09.01.2023

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) Projekt "Anpassung und Radikalisierung"

Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL), Berlin

Am LEIBNIZ-ZENTRUM FÜR LITERATUR- UND KULTURFORSCHUNG (ZfL) in Berlin ist frühestens ab dem 1.5.2023 befristet auf drei Jahre eine Stelle als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d), Entgeltgruppe 13 TVöD (Bund), 100 %, Teilzeit möglich, im Rahmen des überregionalen Projektvorhabens »Anpassung und Radikalisierung. Dynamiken der Populärkultur(en) im östlichen Europa vor dem Krieg« (»Adjustment and Radicalisation. Dynamics in Popular Culture(s) in Pre-War Eastern Europe«) zu besetzen. Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch.

Das von der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Verbundprojekt geht der Frage nach, wie seit den 1980er Jahren in Osteuropa bestimmte Figuren, populäre Bilder und Narrative des Widerstands längerfristige (und zugleich auch widersprüchliche) Wirkungen entfaltet und zu spezifischen Formen der Anpassung wie zur Radikalisierung bestimmter Gesellschaftskreise beigetragen haben. Das am ZfL angesiedelte PostDoc-Projekt soll in diesem Rahmen Figurationen des Widerstands und der Dissidenz in den spät- und postsowjetischen Populärkulturen in Belarus, sowie in anderen postsowjetischen Ländern wie Ukraine oder Russland untersuchen. Zu diesem Zweck sollen aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Eigendynamiken von Anpassung und Protest sowie die Instrumentalisierung unterschiedlicher kultureller Produkte und Geschichtsbilder (beispielsweise der Figur des Partisanen) und Medien (etwa Literatur, Film, Musik, bildende Kunst, aber auch soziale Medien, Memes, politischer Journalismus, Protestplakate oder Wandmalereien und Graffiti) durch staatliche und nichtstaatliche Akteure analysiert werden.

Ihre Aufgaben

  • Entwicklung und Erforschung eines Projekts zu Figurationen des Widerstands und der Dissidenz in den spät- und postsowjetischen Populärkulturen mit einem besonderen Fokus auf Belarus
  • Unterstützung des Gesamtprojektes und Vertretung der daraus entstehenden Forschungen nach außen
  • Mitarbeit an Konzeption und Organisation von öffentlichen und wissenschaftlichen Veranstaltungen im Projektrahmen
  • engagierte Mitarbeit an Forschungsaktivitäten des Gesamtprojekts sowie des ZfL
  • Es besteht die Möglichkeit, sich durch Arbeiten zum Forschungsvorhaben zu qualifizieren (zweites Buch und/oder Habilitation).

Voraussetzungen:

  • Promotion in einem literatur- oder kulturwissenschaftlichen Fach (Slavistik)
  • Forschungskompetenz und Forschungsinteressen im Bereich Populärkultur(en) im östlichen Europa
  • Kenntnisse der belarussischen, ukrainischen und russischen Kultur und Gesellschaft des 20. und 21. Jahrhunderts
  • Sprachkenntnisse: Deutsch, Englisch, Belarusisch, Russisch; gewünscht: Ukrainisch
  • Bereitschaft zu interdisziplinärer Forschung
  • Erfahrungen in Projektkoordination und Veranstaltungsorganisation
  • Mitarbeit im überregionalen Gesamtprojekt, Teilnahme an den Arbeitstreffen
  • Bereitschaft zur engagierten Mitarbeit am ZfL neben der Projekttätigkeit

Das ZfL bietet Ihnen:

  • ein interdisziplinäres und internationales Forschungsumfeld
  • die Integration in die Forschungsaktivitäten des ZfL
  • regelmäßige Betreuungsgespräche und Gelegenheit zur Projektvorstellung
  • Raum für Eigeninitiative
  • familienfreundliche Arbeitsbedingungen

Die Bewerbung sollte die folgenden Unterlagen enthalten:

  • Anschreiben inklusive Motivationsschreiben
  • Lebenslauf, Zeugnisse, Publikationsliste
  • Zwei aussagekräftige Publikationen (Aufsätze, Buchkapitel oder Kapitel der Dissertation)
  • Skizze eines möglichen Forschungsprojekts (3 bis 5 Seiten)

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung ausschließlich in elektronischer Form und in einem einzigen PDF-Dokument an Dr. Matthias Schwartz (bewerbungen@zfl-berlin.org), Kennung: PostDoc DYNAMICS.

Das ZfL tritt für Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit ein. Es strebt ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis unter den Beschäftigten an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Die Bewerbung auf die Stelle setzt das Einverständnis mit der zweckgebundenen Speicherung/Verarbeitung personenbezogener Daten (Art. 13 DSGVO) zur Bewerberauswahl voraus. Die Auswahlgespräche werden voraussichtlich in der letzten Märzwoche 2023 in Berlin stattfinden.

Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2023.

Im Rahmen des Projekts »Adjustment and Radicalisation. Dynamics in Popular Culture(s) in Pre-War Eastern Europe«, das durch das Programm »Leibniz-Kooperative Exzellenz« im Leibniz-Wettbewerb gefördert wird, sind insgesamt vier Stellen zum nächstmöglichen Termin zu besetzen:

  • PostDoc am ZfL
  • PostDoc an der Universität Potsdam(Ausschreibung erfolgt demnächst hier)
  • Promotion am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa in Leipzig (GWZO)(Ausschreibung erfolgt demnächst hier)
  • Promotion am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) (Ausschreibung erfolgt demnächst hier)