Der mit 50.000 Euro dotierte Leibniz-Gründungspreis wird zum sechsten Mal für Gründungsvorhaben vergeben, die sich durch besondere Leistungen bei der Entwicklung von innovativen und tragfähigen Geschäftsideen und beim Aufbau neuer Unternehmen auszeichnen. Durch die Preisvergabe sollen Gründungsvorhaben aus Leibniz-Einrichtungen unterstützt und die Leistungen der Wissenschaft für die Allgemeinheit sichtbar werden.

Die Nominierten des Leibniz-Gründungspreises 2020

  1. Better Basics Laborbedarf — SmartRack©

    Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF)

    Die Better Basics Laborbedarf GmbH hat ein modulares Ordnungssystem für Labore entwickelt, in dem Laborzubehör und Laborglasgeräte (zwischen)gelagert werden können und bedient sich dazu neuartiger Materialien und des 3D-Druckes als innovativem Fertigungsverfahren. Das SmartRack© ist gegenüber bestehenden Lösungen durch seine Individualisierbarkeit, Einhandbedienbarkeit, Übersichtlichkeit, Flexibilität, Platzersparnis und den Kippschutz überlegen. Better Basics Laborbedarf wird die Organisation von Laborarbeitsplätzen und die Durchführung grundlegender Laborarbeiten nachhaltig verbessern, mit dem Ziel die Arbeitssicherheit und die Arbeitseffizienz zu erhöhen.

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  2. Gouna — Gesundheitstracker für Rinder

    Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB)

    Gouna GmbH entwickelt modular aufbauende Produkt- und Servicegruppen für ein ganzheitliches, sensorgestütztes Gesundheitsmonitoring in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung, um damit das Tierwohl und demzufolge das Herdenmanagement sowie die Wirtschaftlichkeit des Betriebes nachhaltig zu verbessern. Erstes Produkt ist der „Go-Clip“, ein Sensor, der mittels einer Halterung mobil in der Nasengegend angebracht wird und das Atem,- Wiederkau- sowie das Fress-, Liege- und Stehverhalten der Tiere überwacht. Über ein mobiles Empfangsgerät kann der Tierhalter die Gesundheitsparameter seiner Herde jederzeit abrufen und ist über das Warnsystem stets über Stress und krankhafte Veränderungen der Tiere informiert.

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  3. INNOCISE — Precise Handling Solutions

    Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM)

    Greifen mit einem radikal neuen Prinzip: die Gecomer®Technologie ist die Nachahmung eines Phänomens aus der Natur. Sie erlaubt klebstofffreie Haftung, die empfindliche Oberflächen intakt lässt, die schaltbar, dabei vakuumtauglich und von Makro bis Mikro einsetzbarist. Darüber hinaus funktioniert die Technologie geräuschlos und ist gegenüber herkömmlichen Lösungen energie- und ressourcenschonend. Im Mittelpunkt der Arbeit der INNOCISE GmbH steht die Entwicklung und Kommerzialisierung der Technologie für neue, präzise und universelle Systemlösungen im Bereich Automatisierung, Robotik und Handling. Ihre Haftsysteme haben ihre Praxistauglichkeit in vielen Anwendungsfällen bereits erwiesen und bieten so innovativen Anlagenbauern neue Möglichkeiten.

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  4. istari.ai

    Leibniz-Institut für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

    Die istari UG (haftungsbeschränkt) ist ein Data Intelligence Unternehmen, welches mit der „webAI Engine“ ein System zur automatisierten und hochfrequenten Analyse von Unternehmenswebseiten entwickelt. Die „webAI Engine“ wertet Textinhalte von Unternehmenswebseiten mittels künstlicher Intelligenz aus und leitet so unter anderem Indikatoren zu Geschäftsfeldern, Partnern, eingesetzten Technologien und der Vernetzung der Unternehmen ab. Gewonnene Informationen werden für umfassende Marktanalysen, Business-to-Business Matching und Monitoring eingesetzt. Die generierten Indikatoren versetzen Unternehmen, Behörden, sowie wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen in die Lage, mit aktuellsten Marktdaten zu planen, Unsicherheiten zu minimieren und damit nachhaltig den Umsatz zu steigern, beispielsweise durch die Erschließung neuer Kundengruppen.

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  5. Melk-FEE — Tierwohl in der Milchviehhaltung

    Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB)

    Ziel der Melk-FEE GmbH ist es mit forschungsbasierten Dienstleistungen das Tierwohl und damit auch die Wirtschaftlichkeit von landwirtschaftlichen Betrieben mit Milchviehhaltung zu steigern. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Haltungsbedingungen und deren Auswirkungen auf die Tiere sollen in die Praxis gebracht werden, um so den Lebensstandard von Milchkühen zu erhöhen. Die Angebotspalette umfasst derzeit drei Dienstleistungsbereiche: Für Landwirte steht ein umfangreiches Beratungsangebot zu Haltung, Management und Melkprozess zur Verfügung. Für Melktechnikhersteller wird ein Zitzengummi-Test angeboten, der die Druckwirkung des Zitzengummis auf die Zitze erfasst. Für Hersteller von Milchmengenmessgeräten wird die Zertifi zierung der Geräte nach den Richtlinien des International Committee for Animal Recording (ICAR) angeboten.

