28.11.2019

Senior Researcher im Bereich Computational Social Science (m/w/d)

Leibniz-Institut für Medienforschung │Hans-Bredow-Institut (HBI), Hamburg

Am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle zu besetzen:

Senior Researcher im Bereich Computational Social Science (m/w/d)

(Entgeltgruppe 14 TV-L)

Das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) in Hamburg ist eines der führenden Institute auf seinem Gebiet in Europa. Das Institut untersucht den Medienwandel und die damit verbundenen strukturellen Veränderungen in der öffentlichen Kommunikation. Es verbindet Grundlagenforschung und Forschung zum Wissenstransfer aus medienübergreifender, interdisziplinärer und unabhängiger wissenschaftlicher Perspektive. Neben der anspruchsvollen wissenschaftlichen Arbeit bietet das Institut regen und regelmäßigen wissenschaftlichen Austausch und fördert seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch interne Weiterbildungsangebote und Einbindung in (inter)nationale Netzwerke.

Von 2020 an will das HBI seine methodologischen Kompetenzen in einem „Media Research Methods Lab“ (MRML) bündeln und ausbauen. Das MRML wird einen besonderen Fokus auf die Verknüpfung etablierter sozialwissenschaftlicher Methoden mit neuartigen computergestützten Verfahren (z.B. automatisierte Inhaltsanalyse/Natural Language Processing, Bilderkennung, Netzwerkanalyse, Logdatenanalyse, Experience Sampling, Machine Learning) legen, was auch Bereiche der Regulierungswissenschaft, wie z.B. Case Law, die Analyse von Textkorpora oder ethisch-rechtliche Komponenten der Datensammlung und Auswertungsverfahren mit einbezieht. Neben der methodologischen Weiterentwicklung stehen der Transfer von Fachwissen innerhalb des Instituts und in die Scientific Community sowie zu weiteren Bezugsgruppen des HBI im Fokus des Labs. Der/die Stelleninhaber*in soll gemeinsam mit Dr. Sascha Hölig das MRML leiten sowie konzeptionell weiterentwickeln.

Was sind Ihre Aufgaben?

  • eigenständige wissenschaftliche Arbeit, insbesondere zu methodologischen Fragen an der Schnittstelle von Computational Social Science und Medienforschung
  • Mitarbeit an interdisziplinären Forschungsprojekten
  • aktives Einwerben von Drittmitteln
  • leitende und koordinierende Aufgaben im Rahmen des „Media Research Methods Lab“
  • Mitwirkung an weiteren institutsinternen Gremien und der Redaktion von „Medien & Kommunikationswissenschaft“

Was müssen Sie mitbringen?

  • abgeschlossene Promotion in Kommunikationswissenschaft, Journalistik, Informatik, Informationswissenschaft, Data Science, Statistik oder einem anderen Fach mit Bezügen zur Computational Social Science
  • nachgewiesene exzellente Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Kommunikations- und Medienforschung sowie der „Computational Social Science“, zum Beispiel in der Entwicklung und Anwendung von:
    • Social Analytics
    • (Social) Network Analysis
    • Natural Language Processing
    • Data Mining, Web Scraping
    • Machine Learning
  • Programmierkenntnisse und -erfahrung in Python, R und/oder C++, davon mindestens eine Programmiersprache auf fortgeschrittenem Arbeitsniveau
  • Erfahrung in der Arbeit mit Cloud Computing (z.B. OpenStack, AWS und/oder Google Cloud), UNIX-basierten Betriebssystemen, relationalen Datenbanken (einschließlich SQL-Kenntnisse) und gängiger Social Media APIs
  • Erfahrung und Begeisterung für wissenschaftliche Arbeit in komplexen, interdisziplinären Teams
  • englische Sprachkenntnisse auf mindestens C1-Niveau und die Bereitschaft, sich mittelfristig entsprechende Deutschkenntnisse anzueignen

Wünschenswert sind zudem das Interesse an Transfer wissenschaftlicher Methoden und Befunde in die Gesellschaft sowie nachgewiesene Erfahrung in eigenständiger Projektakquise und -leitung innerhalb oder außerhalb wissenschaftlicher Einrichtungen.

Anstellung, Vergütung und Sozialleistungen basieren auf dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden, die Stelle ist unter Berücksichtigung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zunächst auf (bis zu) fünf Jahre befristet. Eine anschließende Entfristung ist möglich und angestrebt.

Wir begrüßen ausdrücklich die Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund. Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen und Bewerbern gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistungen.

Das Hans-Bredow-Institut tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in der Forschung an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Kontakt

Für Ihre Fragen steht Ihnen Dr. Sascha Hölig (s.hoelig(at)leibniz-hbi.de) gern zur Verfügung.

Bewerben Sie sich

Ihre Bewerbung mit aussagekräftigem Anschreiben, einem wissenschaftlichen Lebenslauf sowie bis zu fünf (Links zu) Beispielen Ihrer bisherigen Arbeit senden Sie bitte in einer pdf-Datei mit dem Betreff „SW19-11“ bis zum 15.1.2020 per E-Mail an bewerbung(at)leibniz-hbi.de.

Bitte beachten Sie den datenschutzrechtlichen Hinweis, dass wir Ihre Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Besetzung der Stelle verarbeiten und speichern. Wir können Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen gemäß den Regularien des Hamburgischen Reisekostengesetzes erstatten.

www.leibniz-hbi.de