Die externe Klärungsstelle für Konfliktberatung und -prävention wurde auf Beschluss des Präsidiums der Leibniz-Gemeinschaft eingesetzt und ergänzt die bestehenden dezentralen und zentralen Beratungsstrukturen in Fällen, in denen ein vermutetes Fehlverhalten nicht vorrangig die gute wissenschaftliche Praxis, sondern andere Verhaltensgrundsätze, etwa im Bereich der guten Führung oder des Schutzes vor Diskriminierung und Mobbing betrifft. Die Klärungsstelle steht für Beschäftigte der Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft unentgeltlich zur Verfügung. Sie wird betrieben über die Kanzlei ZENK Rechtsanwälte Hamburg/ Berlin. Ansprechpartner ist

Rolf Zeißig
T 030 / 24 75 74 27
zeissig(at)zenk.com
Website

Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr

Arbeitsweise der Klärungsstelle

Die Klärungsstelle bietet einen Kontaktpunkt, der telefonisch und per E-Mail eine Erstberatung in deutscher oder englischer Sprache zur Prävention, Orientierung und Kanalisierung von Konflikten ermöglicht. Sie fungiert als unabhängige Instanz außerhalb der jeweiligen Einrichtung, um ein effizientes und rasches Vorgehen bei bestehenden oder sich anbahnenden Konflikten zu ermöglichen und unbegründete Rufschädigungen aller beteiligten Personen und Institutionen zu vermeiden.

Dabei lässt sich die Klärungsstelle den relevanten Sachverhalt von der auskunftsersuchenden Person schildern und klärt mit ihr gemeinsam sachverhaltsbezogene Fragestellungen, um den in Rede stehenden Konfliktfall auf der Basis einer ausreichenden Tatsachenschilderung einer angemessenen Erstbeurteilung unterziehen zu können. Sie bewertet Konfliktfälle unter rechtlichen – insbesondere arbeitsrechtlichen – Gesichtspunkten. Die rechtliche Bewertung soll die Qualität einer ersten und überblicksartigen Einschätzung auf der Grundlage der Tatsachenschilderung der auskunftsersuchenden Person haben. Ferner weist die Klärungsstelle auf die einschlägigen Ansprechpartner und Verfahren innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft (Ombudssystem, Gleichstellungsbeauftragte, Personal- und Betriebsräte) und gegebenenfalls zuständige öffentliche Stellen und Behörden hin. Dadurch soll der auskunftsersuchenden Person eine erste Rückmeldung und Orientierung gegeben werden, um den Konfliktfall und etwaige diesbezügliche Handlungsmöglichkeiten besser einschätzen zu können.

Die Klärungsstelle wird die auskunftsersuchende Person in einem etwaigen arbeitsrechtlichen Konfliktfall nicht vertreten. Sie versteht sich auch im Rahmen der Erstberatung nicht als Anwältin der auskunftsersuchenden Person, sondern bietet eine neutrale Beratung an.

Die auskunftsersuchende Person kann die Beratungsleistung der Klärungsstelle unter vollständiger Wahrung ihrer Anonymität und der Hoheit über die mitgeteilten Informationen in Anspruch nehmen. Zu Beginn jedes Beratungsgesprächs erfolgen transparente Hinweise auf einschlägige datenschutzrechtliche Belange und auf die Form der anonymisierten Erfassung der eingehenden Anfragen. In expliziter Abstimmung mit der auskunftsersuchenden Person kann der Konfliktfall zudem der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft gemeldet werden.

Kontakt
Dr. Johannes Bronisch
Leiter Integrität, Gremien und GWK
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
T 030 20 60 49 54
bronisch@leibniz-gemeinschaft.de