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Caroline von Humboldt-Preis für Natascha Mehler

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) zeichnet die historische Archäologin PD Dr. Natascha Mehler (Foto) mit dem Caroline von Humboldt-Preis aus. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Auswahlkommission war ihre kreative interdisziplinäre Forschung, die Ansätze und Methoden der Archäologie, Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte sowie Sozial- und Kulturanthropologie miteinander verknüpft. Die Preisträgerin ist Nachwuchsgruppenleiterin des im Leibniz-Wettbewerb geförderten Projekts „Zwischen Nordsee und Nordmeer - Interdisziplinäre Studien zur Hanse” am Deutschen Schiffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für deutsche Schifffahrtsgeschichte in Bremerhaven. Das Forschungsprojekt untersucht die ökonomischen und kulturellen Beziehungen von Hamburg und Bremen mit den nordatlantischen Inseln Island, Färöer und Shetland im Zeitraum von 1400 bis 1700.

Der mit 15.000 € dotierte Caroline von Humboldt-Preis wird jährlich an eine exzellente Postdoktorandin aus dem In- oder Ausland vergeben. 2010 erstmals ausgeschrieben, ist er einer der höchstdotierten Preise seiner Art in Deutschland. Mit dem Preisgeld soll der Preisträgerin die Durchführung eines Forschungsprojekts im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an der Humboldt-Universität ermöglicht werden.

Caroline von Humboldt-Professur für Leibniz-Senatorin

Die Caroline von Humboldt-Professur geht in diesem Jahr an die Geographin und Senatorin der Leibniz-Gemeinschaft Prof.in Dr. Ilse Helbrecht. Die renommierte Namensprofessur ist mit einer Projektförderung von 80.000 € verbunden und wird bereits zum sechsten Mal vergeben. Die diesjährige Preisträgerin ist Professorin für Kultur- und Sozialgeographie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Leiterin des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den kulturellen und sozialen Möglichkeitsbedingungen gelungener Urbanität. Sie interessiert sich besonders für Formen des Zusammenlebens in Städten und Stadtteilen, die Gestaltung öffentlicher Räume und Plätze als lebendige Begegnungsorte und die Rolle der Wissensökonomie als Motor neuer Prozesse der Stadtentwicklung. In ihrer Forschung verbindet Frau Helbrecht geographische, soziologische und ethnographische Arbeitsmethoden und arbeitet eng mit Wissenschaftler_innen aus der Stadtsoziologie und europäischen Ethnologie zusammen.

Ziel der Caroline von Humboldt-Professur ist es, hervorragende Professorinnen der Humboldt-Universität noch sichtbarer zu machen und ihre Arbeit zu unterstützen. Die Vergabe der Caroline von Humboldt-Professur richtet sich an exzellente Professorinnen aller Disziplinen der HU, die sich durch ihr internationales Renommee, die Relevanz ihrer Forschungsergebnisse über das eigene Fachgebiet hinaus und ihre herausragende Publikationstätigkeit auszeichnen. Bisherige Preisträgerinnen waren Prof.in Dr. Susanne Baer, Prof.in Dr. Claudia Draxl, Prof.in Dr. Gabriele Metzler, Prof.in Dr. Edda Klipp und Prof.in Dr. Iris Därmann.

Der öffentliche Festakt zur Würdigung beider Preisträgerinnen findet am 23. Februar 2018 um 18 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt.