© FLI/Jörg Hempel

Kontakt

Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut
Beutenbergstraße 11
07745 Jena
Tel.: 03641 / 65 60 - 00
Fax: 03641 / 65 63 - 51

Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut

In den entwickelten Industrienationen findet seit Mitte des letzten Jahrhunderts ein dramatischer demographischer Wandel statt, der nahezu zu einer Verdopplung der mittleren Lebenser­wartung geführt hat. Die Kehrseite dieser an sich erfreulichen Entwicklung ist, dass immer mehr Menschen an den biologischen Folgen der Alterung und an der Entwicklung von alternsassozi­ierten Erkrankungen leiden.

Die altersabhängige Verminderung des Organerhalts und der Regenerationsfähigkeit stellen Haup­tursachen der Dysfunktion verschiedener Organsysteme im Alter dar. Gleichzeitig kommt es im Rahmen der Alterung zu einem exponentiellen Anstieg des Krebsrisikos. Von besonderer Bedeutung für beide Prozesse sind die in fast allen Geweben vorkommenden adulten Stammzellen. Die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten für Krebs und Organ­fehlfunktionen im Alter sind äußerst limitiert, da die Ursachen bisher nicht ausreichend verstanden sind.

Das Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) leistet zu diesem medizinischen und gesellschaftsrelevanten Kernproblem einen wesentlichen Beitrag. Der Hauptschwer­punkt des FLI liegt auf der Erforschung von molekularen Mecha­nismen, die im Rahmen der Alterung

  • zum Nachlassen der Regenerationsfähigkeit und des Selbsterhalts von Organen/Geweben führen,
  • zur Entstehung von alternsassoziierten Erkrankungen beitragen,
  • eine erhöhte Rate der Krebsentwicklung verursachen.

Alterskrebs und alternsassoziierte Fehlfunktionen von Organen führen zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Das Hauptziel des FLI ist es, die molekularen Ursachen der Alterung u. a. von Stammzellen und Geweben zu erforschen. Forscher des FLI untersuchen z.B. Modellsysteme der Alterung und Gewebebiopsien, um in Zusammenarbeit mit Biologen, Medizinern und Mathematikern grundlegende humanrelevante Mechanismen der Alterung zu entschlüsseln. Diese Erkenntnisse sollen eine rationale Grundlage bereiten, um molekulare Thera­pien zu entwickeln, die zu einer Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität im Alter führen.

Leitung

Wissenschaftlicher Direktor:
Prof. Dr. Alfred Nordheim

Administrativer Vorstand:
Dr. Daniele Barthel

Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Kerstin Wagner
Magdalena Voll