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Koordination

Prof. Dr. Helmuth Trischler
Deutsches Museum (DM)
Tel.: 089 / 2179 - 209

Kulturhistorische Sammlungen als digitaler Wissensspeicher für Forschung, Lehre und öffentliche Vermittlung (KultSam)

Herausforderung und Relevanz

Geistes-, Kultur-, und Sozialwissenschaften liefern Wissen über kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen und helfen so die Welt zu verstehen, zu gestalten und zwischen den Kulturen zu vermitteln. Die Sammlungen der kulturhistorischen Museen und Universitäten Deutschlands sind einzigartige Repräsentationen menschlichen Denkens, Schaffens und Handelns. Als Teil des kulturellen Erbes der Menschheit werden sie themenzentriert und dezentral aufbewahrt, sind jedoch in der notwendigen Tiefe noch wenig erschlossen und in Bestand und Erhaltung gefährdet. Herausforderungen bestehen vor allem in der Vereinheitlichung von Formaten, u.a. zur (Retro-)Digitalisierung, bei der Langzeitarchivierung und der langfristigen Sicherung des Zugangs zu Forschungsdaten und Kontextinformationen.

Was ist KultSam?

KultSam entwickelt auf der Basis einer breitgefächerten Methodenkompetenz effektive Werkzeuge und innovative Informationsdienste sowohl zur Unterstützung individueller und kollaborativer Spitzenforschung in den Kulturwissenschaften als auch zur digitalen Erschließung, Bewahrung und Vernetzung sammlungsbezogenen Wissens für breite Nutzergruppen. Die konsequent nutzerorientierte Informationsservices werden kooperativ gebündelt, erschlossen und in einer inter- und transdisziplinär ausgerichteten virtuellen Forschungsumgebung präsentiert. 

KultSam schafft ein nationales Kompetenznetzwerk sammlungsbasierter Forschung für eine Vielzahl wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzergruppen. Es soll als nationaler Ansprech- und Kompetenzpartner für international agierende Initiativen und Forschungsverbünde im Bereich des kulturellen Erbes und der Digital Humanities fungieren.

KultSam ist als eine dezentrale Forschungsinfrastruktur konzipiert, die aus vier komplementären Forschungsnetzwerken besteht. Die Kompetenzfelder der Zentren reichen von der Dokumentation und Digitalisierung (München), der Archäometrie, Konservierungs- und Restaurierungsforschung (Bochum) über die Sammlungsnutzung in der forschenden Lehre (Göttingen) bis zu Datenmanagement und Langzeitarchivierung (Karlsruhe).

Zugang und Nutzergruppen

Open Access und in Teilen User Access. KultSam addressiert den Bedarf von drei großen Nutzergruppen:
1. Forschungscommunities im engeren und weiteren Sinne,
2. die universitäre Lehre,
3. gesellschaftliche Akteure (z.B. Denkmalschutz und interessierte Fachöffentlichkeiten).

Partner

Deutsches Museum (DM)

Deutsches Bergbau-Museum (DBM)

Deutsches Schiffahrtsmuseum (DSM)

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Fachinformationsinfrastruktur Karlsruhe

Germanisches Nationalmuseum (GNM)

Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM)

Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit den Mitgliedseinrichtungen: Institut für Museumsforschung Berlin; Rathgen Forschungslabor Berlin; Zedikum Berlin

Georg-August Universität Göttingen

Zeithorizont

2016–2018: Vorlauf- und Planungsphase

2019–2028: Aufbauphase

ab 2029: Betriebsphase

Finanzierung

Aufbauphase: ca. 126 Mio. Euro, davon rund 50 Mio. Euro von den Verbundpartnern aus Eigenmitteln finanziert

Nutzung- und Auslaufphase: 3–4 Mio. Euro pro Jahr

Drittmitteleinwerbungen in der Größenordnung von 10–15 Mio. Euro (gesamt)