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Koordinatorin

Meike Romppel
Stiftung Medien in der Bildung, Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen
Tel.: 07071 / 979 - 213

Leibniz-WissenschaftsCampus Tübingen

Cognitive Interfaces

Der Leibniz-WissenschaftsCampus „Cognitive Interfaces“ (WCT) erforscht, wie sich Denken, Handeln und Arbeiten im Kontext digitaler Medien durch die Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen verbessern lässt. Beteiligt sind neben dem Bereich der Psychologie auch die Disziplinen Informatik, Medizin, Zahnmedizin, Didaktik der Biologie, Medienwissenschaft und Erziehungswissenschaft.

Die Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien hat im 21. Jahrhundert enorme Fortschritte gemacht. Eine Telefonnummer in Australien herauszufinden oder eine Wettervorhersage für Timbuktu zu erhalten: Was vor 30 Jahren nur mit erheblichem Aufwand bewerkstelligt werden konnte, kann heute innerhalb von 30 Sekunden ermittelt werden – orts- und zeitunabhängig. Durch digitale Technologien ist eine Schnittstelle geschaffen, welche den Zugriff auf eine enorme Vielfalt an Informationen in Echtzeit ermöglicht. Die Schnittstelle unterstützt, wie wir denken, was wir wissen, wie wir entscheiden und wie wir uns verhalten. Sie ist also in dem Sinne eine kognitive Schnittstelle, als dass sie kognitive Prozesse beim Menschen arbeitsteilig unterstützen kann.

Schnittstellen weisen aber auch selbst zunehmend Eigenschaften kognitiver Systeme auf: Sie sind vermehrt adaptiv, bilden Inferenzen und „partizipieren“ somit an sozialen und kognitiven Prozessen. Das Potenzial digitaler Technologien ist besonders bei wissensintensiven Aktivitäten vielversprechend. Dies können Lernkontexte sein, aber auch berufsbezogene Nutzungen von kognitiven Schnittstellen.

Der Leibniz-WissenschaftsCampus „Cognitive Interfaces“ greift das Thema des Gründungs-Leibniz-WissenschaftsCampus "Bildung in Informationsumwelten" auf, betrachtet es aber in einer fokussierteren Sichtweise. Er konzentriert sich darauf, wie die Schnittstelle zwischen einem Individuum und seiner Informationsumwelt beschaffen sein muss, um „knowledge work“ (Wissenserwerb, Verstehen, Wissenskonstruktion, Wissensaustausch, Problemlösen, Entscheiden) zu fördern. Er fokussiert somit stärker als bisher auf psychologische und pädagogische Konstrukte sowie auf Design-Aspekte der Gestaltung von Schnittstellen. Damit weist er eine Überlappung mit der in der Informatik verbreiteten Forschung zur Gestaltung von Mensch-Computer-Schnittstellen (human-computer interaction; HCI) auf.

Leitung

Prof. Dr. Ulrike Cress
Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen
Tel.: 07071 / 979 – 209
u.cress(at)iwm-tuebingen.de

Sprecher

Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse
Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen
Tel.: 07071 / 979 - 215
f.hesse(at)iwm-tuebingen.de

Info

Kooperationspartner:

Leibniz-Institut:

Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen


Hochschule:
Eberhard Karls Universität Tübingen

Laufzeit: 2017-2020

Website

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg