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Aus der DFA wird LSB

Systembiologie für gesunde Lebensmittel

Mit einem neuen thematischen Fokus hat heute in Freising das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leibniz-LSB) seine Arbeit aufgenommen. Es geht aus der seit 1918 bestehenden Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA) hervor. Neuer Leiter ist der Lebensmittelchemiker Thomas Hofmann, der zugleich Professor und Vizepräsident der TU München ist.

Das Institut will erstmals Prinzipien der Systembiologie nutzen, um eine nachhaltige Lebensmittelproduktion anzusteuern und gleichzeitig die Lebensmittelqualität im Sinne personalisierter Ernährungskonzepte zu verbessern, so die Pläne des neuen Institutsleiters. In der Lebensmittelsystembiologie treffen sich interdisziplinär die Lehr- und Forschungslinien von Chemie, Biologie, Biophysik und Bioinformatik.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hob besonders die zukunftsweisende Kooperation des Leibniz-Instituts mit der Technischen Universität München hervor. Diese sei in dieser Form einzigartig und werde den Forschungsleuchtturm Weihenstephan weiter stärken, so die Ministerin.

Leibniz-Präsident Matthias Kleiner betonte: „Die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln für eine gesunde Ernährung ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit und deshalb eines der Schwerpunktthemen der Leibniz-Gemeinschaft. Auf diesem komplexen Gebiet ist nur ein kooperativer, interdisziplinärer Forschungsansatz erfolgversprechend, der sich in der neuen Struktur des Leibniz-LSB und seiner engen Verzahnung mit der TU München hervorragend abbildet. Ich bin sicher, dass das Leibniz-LSB durch seinen neuen Ansatz gemeinsam mit den Partnern im Leibniz-Forschungsverbund „Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunde Ernährung“ wegweisende Erkenntnisse erzielen wird, die unserer Gesellschaft unmittelbar zugute kommen.“

Das Leibniz-LSB wird wie die bisherige DFA als Institut der Leibniz-Gemeinschaft auf Grundlage von Artikel 91b des Grundgesetzes gemeinsam vom Bund und der Gemeinschaft aller Länder gefördert. Innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft ist es Mitglied der wissenschaftlichen Sektion C – Lebenswissenschaften.