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Ein Gemälde für den Artenschutz

27. September 2017 Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Weltweit gibt es nur noch drei Nördliche Breitmaulnashörner. Forscher wollen die Art durch künstliche Befruchtung retten — und laden zu einer Kunstauktion ein.


Bild: Anton Molnár: „Frieden und Liebe für das Nashorn“

Am 5.Oktober 2017, um 16.00 Uhr lädt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), der Zoologische Garten Berlin und der Dvůr Králové Zoo zu einer Artenschutzauktion in das Hotel Kempinski Adlon Berlin ein.

Jeder, der einen Beitrag leisten möchte ist herzlich willkommen, Anmeldungen werden unter seet(at)izw-berlin.de entgegengenommen (www.izw-berlin.de/Auktion.html).

Weltweit gibt es nur noch drei Individuen des Nördlichen Breitmaulnashorns. Wilderei und Zerstörung ihres Lebensraums haben diese Nashornart fast komplett ausgerottet. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wird Ende des Jahres nach Kenia reisen und einen Rettungsversuch unternehmen. Ziel ist es, den letzten beiden unfruchtbaren Weibchen in einem komplexen Verfahren Eizellen zu entnehmen. Diese sollen dann mit zuvor gewonnenen Spermien, die schon lange im flüssigen Stickstoff lagern, vereint werden. Die so gewonnenen Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns werden in einem weiteren Schritt in Weibchen des Südlichen Breitmaulnashorns eingesetzt. Die Wissenschaftler hoffen, auf diesem Weg ausreichend Jungtiere des Nördlichen Breitmaulnashorns zu gewinnen.

Der bekannte ungarische Künstler Anton Molnár war von dem Schicksal der Nördlichen Breitmaulnashörner sehr ergriffen. Um den Rettungseinsatz zu unterstützen, hat er ein 1,5 x 1,5 Meter großes Ölgemälde gemalt, das er den Forschern für eine Versteigerung zur Verfügung stellt. Das zu versteigernde Gemälde zeigt Nabiré, eines der letzten Weibchen der Nördlichen Breitmaulnashörner, welches 2015 in Europa verstarb.

Auf der Auktion wird auch ein 3D-Druck eines Nashornschädels versteigert, hergestellt im 3D- Forschungslabor der Technischen Universität Berlin. „Im wissenschaftlichen Rahmenprogramm zeigen wir, welche technischen und methodischen Möglichkeiten die heutige Forschung im Artenschutz hat“, erklärt Prof. Dr. Thomas Hildebrandt, Abteilungsleiter Reproduktionsmanagement am Leibniz-IZW.

Die Veranstaltung wir von der Moderatorin Nina Runge und dem Direktor des Zoo Berlin Dr. Andreas Knieriem moderiert.

Veranstaltungsinformationen

Charity- Auktion zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns
Donnerstag, den 5. Oktober 2017, 16.00 Uhr
im Hotel Adlon Kempinski Berlin
Unter den Linden 77, 10117 Berlin
Organisiert vom Leibniz-IZW, Zoo Berlin und Dvůr Králové Zoo

Anmeldung unter seet(at)izw-berlin.de

Informationen zur Auktion

www.izw-berlin.de/Auktion.html

Kontakt

Steven Seet
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)
Tel.: + 49 – (0)30 - 51 68 – 125
seet(at)izw-berlin.de

www.izw-berlin.de