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Dr. Julian Bauer
Open Science | Digitalisierung
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 53

Open Access

Die Leibniz-Gemeinschaft unterstützt den freien Austausch von qualitätsgeprüften Forschungsergebnissen ohne Zugangsbarrieren über das Internet. Der schnelle und direkte Zugang im Open Access erhöht die Forschungseffizienz, unterstützt internationale und interdisziplinäre Kooperation, verstärkt die Sichtbarkeit und Zitierhäufigkeit von Publikationen und maximiert den Nutzen öffentlich geförderter Forschung.

Vor diesem Hintergrund hat die Leibniz-Gemeinschaft auch, gemeinsam mit anderen großen Wissenschaftsorganisationen, bereits 2003 die „Berliner Erklärung für freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ mitunterzeichnet und sich verpflichtet, den Open-Access-Gedanken aktiv zu unterstützen und voranzutreiben. Weitere wichtige Schritte in dieser Richtung waren die Gründung des Arbeitskreises Open Access im September 2005, die Verabschiedung einer ersten Open-Access-Leitlinie 2007 sowie die aktuell gültige "Open-Access-Policy 2016-2020".

In die Praxis umgesetzt wird die Leitlinie durch vielfältige Aktivitäten, insbesondere seit 2011 mit LeibnizOpen, dem zentralen Open-Access-Portal aller Leibniz-Institute . Die Leibniz-Gemeinschaft will durch LeibnizOpen möglichst viele Publikationen als Volltexte im freien Zugang online verfügbar machen. LeibnizOpen bietet damit optimale Sichtbarkeit und Recherchierbarkeit sowie die dauerhafte Verfügbarkeit des Forschungsoutputs der Leibniz-Institute.

Bewährte Prinzipien zur Qualitätssicherung, wie vor allem Verfahren des peer review, gelten uneingeschränkt im Kontext des digitalen, offenen Publikationswesens. 2018 wurde deshalb eine Handreichung der Leibniz-Gemeinschaft zu wissenschaftlichen Raubverlagen entwickelt, um über das tatsächliche Ausmaß des ‚predatory publishing‘ und erforderliche Schutzmaßnahmen zu informieren. Die aktuelle Leitlinie der Leibniz-Gemeinschaft zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis wurde zudem durch Aufnahme eines neuen Abschnitts über wissentliche Vortäuschung von Qualitätsstandards bei Publikationen als ein Tatbestand wissenschaftlichen Fehlverhaltens gestärkt.

Auch auf der der politischen Ebene engagiert sich die Leibniz-Gemeinschaft für Open Access, z.B. gemeinsam im Rahmen der Schwerpunkt-Initiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen oder auf der europäischen Ebene im Kontext von Science Europe, dem maßgeblichen Verband europäischer Forschungsförderer und außeruniversitärer Forschungsorganisationen.

Darüber hinaus sind viele Leibniz-Institute als Herausgeber von oder Dienstleister für Open-Access-Fachzeitschriften aktiv oder betreiben fachliche Repositorien, die Fachliteratur frei verfügbar im Web bereitstellen.

In der rechten Spalte finden Sie eine Auflistung von Open-Access-Angeboten der einzelnen Leibniz-Institute.