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Dr. Felix Kießling
Sektion D: Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften | Hochschulkooperation | Energieforschung
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 38

Gemeinsame Berufungen

Gemeinsame Berufungen von Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen sind Standard: Seit jeher werden leitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer Hochschule gemeinsam berufen. Dies geschieht jedoch nicht nur auf Leitungsebene, sondern zunehmend auch in den Abteilungen.

Dabei profitieren beide Seiten: Für die außeruniversitäre Forschung bedeutet der unmittelbare Zugang zu Studierenden und Promovierenden stetige Erneuerung, intellektuelle Mobilität und Ideenfindung. Dem wissenschaftlichen Nachwuchs werden umgekehrt Perspektiven über die Universität hinaus geboten; auf Professorenebene wird eine enge Verzahnung von Forschung und Lehre gewährleistet. Den Studierenden können also auf einerseits aktuellste Forschungsergebnisse präsentiert werden, andererseits können sie sich aktiv selber in die Forschung einbringen. Oft sind gemeinsame Berufungen der erste Schritt für eine intensive Kooperation zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Hochschulen.

Zurzeit sind rund 350 Professuren als gemeinsame Berufungen ausgestaltet.

Standards für die Besetzung von wissenschaftlichen Leitungspositionen in der Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft hat im Jahr 2016 erstmalig Standards für die Besetzung ihrer wissenschaftlichen Leitungspositionen beschlossen. In ihnen wird eine gemeinsame Besetzungskultur in der Leibniz-Gemeinschaft definiert sowie das Format und das Verfahren der Gemeinsamen Berufungen weiter entwickelt und präzisiert.

Leibniz-Besetzungsstandards (Download PDF)

Leibniz-Humboldt-Professur

Die Humboldt-Universität zu Berlin und die Leibniz-Gemeinschaft fördern mit der Leibniz-Humboldt-Professur exzellente und kreative Nachwuchswissenschaftler abseits der etablierten und traditionellen Forschungspfade in Bereichen der Risikoforschung.

Auf die Zukunft ausgerichtete Forschungsthemen sind häufig mit hohen Risiken behaftet. Das bedeutet vor allem, dass sie Aussicht auf bedeutende Erkenntnisse versprechen, aber auch unwägbar bezüglich der Ergebnisse sind. In den vorhandenen Förderprogrammen können solche Projekte der Risikoforschung oft keine Mittel einwerben.

Eine Berufung auf eine Leibniz-Humboldt-Professur beläuft sich auf maximal neun Jahre. Die Leibniz-Humboldt-Professuren sollen zur Weiterentwicklung der deutschen Wissenschaftslandschaft beitragen, in dem sie die Forschung an außeruniversitären Instituten mit grundständiger Lehre innerhalb der Universität kombinieren. Auf diesem Weg sollen strategische Forschungskooperationen zwischen Universität und außeruniversitären Instituten ausgebaut und flexible Strukturen innerhalb der Nachwuchsförderung und der Forschungskooperation etabliert werden.

Leibniz-Chairs

Leibniz-Chairs kennzeichnet eine besonders enge Bindung zwischen einer Forscherin oder einem Forscher und einer Leibniz-Einrichtung. Leibniz-Chairs werden von den Leibniz-Einrichtungen selber vergeben, für einige Jahre oder sogar auf Lebenszeit.

Momentan sind sieben Leibniz-Chairs verliehen, einer am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen, drei am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg, einer am Herder-Institut (HI) in Marburg, einer am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (IUF) und einer am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen.