Die Leibniz-Gemeinschaft hat Standards guten wissenschaftlichen Arbeitens, Definitionen von Fehlverhalten und die Rolle und Befugnisse des zentralen Ombudsgremiums der Gemeinschaft in ihrer Leitlinie zur guten wissenschaftlichen Praxis festgelegt. Ferner enthält die Leitlinie die Verfahrensregeln und Sanktionsmöglichkeiten des zentralen Prüfverfahrens. Die Leibniz-Einrichtungen regeln ihre Verfahren in Anlehnung hieran. Die Geschäftsstelle unterstützt hierbei und fördert die Vernetzungsaktivitäten zwischen den Einrichtungen zu diesem Thema.

Ombudspersonen

Dezentrale Ombudspersonen der Mitgliedseinrichtungen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeder Mitgliedseinrichtung bestimmen in geheimer Wahl eine Ombudsperson als Anlaufstelle bei Unstimmigkeiten, Verdachtsmomenten und Streitfragen, die Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens auf Grundlage einer einrichtungsinternen Leitlinie prüft. Entscheidet eine dezentrale Ombudsperson, dass eine darüber hinausgehende Prüfung der Vorwürfe notwendig ist, wird der Vorgang an die zentrale Ombudsperson weitergeleitet.

Liste der Dezentralen Ombudspersonen (PDF)

Zentrales Ombudsgremium der Leibniz-Gemeinschaft

Seit April 2020 verfügt die Leibniz-Gemeinschaft über ein zentrales Ombudsgremium. Dieses ersetzt die bisherige zentrale Ombudsperson der Leibniz-Gemeinschaft, als die Herr Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Joost seit 2014 amtierte. Im Leibniz-Ombudsgremium arbeiten nun bis zu vier zentrale Ombudspersonen zusammen, die sowohl einzeln als auch gemeinsam als Gremium beratend, untersuchend und bewertend agieren können. Damit wird dem Aufkommen und der zunehmenden Komplexität von Fragen der guten wissenschaftlichen Praxis Rechnung getragenen und eine fachlich differenzierte Struktur zu ihrer effizienten Bearbeitung geschaffen.

Das zentrale Ombudsgremium prüft Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens gegen derzeitige und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Mitgliedseinrichtungen und veranlasst gegebenenfalls die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gemäß den geltenden Leitlinien. Daneben beraten die zentralen Ombudspersonen die Mitgliedseinrichtungen und deren Ombudspersonen in allen Fragen zur Sicherung wissenschaftlicher Integrität.

Das Leibniz-Ombudsgremium wird auf Vorschlag des Präsidiums durch den Senat für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft wählte im März 2020 Prof. Dr. Eckart D. Gundelfinger (LIN, Sektion C), Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Joost (DIfE, Sektion C), Prof. Dr. Brigitte Voit (IPF, Sektion D) sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Gert G. Wagner (DIW, Sektion B) zu zentralen Ombudspersonen im Leibniz-Ombudsgremium. Die Funktion des Sprechers des Ombudsgremiums übernahm Hans-Georg Joost.

Bei Anfragen an das Leibniz-Ombudsgremium wenden Sie sich bitte an ombudsgremium(at)leibniz-gemeinschaft.de oder Leibniz-Ombudsgremium, Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111, 10115 Berlin.

Kontakt
Dr. Johannes Bronisch
Leiter Integrität, Gremien und GWK
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
T 030 20 60 49 54
bronisch@leibniz-gemeinschaft.de
Kontakt
Isabel Regehr
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
T 030 20 60 49 49
regehr@leibniz-gemeinschaft.de