© 

Kontakt

Referat Leibniz-Wettbewerbsverfahren
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 33 oder -32

Förderlinie 2: Besonders innovative und risikoreiche Vorhaben

Wissen der Welt - Erbe der Menschheit: Die Geschichte des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO

Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz

Die Rede vom „Erbe der Menschheit" und der Schutz globaler Gemeinschaftsgüter haben den Umgang mit der Vergangenheit seit den 1960er Jahren grundlegend verändert. Das 1972 begründete Weltkultur- und Naturerbe-Programm der UNESCO war Ausdruck und Instrument dieses Prozesses, der sich auf globaler, nationaler und lokaler Ebene vollzog und politisch umkämpft war. Das Forschungsvorhaben untersucht erstmals die Genese des Welterbes auf der Grundlage historischer Quellen. Eine Längsschnittstudie widmet sich der Entstehung des UNESCO-Übereinkommens sowie der Praxis des Aufnahmeverfahrens bis 1994. Die Tiefendimension wird durch vier Fallstudien hergestellt, welche die Galapagos-Inseln, den Aachener Dom, das Konzentrationslager Auschwitz sowie die Altstadt und die Stadtmauern von Jerusalem in den Blick nehmen.

Laufzeit: 1. Juli 2013 - 31. Juni 2016
Kontakt: Professor Dr. Johannes Paulmann / Dr. Andrea Rehling
Tel.: 06131 / 3939360
E-Mail: paulmann(at)ieg-mainz.de / rehling(at)ieg-mainz.de

Zur Website des Vorhabens


Neurobiologische Grundlagen von ökonomischen Entscheidungen unter Risiko und exzessiver Risikoübernahme

Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW)

Wir analysieren die ökonomischen, psychologischen und neurologischen Grundlagen von ökonomischen Entscheidungen unter Risiko und exzessiver Risikoübernahme. Dazu werden insgesamt drei Studien durchgeführt, die ökonomische Experimente, psychophysische Messungen und bildgebende Verfahren (MRT) umfassen. Alle drei Studien werden mit dem selben Probandenpool durchgeführt, der aus professionellen Investoren, Spielsüchtigen, Parkinson-Patienten, Parkinson-Patienten mit einer Impulskontrollstörung und einer Kontrollgruppe besteht. Unsere Studie ist die erste, die umfassend analysiert, wie experimentelles Verhalten mit zentral- und periphärphysiologischen Maßen korreliert ist und wie diese Maße sich zwischen den verschiedenen Personengruppen unterscheiden.

Laufzeit: 1. Juni 2013 - 31. Mai 2016
Kontakt: Professor Dr. Ulrich Schmidt
Tel.:  0431 / 8814337
E-Mail: ulrich.schmidt(at)ifw-kiel.de


SOEP-Record-Linkage: Befragung von Zuwanderern der Sozialversi­cherungsstatistik im Längsschnitt (SOEP-REC-LINK) - Prozessdaten­basierte Ziehung sowie Verknüp­fung mit Befragungsdaten zur Migration

DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Im Bereich zweier Zukunftsthemen der Migrations- und Integrationsfor­schung besteht derzeit ein Defizit an belastbaren empirischen Daten: Zur Integration von a) in Deutschland geborenen Nachkommen von Migran­ten und b) Zuwanderern aus den seit 2004 neu beigetretenen EU-Staaten. In Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird eine Stichprobe von Migranten in Deutschland auf Basis administrativer Daten der Bun­desagentur für Arbeit gezogen und im Rahmen des SOEP als längsschnittliche Haushaltsbefragung weitergeführt. Die erstmalige Verknüpfung von Befragungsdaten für Migranten mit administrativen Daten, inklusive eines Experiments zur Zustimmung zur Registerverknüpfung eröffnet neue Analysepotentiale für Forschung und Politikberatung und hat für die Forschungsinfrastruktur in Deutschland hohe Bedeutung.

Laufzeit: 1. Juni 2013 - 31. Mai 2016
Kontakt: Professor Dr.  Martin Kroh
Tel.: 030 / 89789678
E-Mail: mkroh(at)diw.de

Kontakt: Stefan Bender (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB))
Tel.: 0911 / 1793082
E-Mail: Stefan.Bender(at)iab.de


Quantitative Analyse der Signalintegration von aktivierenden und inhibierenden NK Zell Rezeptoren

Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo)

Natürliche Killer (NK) Zellen sind wichtig für die frühe Immunantwort gegen virale Infektionen und Krebs. In diesem Projekt untersuchen wir mit Hilfe eines modernen Methodenspektrums wie die Aktivität der NK Zellen auf molekularer Ebene gesteuert wird. Dabei konzentrieren wir uns auf die Integration der gegensätzlichen Signale von aktivierenden und inhibierenden Oberflächenrezeptoren. Ferner untersuchen wir die quantitativen Aspekte der NK Zell Regulation durch aktivierende Rezeptoren. Diese Studien werden einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur Manipulation der NK Zell Aktivität leisten.

