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Wissen für alle. Leibniz-Gemeinschaft fördert Bücher im Open Access

22. Januar 2019 | Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft unterstützt als erste außeruniversitäre Forschungsorganisation in Deutschland das wissenschaftliche Buch mit einem Open-Access-Publikationsfonds. Geförderte Bücher sind somit ab Veröffentlichung sofort und kostenfrei für Forschung und Gesellschaft auf dem „goldenen“ Weg des Open Access elektronisch verfügbar.


Das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft hat einen entsprechenden Publikationsfonds bewilligt. Mit Beginn dieses Jahres werden für die Dauer von zwei Jahren Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Monografien, Sammelwerken und darin enthaltenen Beiträgen im Open Access finanziell unterstützt. Im Sinne ihrer Open-Access-Policy fördert die Leibniz-Gemeinschaft zukunftsweisend den seit langem diskutierten und politisch geforderten Wandel der Publikationskultur des Buches. Bislang wurden beim Open-Access-Publizieren vorrangig Beiträge in Online-Zeitschriften finanziert. Nun wird eine Förderlücke geschlossen: Mit dem neuen Publikationsfonds für Monografien wird jetzt auch eine wissenschaftliche Kommunikationsform gefördert, in der Open Access bislang weniger verbreitet ist.

Der neue Fonds sieht eine Anschubfinanzierung für die Open-Access-Publikation von wissenschaftlichen Büchern vor. Die Mittel dafür werden aus dem Strategiefonds der Leibniz-Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Der Publikationsfonds richtet sich an alle 95 Leibniz-Institute und -Forschungsmuseen und trägt in besonderer Weise den in der Leibniz-Gemeinschaft vorhandenen, unterschiedlichen Wissenschaftstraditionen und Publikationskulturen Rechnung. Mit diesem Fonds werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft darin unterstützt, Open Access bei geplanten Buchveröffentlichungen zu erproben. Damit wird der freie Zugang zu wissenschaftlichem Wissen in einer Publikationsform ermöglicht, für die bislang meist noch dem Druck der Vorzug gegeben wird.

Die Förderung erfolgt im Rahmen eines Pilotprojektes, in dem unter der Federführung des (Leibniz-)Instituts für Deutsche Sprache insgesamt sieben Leibniz-Einrichtungen kooperieren: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung   Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen, DIPF   Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Germanisches Nationalmuseum – Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte, Institut für Zeitgeschichte München   Berlin, TIB   Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und ZBW   Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.

Die Kriterien für die Mittelvergabe wurden in Anlehnung an anerkannte Qualitätskriterien für Open-Access-Publikationen entwickelt. Im Rahmen des Pilotprojektes werden die neu festgelegten Bewilligungskriterien für Open-Access-Monografien kontinuierlich evaluiert und gemeinsam weiterentwickelt. Zudem ermöglicht es der Publikationsfonds, einen Überblick über sich entwickelnde Geschäftsmodelle und geplante Open-Access-Publikationen von Instituten in der Leibniz-Gemeinschaft zu bekommen.

Weitere Informationen zum Publikationsfonds für Open-Access-Monografien finden Sie unter www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/open-science/open-access-publikationsfonds/publikationsfonds-fuer-monografien/

Mehr zum Thema Open Access in der Leibniz-Gemeinschaft:

www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/open-science/open-access/

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Mirjam Kaplow
Tel.: 030 / 20 60 49 - 42
Mobil: 0172 8433549
kaplow(at)leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort(at)leibniz-gemeinschaft.de

Fachlicher Ansprechpartner für Open Access in der Leibniz-Geschäftsstelle:

Dr. Julian Bauer
Tel.: 030 / 20 60 49 – 53
bauer(at)leibniz-gemeinschaft.de