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Und nun zum Wetter.

29. September 2017 Deutsches Museum

Wolkenbilder von Gerhard Richter, Wettergötter, historische Thermometer — eine neue Ausstellung widmet sich der Wetterkultur und bringt dafür Kunst, Technik und Wissenschaft zusammen.


Foto: Frank Baudy

„Wetterbericht. Über Wetterkultur und Klimawissenschaft“
Gemeinsame Ausstellung der Bundeskunsthalle in Bonn und des Deutschen Museums

7. Oktober 2017 bis 4. März 2018

Alle Wetter! So viele Facetten eines Themas gab es selten an einem Ort zu sehen, wie ab dem 7. Oktober in der Bonner Bundeskunsthalle: historische Thermometer, Wettergötter aus aller Welt, Fußballschuhe, die das Wunder von Bern möglich machten, die berühmten Magdeburger Halbkugeln oder Wolkenbilder von Gerhard Richter und John Constable. Bei all diesen Exponaten gibt es einen Bezug zum Wetter. Und alle tragen dazu bei, kulturelle und naturwissenschaftliche Phänomene hochpoetisch zu erklären – in der Ausstellung „Wetterbericht. Über Wetterkultur und Klimawissenschaft“. Das gemeinsame Projekt von Bundeskunsthalle und Deutschem Museum wählt einen erfrischend interdisziplinären Zugang.

Was die Ausstellung so einmalig macht, ist ihre perspektivische Vielfalt: In zwölf Themenräumen wird auf 1500 Quadratmetern in einem Tageslauf von der Morgendämmerung über Sonne, Luft und Meer am Vormittag, Nebel, Wolken, Regen und Wind am Nachmittag bis hin zu Sturm, Gewitter, Schnee und Eis am Abend erzählt.

Mit einem immensen Aufwand hat das Bonner Kuratorenteam – Stephan Andreae, freier Kurator, Ralph Burmester und Andrea Niehaus vom Deutschen Museum Bonn, und Henriette Pleiger, Ausstellungskuratorin der Bundeskunsthalle, die Exponate zusammengetragen. Mehr als 100 Leihgeber haben rund 400 Objekte zur Ausstellung beigesteuert. Das Deutsche Museum in München schickt zum Beispiel für die Ausstellung erstmals seine Magdeburger Halbkugeln von Otto von Guericke auf Reisen. Jene Halbkugeln, die 16 Pferde nicht auseinanderziehen konnten, nachdem die Luft aus ihnen herausgepumpt worden war: ein Meisterwerk zum Thema Luftdruck.

An Meisterwerken herrscht in der Bonner Ausstellung generell kein Mangel: Werke von Künstlern wie Hendrick Avercamp, William Turner, Otto Modersohn oder Salomon van Ruisdael sind ebenso zu sehen wie die Arbeiten herausragender Naturwissenschaftler wie Daniel Fahrenheit, Luke Howard oder Alfred Wegener.

Wolfgang M. Heckl, der Generaldirektor des Deutschen Museums, lobt die Ausstellung sehr: „Sie ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft funktionieren, ja mehr noch: zutiefst beeindrucken kann. Beides, Kunst wie Naturwissenschaft und Technik, gehören zu den Grundfesten unserer Kultur, und ihr Zusammenspiel hat die Macht, uns völlig neue Perspektiven zu zeigen.“

Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle, betont: »Als international agierende Bundeskunsthalle sind wir stolz, Teil des kulturellen Programms der nächsten Klimakonferenz COP 23 in Bonn zu sein. Unsere Ausstellung vermittelt anschaulich Künstlerisches und Wissenschaftliches, möchte darüber hinaus Besucher emotional und ästhetisch ansprechen, um ein Bewusstsein für die Schönheit der Wetterphänomene einerseits und ihrer essenziellen Wichtigkeit für unser alltägliches Leben andererseits zu wecken.«

Und für ein paar echte Kracher ist auch gesorgt. Sehr stolz sind die Ausstellungsmacher auf eine Installation, die an die berühmte Hochspannungsanlage des Deutschen Museums München erinnert. Eine Tesla-Spule und Handschuhe aus Metallgeflecht sorgen dafür, dass Besucher in der Ausstellung buchstäblich einem Blitz die Hand geben können. Zu den Highlights gehört auch ein großer Projektionsglobus, der alle Wetterfaktoren von Wolkenbildung bis zum Sonnenlicht für die Besucher transparent machen kann. Insgesamt beschreibt Burmester die Ausstellung als „einzigartige Reise in die Geschichte und Gegenwart der Meteorologie, die auch den Klimawandel erlebbar macht. Und die keinen Besucher unberührt zurücklässt.“

Die Ausstellung ist vom 7. Oktober 2017 bis 4. März 2018 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen. Sie ist eine Kooperation der Bundeskunsthalle und des Deutschen Museums in Zusammenarbeit mit der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) und dem Deutschen Wetterdienst. Sie ist Teil des kulturellen Programms der UN-Klimakonferenz in Bonn vom 6. bis 17. November 2017.

Kontakt

Gerrit Faust
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Museum
Tel.: +49 / (0)89 / 21 79 – 281
g.faust(at)deutsches-museum.de  

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