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Kontakt

Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
Tel.: 0234 / 58 77 - 0
Fax: 0234 / 58 77 - 111

Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen

Das 1930 gegründete Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) ist das bedeutendste Bergbaumuseum der Welt. Es ist eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Erforscht, bewahrt und vermittelt wird epochenübergreifend die Geschichte der Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von Georessourcen. Zu den forschenden Bereichen gehören: Archäometallurgie, Bergbaugeschichte, Materialkunde, Montanarchäologie und das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok).

Das Haus ist ein Zentrum der Montangeschichtsforschung. Bedingungen und Auswirkungen bergbaulicher Tätigkeit sowie die Umwandlung und Nutzung von Rohstoffen durch den Menschen werden in interdisziplinären Projekten im In- und Ausland beleuchtet.

Forschungen zum vor- und frühgeschichtlichen Montanwesen basieren auf montanarchäologischem Knowhow in Verbindung mit naturwissenschaftlichen Untersuchungen, die im Leibniz-Kompetenzzentrum Archäometrie ausgeführt werden.

Die Betrachtung der mittelalterlichen Gewinnung mineralischer Rohstoffe inklusive Verarbeitung und Handel schließt sich mit intensivem Quellenstudium an die archäologischen Feldforschungen an. Die neuzeitliche Montangeschichte wird in ihren technischen, wirtschaftlichen und sozialgeschichtlichen Auswirkungen erfasst.

Neben der Grundlagenforschung leistet das DBM eine Vielzahl an wissenschaftlichen Dienstleistungen. Das Montanhistorische Dokumentationszentrum umfasst als zentrales historisches Archiv des deutschen Bergbaus das Bergbau-Archiv, die Bibliothek und die Sammlungen. Basierend auf seinen einzigartigen Sammlungsbeständen fungiert das DBM als Ort der Bildung, der Wissenschaftskommunikation und des Wissenstransfers. Seine Quellen und Objekte stehen neben der internen vor allem der externen Forschung zur Verfügung. Entwicklungen zur Dokumentation und Erhaltung von Objekten des kulturellen Erbes bilden den Bereich „Heritage Management“. Die geometrische und semantische Dokumentation erfolgt dabei mit modernen bildgebenden Technologien und rechnergestützten Methoden, die bis zur dreidimensionalen Abbildung des Ist-Zustandes reichen. Materialkundliche Untersuchungen schaffen die Basis zur Entwicklung geeigneter Erhaltungsstrategien und Nutzungskonzepte für das kulturelle Erbe.

Das DBM ist zurzeit ein Haus im Umbau und im Wandel: Mit der 2016 begonnenen Sanierung wird auch die Dauerausstellung des technikhistorischen Museums neu konzipiert. Vier Rundgänge werden ab 2019 den Besucher durch das Haus führen, thematische Schwerpunkte vermitteln dann die Bandbreite des Leibniz-Forschungsmuseums für Georessourcen.

Mit der neuen Ausstellung stellt sich das DBM der Herausforderung, Inhalte und Ergebnisse aus der eigenen Forschung spannend, lehrreich und informativ zu präsentieren und die diversen Zielgruppen mit verschiedenen Vermittlungsangeboten anzusprechen. Ob als interaktives Spiel, multimediale Vermittlungsstation oder Hands-on-Exponat – nachhaltig sollen die Inhalte der Dauerausstellung vermittelt werden. Ein Team aus Kuratoren erarbeitet gemeinsam mit Ausstellungsgestaltern und Museumspädagogen Inhalte, Vermittlungs- und Präsentationsformen für die thematischen Schwerpunkte der neuen Dauerausstellung: Steinkohle, Mensch und Bergbau, Georessourcen sowie Kunst und Kultur.

Vom Fördergerüst aus, dem größten Exponat des Hauses, reicht der Blick weit über das Ruhrgebiet und über die – durch die Zechenlandschaft geprägte – Region. Aus Sicherheitsgründen wird das Fördergerüst ab November 2017 bis voraussichtlich zum Sommer 2018 nicht mehr für Besucher geöffnet sein. Der Zugang ist umbaubedingt nicht mehr sichergestellt. Mit Anschauungsbergwerk und Seilfahrtsimulator bleiben im DBM jedoch für die gesamte Dauer des Umbaus zentrale Elemente des Hauses für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf dem gut 1 km langen untertägigen Streckennetz werden der Alltag unter Tage und die technikhistorische Entwicklung im (Steinkohlen-)Bergbau für den Besucher erlebbar. Und im Ausstellungserweiterungsbau DBM+ werden verschiedene Sonderausstellungen gezeigt.

Leitung

Direktor:
Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff

Administrative Koordination:
Christian Kalinofski-Riem

Öffentlichkeitsarbeit:
Wiebke Büsch