08.01.2020

PostDoc im Projekt »The Short Life of Soviet Yiddish Literature« (m/w/d)

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI), Leipzig

Im Rahmen des Projekts »The Short Life of Soviet Yiddish Literature«, das durch das Förderprogramm »Leibniz-Kooperative Exzellenz« im Leibniz-Wettbewerb gefördert wird, sind insgesamt vier Stellen zum nächstmöglichen Termin zu besetzen. Die Arbeitsorte sind Leipzig, Berlin und Regensburg.

Ausgangspunkt des Vorhabens ist der Geheimprozess gegen führende Mitglieder des Jüdischen Antifaschistischen Komitees. In der so genannten »Nacht der ermordeten Dichter« vom 12. auf den 13. August 1952 wurden mit den Autoren Perets Markish (1895–1952), Dovid Hofshteyn (1889–1952), Itsik Fefer (1900–1952), Leyb Kvitko (1890–1952) und Dovid Bergelson (1884–1952) einige der prominentesten Vertreter der in der Sowjetunion zunächst geförderten, doch seit Ende der 1920er Jahre zunehmend kritisch betrachteten jiddischen Literatur erschossen. Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen eine Kollektivbiografie der fünf Schriftsteller, eine Studie zur modernen jiddischen Literatur in der Sowjetunion, eine Untersuchung der literarischen Auseinandersetzung mit der Gewalt gegen Juden bei Perets Markish und eine Fallstudie über die Welttournee des Jüdischen Antifaschistischen Komitees 1943 entstehen. Darüber hinaus ist eine zweisprachige Edition mit Übersetzungen zentraler Werke der 1952 ermordeten Autoren ins Deutsche geplant.

Beteiligte Institutionen:

Das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) in Leipzig ist eine international ausgerichtete Forschungseinrichtung, die sich der wissenschaftlichen Erforschung der jüdischen Lebenswelten vornehmlich in Mittel- und Osteuropa von der Neuzeit bis zur Gegenwart widmet. Es vertritt diesen Gegenstand in der universitären Lehre und präsentiert die Ergebnisse seiner Forschung in unterschiedlichen Formaten vor einer akademischen und allgemein interessierten Öffentlichkeit.

Das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturwissenschaften (ZfL) in Berlin ist ein geisteswissenschaftliches Institut für die Erforschung von Literatur in interdisziplinären Zusammenhängen und unter kulturwissenschaftlichen Voraussetzungen. Das ZfL hat nicht nur einen weiten Begriff von Literatur, sondern fragt in Gestalt interdisziplinärer Grundlagenforschung nach der Genese verschiedener Literaturkonzepte, ihren künftigen Möglichkeiten sowie nach dem Verhältnis von Literatur und anderen Künsten oder kulturellen Praktiken.

Das Institut für Slavistik an der Universität Regensburg ist das einzige in Deutschland mit einer Professur für slavisch-jüdische Studien. Es vereint Bildung, Forschung und Lehre zu slavischen Sprachen, Literaturen, Kulturen und ihren interdisziplinären Bezügen, ist ein zentrales Profilelement der Universität Regensburg und Mitglied des Leibniz-WissenschaftsCampus »Europa und Amerika in der modernen Welt: Transformationen und Friktionen der Globalisierung in Vergangenheit und Gegenwart«.

Ausgeschriebene Stellen:

Doktorandenstelle am ZfL (w/m/d)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin/PostDoc (w/m/d) an der Universität Regensburg

Doktorandenstelle am Dubnow-Institut (w/m/d)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter/PostDoc (w/m/d) am Dubnow-Institut

Wissenschaftlicher Mitarbeiter/PostDoc (w/m/d) 

Am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig ist eine Stelle i.H.v. 100% zu besetzen.

Ausgehend von der Rekonstruktion des Prozesses gegen das Jüdische Antifaschistische Komitee und der »Nacht der ermordeten Dichter« soll eine problemorientierte Kollektivbiografie der fünf hingerichteten Autoren Markish, Hofshteyn, Fefer, Kvitko und Bergelson verfasst werden. Als Nebenprodukt wird eine (gegebenenfalls im Netz zu veröffentlichende und sukzessive zu ergänzende) Übersicht über relevante Quellen zum Leben und Wirken der ermordeten Autoren erstellt, die die weitere Arbeit auf diesem noch weitgehend unerschlossenen Forschungsfeld befördern soll.

Die Stelle wird im Forschungsressort Politik angesiedelt sein und bei vorhandener Qualifikation mit der Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet. Sie ist vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Drittmittel für die Dauer von drei Jahren befristet. Die Stelle ist vorzugsweise in Vollzeit zu besetzen; eine Teilzeitbeschäftigung ist möglich. Arbeitsort ist Leipzig.

Ihre Aufgaben:

  • Bearbeitung eines Forschungsprojekts zum Thema »Die ermordeten Dichter: Eine Kollektivbiografie« und Erstellung einer Publikation
  • eigenverantwortliche Projektkoordination (u.a. Erstellen einer Übersicht über relevante Quellen), Dokumentation und Überwachung von Projektabläufen und -kosten
  • konstruktive und engagierte Mitarbeit im Gesamtprojekt sowie innerhalb der Forschungsagenda des Instituts (u.a. Teilnahme an den obligatorischen Veranstaltungen des DI)
  • Organisation und Durchführung wissenschaftlicher und öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen

Ihr Profil:

  • abgeschlossene Promotion in einem der für das DI relevanten Fächer, insb. Neuere und Neueste Geschichte, Osteuropäische Geschichte, Judaistik, Jüdische Studien, Kulturwissenschaften
  • verhandlungssichere Englischkenntnisse, Deutschkenntnisse in Wort und Schrift von Vorteil sowie sehr gute Kenntnisse der für den Forschungsgegenstand einschlägigen Fremdsprachen Jiddisch und Russisch; EDV-Kenntnisse (Office) werden vorausgesetzt
  • sehr gute Team- und Kommunikationsfähigkeit

Das DI bietet gute Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren. Qualifizierte Frauen werden nachdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Die von Ihnen im Bewerbungsverfahren mitgeteilten Daten werden vom DI verarbeitet. Das DI nutzt die Daten für die Zwecke des Bewerbungsverfahrens. Eine Weiterleitung der Daten an Dritte erfolgt nicht. Vorstellungskosten werden nicht übernommen.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung einschließlich Motivationsschreiben, Tabellarischen Lebenslauf, Hochschulabschlusszeugnis(se) mit Notenlisten, ggf. Promotionsurkunde, Kopien relevanter Zeugnisse und Beurteilungen, Ideenskizze des Post-Doc-Vorhabens im Umfang von 1­–2 Seiten bis zum 9.2.2020

Per Post: 

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow 

Direktorin Frau Prof. Dr. Yfaat Weiss 

Goldschmidtstraße 28 

04103 Leipzig

Elektronisch an Mandy Fitzpatrick (Personalbeauftragte), bewerbung(at)dubnow.de.

Bewerbungen sollten in einer einzigen PDF-Datei gesendet werden und die Größe von 8 MB nicht überschreiten.

Die Auswahlgespräche werden voraussichtlich am 12./13. März 2020 stattfinden.

Für personalrelevante Rückfragen steht Ihnen Mandy Fitzpatrick, Tel. 0341- 21735-54, fitzpatrick(at)dubnow.de, zur Verfügung.

Aus Kostengründen können die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesendet werden. Diese werden nach zwei Monaten bzw. nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet. Sollten Sie die Rücksendung der Unterlagen wünschen, legen Sie bitte einen ausreichend großen und frankierten Rückumschlag bei.

www.dubnow.de