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  6. Phytoprove Pflanzenanalytik

    Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN)

    Die Phytoprove Pflanzenanalytik UG (haftungsbeschränkt), ein Spinoff des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums, entwickelt, produziert und vertreibt mobile Messgeräte zur Erfassung des physiologischen Zustands von Pflanzen mittels nicht-invasiver, biophysikalischer Methoden, die auf der Analyse des Photosynthesesystems beruhen. Insbesondere werden die Geräte zur schnellen Bestimmung des Stickstoff-Düngestatus von Pflanzen eingesetzt. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte, präzise Applikation von Dünger sowohl im professionellen Pflanzenbau, bspw. im Gemüse-, Wein und Zierpflanzenbau und in der Präzisionslandwirtschaft, als auch durch private Anwender. Der verringerte Stickstoffeintrag reduziert die Überdüngung der Böden, mindert dadurch die Belastung von Gewässern und Grundwasser und trägt so zum Klima-, Biodiversitäts- und Gesundheitsschutz bei. Zudem können erhebliche Kosten eingespart werden.

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  7. ResCure

    Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF)

    ResCure hat eine Hydrogel-basierte Wundauflage zur Behandlung chronischer, nicht heilender Hautwunden entwickelt. Verwendet wird ein Hydrogel auf Basis des natürlichen Glykosaminoglykans Heparin, welches wie ein „molekularer Schwamm“ selektiv entzündliche Signalstoffe aus der Wunde aufnimmt und in der Wundauflage gebunden hält. So wird der Entzündungsprozess gezielt aufgelöst, ohne dabei bioaktive Substanzen in die Wunde abzugeben. Die innovative Wundauflage soll als Medizinprodukt europaweit zugelassen und in Kooperation mit etablierten Wundversorgungsunternehmen vertrieben werden.

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  8. Making Oceans Plastic Free — Konzepte gegen Einwegplastik

    Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)

    Die Making Oceans Plastic Free GmbH entwickelt smarte Alternativen zur Einwegplastik und vermarktet diese mithilfe von Umweltkampagnen. Das Unternehmen widmet sich der Reduktion von Plastikmüll mit einem holistischen Ansatz, der erfolgreich ökonomische und ökologische Zielsetzungen verbindet. Anreize für Verhaltensänderungen und Bewusstseinsbildung werden im Design angelegt und im Marketing verstärkt. Alle Produkte bestehen aus recycelten Materialien. Erstes Produkt ist die Tasini-Tasche, die als wiederverwendbare Tasche in Form eines Meerestieres entworfen wurde, um auf das zu schützende Ökosystem aufmerksam zu machen.

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  9. TissueGUARD

    Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF)

    Die Kernkomponente der TissueGUARD GmbH Produkte bildet das patentierte Hydrogel-Material, das die Kultivierung, Manipulation und schonende Freisetzung aller Arten von lebenden Zellen, Geweben und Organen ermöglicht. Dabei imitiert die TissueGUARD Hydrogel-Plattform die natürliche Zellumgebung zur künstlichen Gewebezüchtung. Durch eine selektive und zellschonende Auflösung kann das kultivierte Gewebe ohne physikalische oder chemische Schäden isoliert werden. Das Innovationsvorhaben richtet sich mit der zukunftsträchtigen Zellkultur-Methode nicht nur an die regenerative Medizin. Es schafft auch ein Produkt, das universitären, institutionellen und unabhängigen Forschungseinrichtungen sowie biotechnologischen und pharmazeutischen Unternehmen neue Möglichkeiten bietet.

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  10. UMDS-Robotics

    Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

    UMDS-Robotics hat das Ziel eine hochflexible und druckneutrale Plattform für leistungsstarke Unterwassersysteme zu entwickeln und zu vertreiben. Zunächst konzentriert sich das Team auf die Entwicklung, Standardisierung und Produktion ausgewählter Module des geplanten Systems, welche auch in bereits bestehende Geräteträger integriert werden können. Dabei handelt es sich um ein druckneutrales Antriebssystem für ferngesteuerte und autonome Unterwasserfahrzeuge, ein druckneutrales Container-Modul mit zusätzlichen mechanischen Komponenten, sowie um eine druckneutrale opto-elektrische Schnittstelle, als erstes Teilmodul einer modularen Infrastruktur, für Unterwassersysteme.

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