02.06.2022

Margarethe Koenig-Preis

Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB), Bonn und Hamburg

Ausschreibung des

Margarethe Koenig-Preises

am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB), Museum Koenig Bonn

Der Margarethe-Koenig-Preis ist eine Auszeichnung zur Förderung internationaler weiblicherNachwuchswissenschaftlerinnen kurz nach der Promotion. Er wird als befristete Anstellung vergeben (TV-L E 13), die auf zwölf Monate befristet ist, und soll als „Sprungbrett“ für die weitere wissenschaftliche Karriere dienen. Der Preis kann auch familienfreundlich als Halbtagsbeschäftigung für zwei Jahre genutzt werden. Der Preis steht ab dem 1.2.2023 zur Verfügung.

Der Förderungszeitraum des Margarethe Koenig-Preises soll zur Anfertigung von Publikationen, der Einwerbung von Drittmitteln, sowie der Teilnahme an Tagungen und Workshops genutzt werden. Der Preis umfasst keine Forschungsmittel. Die Preisträgerin wird durch eine Mentorin am Haus begleitet.

Bewerbungsvoraussetzungen:

  • die Promotionsprüfung darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen, wobei eine mögliche Elternzeit nicht zu diesem Zeitraum zählt
  • die Dissertation muss zumindest für das Promotionsverfahren eingereicht sein, die Förderung kann erst nach erfolgreicher Promotionsprüfung erfolgen
  • das Alter der Bewerberin darf nur in Ausnahmefällen 35 Jahre überschreiten
  • die Inhaberin des Preises muss am LIB, Museum Koenig Bonn, arbeiten

Bewerberinnen müssen ein Forschungskonzept für ein Jahr vorlegen. Die Forschung sollte sammlungsbezogen sein, bzw. die am LIB, Museum Koenig Bonn, gebotene Infrastruktur und Labore nutzen (s. Webseite: https://bonn.leibniz-lib.de/de zu Sammlungen der Abteilungen Arthropoda und Vertebrata, der Biobank, des Morphologie- & Molekularlabors, des Biohistoricums, und weiterer Forschungsinfrastrukturen).

Auswahlverfahren:

Die Auswahlkommission besteht aus vier promovierten Wissenschaftlerinnen des LIB, Museum Koenig Bonn, die zwei externe Gutachten berücksichtigen. Die betreuende(n) Person(en) der Dissertation und der innerbetrieblichen Kooperation sind nicht als Mitglied(er) der Auswahlkommission vorgesehen.

Der Preis wird international ausgeschrieben. Bei gleicher Eignung haben Bewerberinnen des LIB, Museum Koenig Bonn und Museum der Natur Hamburg Vorrang.

Bewerbungsunterlagen:

Die auf Deutsch oder Englisch verfasste Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten:

  • Lebenslauf incl. vollständiger Publikationsliste
  • Exemplar der Dissertation (bitte als pdf)
  • Publikationen (soweit vorhanden, maximal 3) als PDF
  • Konzept für ein Forschungsvorhaben am  LIB, Museum Koenig Bonn für den Zeitraum eines Jahres
  • Erklärung, wie der Preis die eigene wissenschaftliche Laufbahn fördern soll
  • Bestätigungsschreiben der gastgebenden Abteilung des Museums über die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes

Es ist nicht möglich, den Preis parallel zu einer bestehenden Anstellung in Anspruch zu nehmen. Bei einer während der Förderung erfolgten Einstellung stoppt die Förderung im darauffolgenden Monat.

Es wird erwartet, dass die Preisträgerin zu Beginn ihr Projekt im Rahmen eines Kolloquiums vorstellt und über den Fortgang ihrer Arbeiten spätestens vor Ablauf der Förderperiode am LIB berichtet.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung ausschließlich digital über unser Bewerbungsportal: https://leibniz-lib.de/karriere/bzw. www.leibniz-lib.de/en/karriere

Aus organisatorischen Gründen werden nur Onlinebewerbungen akzeptiert.

Der Bewerbungsschluss für diesen Preis ist der 31.7.2022.

Fachliche Rückfragen richten Sie bitte an Frau Prof. Heike Wägele (h.waegele(at)leibniz-lib.de).

Hintergrundinformation:

Das Museum Koenig Bonn (früher: Zoologisches Forschungsmuseum Koenig) kann sich in seiner eigenen Geschichte auf eine hervorragende Frau berufen, die, ohne sich je selbst in den Vordergrund gedrängt zu haben, Großes für das Museum, für die Forschungsexpeditionen ihres Mannes und deren Auswertung und damit auch für die Forschung insgesamt, geleistet hat. Margarethe Koenig (geb. Westphal, 1865-1943) stand nach ihrer Heirat mit Alexander Koenig im Jahr 1884 insgesamt 56 Jahre an der Seite ihres Mannes und begleitete ihn auf fast allen seinen ausgedehnten und häufig gefährlichen Forschungsreisen. Sie führte auf den Forschungsreisen sorgfältig Tagebuch und verfasste zahlreiche Schriften über die Reisen, die teilweise aber in den Weltkriegen verloren gingen. Die Leistungen dieser besonderen Frauenpersönlichkeit werden mit dem der Frauenförderung gewidmeten Margarethe Koenig-Preis gewürdigt.

www.leibniz-lib.de