Bei aktuellen Ereignissen werden Informationen über digitale Medien deutlich schneller ausgetauscht als über analoge. Daten und Fakten zu kontroversen Themen bereitzustellen, benötigt im Vergleich dazu viel Zeit. Bürgerinnen und Bürger können diese Hintergrundinformationen oft nicht einfach abrufen. Es handelt sich um aufbereitetes Expertenwissen. Mithilfe statistischer Verfahren sollen die (mediale) Berichterstattung beobachtet und aktuelle, gesellschaftlich besonders relevante Themen schnell identifiziert werden.
Fallbeispiel II

Auch im Jahr 2025 sind wieder bundesweit extreme Wetterphänomene aufgetreten: Stürme haben Häuser abgedeckt und Ernten vernichtet, extreme Regenfälle ließen Keller überfluten und Hitzewellen führten zu einer Überlastung der medizinischen Versorgungseinrichtungen. Ist es sinnvoll, sich auch in Deutschland auf eine Zukunft mit mehr Wetter- und Klimaextremen einzustellen? Wie müssen Häuser gebaut oder renoviert werden, um Schäden durch außergewöhnliche Wetterphänomene standzuhalten? Wie sollte man sich als Bürger auf Hitzewellen vorbereiten?

Derartige Fragen werden im Fallbeispiel mit Mitteln wissenschaftlicher Stichhaltigkeit zielgruppenspezifisch aufbereitet und beantwortet. Auch andere gesellschaftliche  Brennpunktthemen werden auf diese Weise in den Blick genommen. Innovative digitale Angebote und Schnittstellen sollen dabei den Austausch zwischen Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürgern unterstützen.

Kontakt
Michael Bosnjak
Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Trier
T 0 651 201 2706
director@leibniz-psychology.org

Michael Bosnjak ist Direktor des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) und Professor für Psychologische Methodenlehre an der Universität Trier. Gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt er sich mit statistischen Verfahren zur systematischen Zusammenfassung wissenschaftlicher Evidenz in der Psychologie sowie in angrenzende Disziplinen (Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitswissenschaften). Weitere Schwerpunkte sind die Nutzung von Big-Data-Quellen zur Erfassung thematischer Trends sowie epistemische Überzeugungen, d.h. subjektive Theorien, die Menschen über das Wissen und den Wissenserwerb entwickeln und für das Verstehen der Welt nutzen.