt Millionen Menschen furchtbares Leid. Viele Menschen fliehen. Die EU und die Bundesregierung haben ein massives Sanktionsprogramm für Russland aufgelegt. Das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung arbeitet zu den wirtschaftlichen Folgen der Krise und zur Migration und trägt damit zur öffentlichen Debatte bei. Auf einer Sonderseite werden die Ergebnisse zusammengestellt.

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