26.04.2022

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (*gn)

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ist in der Sektion Meereschemie zum 1.7.2022 eine befristete Teilzeitstelle (30 Stunden/Woche), für einen Zeitraum von drei Jahren, einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiters/in

(Doktorand/in) (*gn)

im DFG-Projekt „PlumeBaSe - Schiffsemissionen und ihr Eintrag ins Meer” zu besetzen. Die Vergütung richtet sich nach EG 13 TV-L (75% einer Vollzeitstelle).

Das IOW ist ein unabhängiges Forschungsinstitut der Leibniz Gemeinschaft, dessen Forschungsschwerpunkt auf Küsten- und Randmeeren, insbesondere der Ostsee, liegt. Die Mitarbeitenden der vier Sektionen (Physikalische Ozeanographie und Messtechnik, Meereschemie, Biologische Meereskunde und Marine Geologie) arbeiten interdisziplinär im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprogramms.

Projekt- und Stellenbeschreibung

Der zunehmende weltweite Warentransport auf dem Wasserweg führt zur erhöhten Belastung der marinen Ökosysteme. Emissionen großer Schiffe umfassen hohe Mengen organischen Schadstoffen, die über die Atmosphäre schließlich in die Wassersäule eingetragen werden. Wenig untersucht ist jedoch der Beitrag der Deposition von Aerosolen aus Schiffsabgasen zur Schadstoffbelastung des Meeres. Insbesondere gibt es kaum Erkenntnisse zur Alterung organischer Schadstoffe aus Schiffsabgasen im atmosphärischen Transport und in der Wassersäule. Hier können Transformationen auf molekularer Ebene durch UV-Strahlung und reaktive Sauerstoffspezies die Zusammensetzung, und damit den weiteren Weg in der Umwelt, maßgeblich beeinflussen.

“PlumeBaSe” ist ein trilaterales Projekt zwischen dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW, Deutschland), der Universität Rostock (Deutschland, Alterungsprozesse der Aerosole in der Atmosphäre) und der Karls-Universität Prag (Tschechische Republik, Aerosolphysik und Transport).

Gezielte schiffsbasierte Probennahmen entlang der Hauptwasserstraßen der Ostsee werden in Kollaboration mit allen Projektpartnern durchgeführt. Der Schwerpunkt der Forschung am IOW im Rahmen der angebotenen Stelle liegt auf der Deposition der Aerosole in der Ostsee sowie ihrer weiteren Alterung und dem Transport in der Wassersäule. Der Fokus liegt auf der molekularen Charakterisierung anhand gerichteter und ungerichteter chemisch analytischer Methoden. Unterschiedliche Massenspektrometrische Methoden für Wasser- und Sedimentproben, einschließlich GC- und HPLC-Massenspektrometrie (z.B. PAK, black carbon), GC-IRMS, und FT-ICR-MS werden für Feld- und Inkubationsproben zum Einsatz kommen.

Vorbereitung und Durchführung von Feldstudien sowie Laborexperimente, Probenaufarbeitung und Analyse, computergestützte Datenauswertung, sowie Publikation der wissenschaftlichen Ergebnisse sind mit der Stelle verbunden. Kollaborationen innerhalb Deutschlands und international sind Teil des Projekts, ein Forschungsaufenthalt in einem fremden Labor wird unterstützt.

Voraussetzungen:

Die sich bewerbende Person benötigt ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom- bzw. Master-Abschluss) der Analytischen Chemie, Chemischen Ozeanographie, Erdsystemwissenschaften, oder verwandter Bereiche. Die Befähigung und Bereitschaft zur Teilnahme an schiffsbasierten Probennahmen werden vorausgesetzt. Erfahrungen mit relevanten Methoden der Probenaufarbeitung und Analytik sind von Vorteil. Detailorientierte Laborarbeit, gute Englischkenntnisse, ein hoher Grad an Selbständigkeit sowie ausgeprägte Teamfähigkeit sind wünschenswert. Da im Projekt Atmosphären- und Meeresforscher eng zusammenarbeiten, hat interdisziplinäres Arbeiten einen hohen Stellenwert. Eine hohe Befähigung für experimentelle Arbeiten, integrierte Datenanalyse und wissenschaftliches Schreiben sind notwendig, um die anvisierte Promotion erfolgreich in drei Jahren abzuschließen.

Bewerbende werden gebeten, ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen mit

  • Anschreiben, mit Angabe von relevanten Erfahrungen und Motivation (max. 1 Seite)
  • Lebenslauf, mit Angabe von 2 Referenzpersonen (max. 2 Seiten)
  • Zeugnissen
  • einen selbst verfassten wissenschaftlichen Text (z.B. Masterarbeit, Manuskript, Publikation)

unter Angabe des Kennwortes CHE-01/2022 bis zum 29. Mai 2022 zu senden an bewerbung.chemie(at)io-warnemuende.de (als gebündelte PDF-Datei) oder per Brief an Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde Personalabteilung, Seestraße 15, 18119 Warnemünde.

Die Bewerbungsgespräche sind für Mitte Juni 2022 geplant.

Die Befristung erfolgt zur wissenschaftlichen Qualifizierung (§ 2 Abs. 1 WissZeitVG).

Bewerbungen von Menschen mit Beeinträchtigungen werden bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie bereits im Bewerbungsschreiben auf die Behinderung/Gleichstellung hin und fügen Sie eine Kopie des Behindertenausweises bei.

Die Stellenausschreibung richtet sich an alle Personen unabhängig von ihrem Geschlecht (*geschlechtsneutral). Das IOW fördert die Gleichstellung von Männern und Frauen und wurde dafür in 2019 zum dritten Mal in Folge mit dem Total Equality Prädikat (TEQ) ausgezeichnet. Ein Überblick über unsere Maßnahmen zur Gleichstellung und zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist unter http://www.io-warnemuende.de/gleichstellung.html zu finden. Die Bewerbung von Frauen wird besonders begrüßt.

Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung bietet einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe der Ostsee. Interdisziplinäre Forschungsthemen rund um das Ökosystem Ostsee, breite wissenschaftliche und technische Expertise in physikalischer, chemischer und biologischer Ozeanographie, mariner Geologie und Messtechnik sowie sehr gute Infrastruktur und moderne Ausstattung bilden den Rahmen für beste Forschungsbedingungen.

Bewerbungs- und Reisekosten können leider nicht übernommen werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Helena Osterholz,helena.osterholz(at)io-warnemuende.de oder informieren Sie sich unter www.io-warnemuende.de.