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Kontakt

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Dr. Sabine Müller
Sektion A: Geisteswissenschaften und Bildungsforschung | Wissenschaftliche Karriereentwicklung
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 686

Internationale Kooperations- und Karrieremöglichkeiten

Forscherinnen und Forscher an Leibniz-Instituten kooperieren mit wissenschaftlichen Partnern weltweit; Leibniz-Einrichtungen sind global vernetzt. Leibniz-Institute, Leibniz-Forschungsverbünde und Leibniz-WissenschaftsCampi wählen ihre internationalen Kooperationspartner eigenständig aus. Die Leibniz-Gemeinschaft arbeitet außerdem aktiv daran, die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit für die Forschung an und mit Leibniz-Instituten zu gewinnen. Der Anteil an wissenschaftlichem Personal aus dem Ausland lag im Jahr 2015 bei knapp 20 Prozent; bei den Doktorandinnen und Doktoranden bei 24 Prozent und bei den Postdoktoranden bei nahezu 30 Prozent.

Internationale Partner der Leibniz-Forschungsverbünde und WissenschaftsCampi

Sowohl Leibniz-Forschungsverbünde als auch Leibniz-Wissenschaftscampi bieten hervorragende Möglichkeiten für internationale Vernetzungsaktivitäten.

Leibniz-Forschungsverbünde bündeln komplementäre Kompetenzen von Leibniz-Instituten zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen. Diese Forschungsallianzen stellen für internationale Kooperationspartner ein besonders reizvolles Format dar. Sie ermöglichen die gezielte inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit mit einer großen Bandbreite von Leibniz-Instituten, ihren Expertinnen und Experten und den dazugehörigen Ressourcen.

Beispiele:

Healthy Ageing — gemeinsame Forschungsinteressen Deutschland — Japan

Um die Grundlagen des Alterns in interdisziplinären Projekten zu erforschen und dabei Ressourcen und Know-how auszutauschen, haben 20 Leibniz-Institute den Leibniz-Forschungsverbund "Healthy Aging" gegründet. Daran beteiligt sind Biologen, Mediziner, Psychologen, Bildungsforscher, Soziologen, Raumplaner und Ökonomen. Der Verbund kooperiert im Rahmen von Forschungsprojekten mit Universitäten und baut zurzeit seine internationale Vernetzung aus. Zu den assoziierten Partnern gehört etwa das Columbia Aging Center an der Mailman School of Public Health in New York City. Aktuell initiiert der Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing mit einem Leibniz-Workshop in Tokyo die Kooperation mit der Japan Science and Technology Agency (JST) und der Japan Agency for Medical Research and Development (AMED).

Science 2.0 — Interessensvertretung auf europäischer Ebene

37 Infrastrukturdienstleister und Forschungsinstitute beschäftigen sich innerhalb des Leibniz-Forschungsverbunds Science 2.0 mit den Auswirkungen des "partizipatorischen Webs" auf Wissenschaft und Gesellschaft, Forschungs- und Publikationsprozesse und seinen völlig neuen Formen von Kommunikation, Kooperation und offenem Diskurs. Im Mittelpunkt stehen dabei die Forschungsschwerpunkte "Neue Arbeitsgewohnheiten", "Technologieentwicklung" und "Nutzungsforschung". Das übergeordnete Ziel dieses Leibniz-Forschungsverbunds besteht darin, Science 2.0 als neue und transdisziplinäre Forschungsdisziplin in der wissenschaftlichen Community zu etablieren. Dazu berät der Verbund in der derzeitigen Phase politische Entscheidungsträger und Forschungsförderer auf nationaler und europäischer Ebene im Hinblick auf die Gestaltung und Etablierung von Forschungsförderungsprogrammen zu "Science 2.0" und "Open Science" sowie verwandten Themen. Die "Open Science Conference" mit europäischen und internationalen Teilnehmern bringt jährlich Wissenschaftler und Entscheidungsträger zusammen.


Leibniz-WissenschaftsCampi
vereinen universitäre und außeruniversitäre Forschung und ermöglichen Hochschulen, Leibniz-Einrichtungen und weiteren Partnern die thema­tisch fokussierte Zusammenarbeit. Die Kompetenzzentren binden auswärtige Partner themengeleitet vielfältig in ihre Arbeit ein.