Laufzeit: 1. Juli 2013 – 30. Juni 2016
Kontakt: Professor Dr. Carsten Watzl
Tel.: 0231 / 1084233
E-Mail: watzl(at)ifado.de


Allmähliche Umweltveränderungen oder einmaliges Katastrophenereignis – Was treibt die Evolution an?

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), Berlin

Welche Voraussetzungen und Mechanismen führen zur Entstehung von Biodiversitäts-Hotspots? Dieser Frage gehen wir am Beispiel des südostasiatischen Sundaschelfs nach, indem wir (1) die klimatischen Gegebenheiten (und damit die Vegetation) der letzten Eiszeit rekonstruieren, (2) tierisches Probenmaterial aus der Eiszeit und der Gegenwart genetisch analysieren, und (3) die Verbreitung von Arten aufgrund ihrer ökologischen Ansprüche von der Eiszeit bis zur Gegenwart modellieren. Am Ende werden die Ergebnisse dieser multidisziplinären Herangehensweise zusammengefasst, um Rückschlüsse auf den Einfluss gradueller Klimaveränderungen und damit Lebensraumveränderungen auf die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten ziehen zu können und um diese dem Einfluss eines abrupten Katastrophenereignisses (im Sundaschelf war es ein Supervulkanausbruch) gegenüber zu stellen.

Laufzeit: 1. April 2013 – 31. März 2016
Kontakt: PD Dr. Jörns Fickel
Tel.: 030 / 5168 - 314
E-Mail: Fickel(at)IZW-Berlin.de

Zur Website des Vorhabens


Trend-Mining in der Wissenschaft

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ KA)

Das zentrale Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung von semantischen und statistischen Verfahren, mit denen, ausgehend von einer Dokumentmenge, (halb‑)automatisch Trends und deren chronologische Entwicklung erkannt werden können. Unter Trend wird dabei die Bedeutungsveränderung eines Themas in einem bestimmten Zeitraum und in einem bestimmten (Fach‑)Gebiet verstanden. Als Untersuchungsmaterial werden dazu erstmals Patente verwendet, die in ihrer syntaktischen Struktur weitaus komplexer sind als normale Texte. In der ersten Phase des Vorhabens werden die Anforderungen der potentiellen Nutzer evaluiert. Darauf aufbauend wird ein Prototyp entwickelt, der es erlaubt, verschiedene Methoden des Topic Detection and Tracking und des Trend Mining einzusetzen, wie z.B. linguistische Verfahren, Clustering oder statistische Ansätze, und diese zu evaluieren.

Laufzeit: 1. Juli 2013 – 30. Juni 2016
Kontakt: Dr. Michael Schwantner
Tel.:  07247 / 808260
E-Mail: michael.schwantner(at)fiz-karlsruhe.de


Züchtung von hochperfekten SrTiO3-Volumenkristallen

Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ), Berlin

Hochperfekte SrTiO3-Kristalle können den Weg zu neuen Heterostrukturen wie 2DELs und spannenden physikalischen Effekten eröffnen. Bisher sind diese Kristalle jedoch nur in geringer Qualität verfügbar, die in der Regel neue Anwendungen ausschließt. Die schlechte Perfektion ist in den bisher eingesetzten Kristallzüchtungsmethoden begründet. Um die beste Züchtungsmethode für hochperfekte Volumenkristalle, die Czochralski-Methode, auch für  SrTiO3-Kristalle nutzbar zu machen, sind umfangreiche Forschungen nötig. Zunächst werden wir die physikalischen und chemischen Eigenschaften, die Thermodynamik und Wachstumskinetik von SrTiO3 untersuchen und dann auf Grundlage dieser Kenntnisse die Czochralski-Methode modifizieren. Auf diese Weise sollen SrTiO3-Kristalle zugänglich werden, deren Eigenschaften die der gegenwärtig verfügbaren Kristalle deutlich übertreffen. Außerdem wird der Einfluss eines nachträglichen Temperns, der Stöchiometrie und der Materialpräparation auf die Verbesserung der Kristallqualität untersucht.

