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Wissenschaftlicher Mitarbeiter/in (gn*)

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Stellenangebot vom 15.03.2019

Am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ist in der Sektion Physikalische Ozeanographie und Messtechnik zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Tenure-Track Vollzeitstelle (40h/Woche) eines/r

Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in (gn*)

zu besetzen. Sofern möglich erfolgt die Stellenbesetzung zunächst befristet für max. drei Jahre. Danach gibt es bei entsprechender Bewährung die Option einer Entfristung. Die Vergütung richtet sich nach dem TV-L EG 13. Die Position kann auch in Teilzeit mit mindestens 30 Arbeitsstunden pro Woche besetzt werden.

Aufgabenstellung

Der/Die Stelleninhaber/in wird in enger Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftler/innen ein regionales Klima-Systemmodell1 für die Ostseeregion entwickeln und für Langzeitstudien nutzen. Es soll insbesondere untersucht werden, wie sich die physikalischen Bedingungen und das Ökosystem in Küsten- und Randmeeren wie der Ostsee und alle darin ablaufenden Prozesse im Laufe von Jahrzehnten bis Jahrtausenden verändert haben. Auf Basis der Informationen über vergangene Langzeitveränderungen aus Proxi- und Langzeitdaten und Modellberechnungen sollen dann mit Hilfe des regionalen Klima-Systemmodells Szenarioberechnungen für die Zukunft der Ostsee und vergleichbarer Ökosysteme gemacht werden. Dabei steht besonders die Frage im Fokus, wie Küsten- und Randmeere auf den Klimawandel und andere menschliche Einflüsse wie z.B. die Überdüngung mit Nährstoffen reagieren.

Der/Die Stelleninhaber/in soll zur Entwicklung des physikalischen Teils des regionalen Klimamodells am IOW beitragen und Modelläufe selbstständig ausführen und auswerten. Der Fokus liegt auf der Analyse von klimarelevanten Prozessen und ihrer Bedeutung für das regionale Klimasystem. Desweiteren sollen der Einfluss der großskaligen Zirkulation der Atmosphäre auf die Schichtung und Zirkulation der Ostsee studiert und Analysen zur Klimavariabilität in der Ostseeregion durchgeführt werden. Diese Langzeitstudien schließen die Analyse unterschiedlicher Klimazustände der letzten 8000 Jahre und den Vergleich mit Proxydaten ein. Außerdem sollen Ensemblestudien zur Unsicherheitsabschätzung von Projektionen mit gekoppelten Modellen durchgeführt werden.
1 Ein Klima-Systemmodell ist ein gekoppeltes Atmosphäre-Meereis-Ozean-Landoberfläche Modell, in dem biogeochemische Prozesse in allen Teilen des Erdsystems berücksichtigt werden.

Voraussetzungen

Vorausgesetzt wird eine Promotion (Promotionsnote magna oder summa cum laude) im Fach Meteorologie, Ozeanographie oder einer verwandten natur- oder geowissenschaftlichen Disziplin mit ausgeprägten physikalisch-mathematischen Komponenten. Erwartet werden selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten und eine angemessene Anzahl an Publikationen, Erfahrung in der Anwendung und Entwicklung von numerischen globalen oder regionalen Klimamodellen, gute Kenntnisse über das globale Klimasystem und über physikalische Prozesse im Ozean, der Atmosphäre und im Meereis , über die Variabilität des Klimas in der Ostseeregion, und über regionale und globale Klimaprojektionen. Zusätzlich sind Kenntnisse über biogeochemische Kreisläufe auf globaler und regionaler Skala wünschenswert.

Erfahrungen in der Anwendung von Großrechnern, Linux/Unix und Fortran und in der Visualisierung und wissenschaftlichen Auswertung von großen Datenmengen (z.B. mit Programmen wie Matlab, IDL, Phyton, R) werden vorausgesetzt.

Teamfähigkeit sowie gute bis sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache sind für die internationale Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern unerlässlich.

Bewerber/innen werden gebeten, ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Kopien der Zeugnisse, Beschreibung relevanter Tätigkeiten und Erfahrungen, Liste der Publikationen, Skizze einer möglichen wissenschaftlichen Perspektive und mindestens drei Referenzen) unter Angabe des Kennwortes Phy-03/2019 bis zum 14. April 2019 zu schicken an bewerbung.physik(at)io-warnemuende.de oder

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Personalabteilung, Seestraße 15, 18119 Rostock.

Sofern die Möglichkeit besteht, erfolgt die Befristung zur wissenschaftlichen Qualifizierung (§ 2 Abs. 1 WissZeitVG).

Bewerbungen Schwerbehinderter werden bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie bereits im Bewerbungsschreiben auf die Behinderung/Gleichstellung hin und fügen Sie eine Kopie des Behindertenausweises bei.

Die Stellenausschreibung richtet sich an alle Personen unabhängig von ihrem Geschlecht (*geschlechtsneutral). Das IOW fördert die Gleichstellung von Männern und Frauen und wurde dafür 2013 und 2016 mit dem Total Equality Prädikat (TEQ) ausgezeichnet. Ein Überblick über unsere Maßnahmen zur Gleichstellung und zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist zu finden unter http://www.io-warnemuende.de/gleichstellung.html.

Die Bewerbung von Wissenschaftlerinnen wird besonders begrüßt und bei gleichwertiger Qualifikation und Eignung bevorzugt behandelt, da die zu besetzende Stelle zu einer Struktureinheit gehört, in der Frauen unterrepräsentiert sind.

Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung bietet einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe der Ostsee. Interdisziplinäre Forschungsthemen rund um das Ökosystem Ostsee, breite wissenschaftliche und technische Expertise in physikalischer, chemischer und biologischer Ozeanographie, mariner Geologie und Messtechnik sowie sehr gute Infrastruktur und moderne Ausstattung bilden den Rahmen für beste Forschungsbedingungen. Unser Eltern-Kind-Büro, ausgestattet mit PC und Spielsachen, ermöglicht es Eltern ihre Kinder für kürzere Zeiträume ins IOW mitzubringen.

Bewerbungs- und Reisekosten können leider nicht übernommen werden.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich am 15.5.2019 in Warnemünde stattfinden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Markus Meier, email: markus.meier(at)io-warnemuende.de.

Oder informieren Sie sich unter www.io-warnemuende.de.

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