Beispiel:

Leibniz-Wissenschaftscampus Pflanzenbasierte Bioökonomie — regionales Kompetenzzentrum mit internationaler Strahlkraft

Als Initiative der Leibniz-Gemeinschaft vereint der Leibniz-Wissenschaftscampus die größte deutsche Kompetenz zur pflanzenbasierten Bioökonomie. Neben vier Leibniz-Instituten — dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB), dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) sowie dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) — und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg forschen hier sechs weitere außeruniversitäre und universitäre Partner gemeinsam mit internationalen Partnern und der Wirtschaft an Grundlagen und Anwendungsgebieten einer pflanzenbasierten Bioökonomie.

 

Zum Forschen an ein Leibniz-Institut

Um als Forscherin oder Forscher an einem Leibniz-Institut zu arbeiten oder mit diesem zu kooperieren, empfiehlt sich der direkte Kontakt mit der jeweiligen Einrichtung. Die Website der Leibniz-Gemeinschaft gibt den Überblick über alle Mitgliedsinstitute, Leibniz-Forschungsverbünde und Leibniz-WissenschaftsCampi.

Promovieren an einem Leibniz-Institut

Für ein Promotionsstudium bieten die Leibniz Graduate Schools ein hervorragendes Umfeld. Auch ohne Anbindung an eine Graduiertenschule ist die Promotion an einem Leibniz-Institut möglich. Auch hierzu empfiehlt sich der direkte Kontakt mit dem jeweiligen Leibniz-Institut.

Als Postdoc an ein Leibniz-Institut

Postdoktorandinnen und Postdoktoranden arbeiten prinzipiell entweder instituts- oder extern finanziert an einem Leibniz-Institut. Extern finanzierte Forscherinnen und Forscher haben sich bereits erfolgreich bei einer Förderorganisation beworben. Über diese beziehen sie ihr Gehalt oder ein Stipendium und gegebenenfalls auch Reisemittel. Eine Übersicht über deutsche und europäische Forschungsförderorganisationen finden Sie hier.

Stellen und Stipendien

Zahlreiche Stellenausschreibungen und interne Stipendienprogramme an Leibniz-Instituten bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Qualifikations- oder Forschungsarbeiten an einer Leibniz-Einrichtung zu verfolgen, die Ressourcen vor Ort zu nutzen und sich dort mit Expertinnen und Experten ihres Faches auszutauschen. Interessierte können über das zentrale Leibniz-Stellenportal gezielt nach offenen Stellen an Leibniz-Instituten suchen und sich auch direkt beim Leibniz-Institut ihrer Wahl erkundigen.

Das Leibniz-DAAD-Research Fellowship für internationale Postdocs

Ein Jahr lang in Deutschland zu leben und an einem Leibniz-Institut zu forschen — dazu laden die Leibniz-Gemeinschaft und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) im Rahmen eines Forschungsstipendiums ein: Das Leibniz-DAAD-Research Fellowship-Programme ermöglicht jedes Jahr fünfzehn Postdoktorandinnen und Postdoktoranden aus Europa und Übersee einen einjährigen Forschungsaufenthalt an einem Leibniz-Institut ihrer Wahl. Die Auswahl erfolgt nach wissenschaftlichen Exzellenzkriterien ohne Berücksichtigung von Länder-, Fächer- oder Geschlechterquoten. Das Leibniz-DAAD-Research Fellowship-Programme richtet sich an qualifizierte Postdoktoranden aus aller Welt, deren Promotionsabschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Die Stipendien werden aus dem Strategiefonds der Leibniz-Gemeinschaft finanziert, ergänzt durch die Leistungen des DAAD und der aufnehmenden Leibniz-Institute.

Internationale Graduiertenschulen

Die Promotion in einem exzellenten und internationalen Forschungsumfeld bieten die Leibniz Graduate Schools. An den internationalen Graduiertenschulen wird der wissenschaftliche Nachwuchs in Gruppen intensiv betreut und hat Zugang zu nationalen und internationalen Netzwerken.

Die Graduiertenprogramme der Leibniz-WissenschaftsCampi bieten ein stimulierendes Umfeld während der Promotion und der frühen Postdoc-Phase. Hier können junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihrem Thema interdisziplinär forschen und haben Zugang zu herausragenden Forschenden und Ressourcen.

Leibniz Chairs

Mit dem Instrument der „Leibniz Chairs“ ist es Leibniz-Instituten möglich, hochkarätige internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Arbeit an Leibniz-Instituten zu gewinnen.