Die fortschreitende Digitalisierung in der Medizin verändert das Gesundheitssystem rasant. eHealth- und mHealth-Maßnahmen zur Gesundheitsförderung – Digital Public Health genannt – werden immer wichtiger. Der Einsatz digitaler Technologien richtet sich dabei jedoch häufig nach den technischen Möglichkeiten und nicht nach den Bedürfnissen der Bevölkerung. Dies kann durchaus zu nützlichen Anwendungen führen, aber auch zu Technologien, die den Anforderungen evidenz-basierter Public Health nicht genügen und neue ethische, soziokulturelle und gerechtigkeitsbezogene Herausforderungen schaffen.

Der Leibniz-WissenschaftsCampus „Digital Public Health“ hat das Ziel, Antworten auf diese Herausforderungen zu finden. Die Forscherinnen und Forscher widmen sich unter anderem der Frage, wie sich digitale Technologien effektiv, fair und mit den Prinzipien der Menschenwürde vereinbar in Prävention, Gesund­heits­förder­ung und weitere Public Health-Aufgaben integrieren lassen.

Der WissenschaftsCampus als gemeinsame Plattform für das dynamische Feld der Digital Public Health strebt eine Bündelung der bisher stark segmentierten Forschungsbemühungen an. Dazu bringt das multidisziplinäre Netzwerk über 30 Expertinnen und Experten aus den Bereichen, Public Health, Epidemiologie, Informatik und den Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen.

Sprecher
Prof. Dr. Hajo Zeeb
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS), Bremen
T 0421 218 56 902
zeeb@leibniz-bips.de
Koordination
Dr. Norman Wirsik
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS), Bremen
T 0421 218 56 950
wirsik@leibniz-bips.de