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Familie im Wandel

Jutta Allmendinger trifft Necla Kelek

06.09.2017, Geschäftsstelle Berlin

Familien sollen ihr Leben frei nach den eigenen Vorstellungen gestalten können. Ziel »guter Familienpolitik« — so definiert es das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend — sei es, sie dabei zu unterstützen. Dafür brauchen Familien vor allem Zeit für Kinder und Beruf, finanzielle Stabilität und eine gute Kinderbetreuung. Mit welchen Instrumenten können diese Voraussetzungen am besten erfüllt werden? Und: Wer soll eigentlich ganz konkret gefördert werden, wenn von »Familienförderung« die Rede ist — auf welchem Familienbild fußt sie? Darüber diskutierten Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB, Leibniz-Institut) und Necla Kelek, Sozialwissenschaftlerin und Publizistin am 06.09.2017 in Berlin. Es moderierte Gerhard Schröder, Redakteur des Deutschlandradios.

Jutta Allmendinger ist Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. In ihrem 2011 erschienenen Buch »Verschenkte Potentiale« zu den Lebensverläufen nicht-erwerbstätiger Frauen stellte sie fest, dass Kinder »in Deutschland nach wie vor ein Risiko für das Berufsleben von Frauen« seien.

Necla Kelek ist als Sozialwissenschaftlerin und Publizistin tätig. Geboren in Istanbul, kam sie im Alter von zehn Jahren nach Deutschland. In Hamburg und Greifswald studierte sie Soziologie und Volkswirtschaft. Mit Publikationen wie »Die fremde Braut« oder »Die verlorenen Söhne« setzt sie sich vor allem mit der muslimischen Perspektive auf das Thema Familie auseinander. Sie ist überzeugt, dass das Islamische Konzept von Familie Integration verhindert.

Fotos: David Ausserhofer

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