Laufzeit: 1. März 2013 - 29. Februar 2016
Kontakt: Dr. Reinhard Uecker
Tel.: 030 / 63923021
E-Mail: reinhard.uecker(at)ikz-berlin.de

Website des Vorhabens


Nachhaltige Rohstoffverwertung – Entwicklung katalytisch effizienter Wege zur chemischen Umwandlung von Methan

Leibniz-Institut für Katalyse an der Universität Rostock (LIKAT)

Ziel des Vorhabenes ist es, effiziente katalytische Reaktionswege für industriell relevante Wertprodukte unter Nutzung von Methan aufzufinden und zu optimieren. Dieses strategisch orientierte, interdisziplinäre und risikoreiche Vorhaben umfasst heterogen- und homogenkatalysierte Reaktionen. Dabei wird ein wissenschaftlicher Systemansatz verfolgt, der die Entwicklung und Testung geeigneter Katalysatoren, die Aufklärung von Katalysatorwirkungsweise und Reaktionsmechanismus mittels spektroskopischer in situ-Techniken und Transientenmethoden sowie die Untersuchung reaktionskinetischer und -technischer Aspekte einschließt.

Laufzeit: 1. April 2013 - 31. März 2016
Kontakt: Professor Dr. Angelika Brückner
Tel.: 0381 / 1281244
E-Mail: Angelika.Brueckner(at)catalysis.de


Direktes Wachstum einkristalliner Halbleiter auf polykristallinen metallischen Schichten und Folien

Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik (PDI), Berlin

Viele Halbleiter-Bauelemente wie Laser und Leuchtdioden (LEDs) basieren auf einkristallinen Heterostrukturen. Solche Kombinationen aus unterschiedlichen Materialien in herausragender struktureller Qualität werden zurzeit mittels Epitaxie hergestellt. Hierbei wird ein Adsorbatkristall auf einem Substratkristall gezüchtet. Wenn die beiden Materialien jedoch nicht sehr ähnlich sind, bilden sich in der Kristallstruktur Defekte – für Bauelemente ein großer Nachteil. In diesem Vorhaben wollen wir diese Einschränkung überwinden. Hierzu setzen wir die natürliche Tendenz vieler Materialien ein, unabhängig vom Substrat einkristalline Fasern zu bilden. Unser Ziel ist das Wachstum von hochqualitativen GaN-Nanodrähten mit Molekularstrahlepitaxie auf metallischen Substraten unterschiedlicher Kristallinität, die eine gute elektrische Kontaktierung von unten ermöglichen. Wir werden das Potenzial unseres Ansatzes durch die Herstellung von LEDs auf gesputterten und flexiblen metallischen Substraten demonstrieren.

Laufzeit: 1. Mai 2013 - 30. April 2016
Kontakt: Dr. Lutz Geelhaar
Tel.: 030 / 20377359
E-Mail: geelhaar(at)pdi-berlin.de


Leipzig Aerosol Cloud Turbulence Tunnel (LACTT)

Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS), Leipzig

Im Rahmen dieses hoch innovativen Forschungsvohabens errichten wir den weltweit ersten Windkanal zur Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen wolkenmikrophysikalischen Prozessen und Turbulenzen. Der Windkanal wird die detaillierte Untersuchung von Prozessen wie z.B. der Aktvierung von Aerosolpartikeln zu Wolkentropfen und des Gefrierens von Wolkentropfen unter wohldefinierten thermodynamischen (speziell Temperatur und relative Feuchte) und turbulenten Strömungsbedingungen ermöglichen. Die gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse sind einerseits auf der fundamentalen Prozessebene interessant, werden aber andererseits helfen, die Ergebnisse von in-situ-Messungen in atmosphärischen Wolken besser zu interpretieren. Die durchgeführten Untersuchungen werden unser Verständnis bezüglich der Wechselwirkungen zwischen Wolkenmikrophysik und Turbulenzen und damit unser Verständnis von Wolken im Allgemeinen signifikant verbessern.

Laufzeit: 1. Juni 2013 - 31. Mai 2016
Kontakt: Dr. Frank Stratmann
Tel.: 0341 / 27177142
E-Mail: frank.stratmann(at)tropos.de


Ökologische Konsequenzen von Verhaltenstypen bei Fischen

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin

Ziel dieses Vorhabens ist es, ein holistisches Verständnis der ökologischen Konsequenzen von Verhaltenstypen bei Fischen zu generieren und deren Folgen für das Fischereimanagement abzuschätzen. Hierfür verfolgen wir einen ungewöhnlich integrativen Ansatz, der Theorieentwicklung mit Labor-, Mesokosmen- und Felduntersuchungen verbindet, um wissenschaftliche Fragestellungen auf den verschiedensten biologischen Ebenen zu untersuchen (Individuum, Gruppe, Population, ökologische Gemeinschaft).

Laufzeit: 1. Juli 2013 - 30. Juni 2016
Kontakt: Dr. Max Wolf
Tel.: 030 64181718
E-Mail: m.wolf(at)igb-berlin.de

Website des Vorhabens