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Referat Leibniz-Wettbewerbsverfahren
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 33 oder -32

Förderlinie 2: Nationale und Internationale Vernetzung

WHEATSCAN – Aufklärung der Ursachen für Weizenunverträglichkeiten

Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie Leibniz Institu (DFA), Freising

Weizen ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit. Allerdings treten in der Bevölkerung vermehrt weizenbedingte entzündliche Erkrankungen wie Zöliakie und Weizen- (Gluten-) Sensitivität (NCGS) auf. Eine mögliche Ursache dafür sind wahrscheinlich Veränderungen der Proteinzusammensetzung durch die Weizenzüchtung. Das geplante Vorhaben soll klären, welchen Einfluss die Weizenzüchtung der letzten 100 Jahre auf die Genexpression, die Proteinzusammensetzung und auf das Potential zur Auslösung von Weizenunverträglichkeiten hat. Unser multidisziplinärer Ansatz soll die Grundlage für die Entwicklung neuer Weizensorten mit geringem Potential zur Auslösung dieser weizenbedingten Erkrankungen schaffen. Zudem soll ein Beitrag zur verbesserten Diagnostik und zur Aufklärung des Pathomechanismus der NCGS geleistet werden.

Laufzeit: 1. April 2016 – 31. März 2019
Kontakt: Dr. Katharina Scherf
Tel.: 08161 / 712927
E-Mail: katharina.scherf(at)lrz.tum.de

Website des Vorhabens


Berlin Economics Research Associates (BERA)

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

Mit der Gründung des Berlin Economics Research Associates (BERA) Programms streben sieben Berliner Forschungseinrichtungen die umfassende Karriereförderung von NachwuchswissenschaftlerInnen in der Postdoc-Phase an. Das strukturierte BERA-Programm ermöglicht den beteiligten Einrichtungen, ihre Forschungsleistungen weiter zu verbessern, den Anteil von Frauen am wissenschaftlichen Personal zu erhöhen und den Zugang von WissenschaftlerInnen zu professionellen Netzwerken zu stärken. Das BERA-Programm umfasst (i) die Koordination des Recruitments der beteiligten Einrichtungen, (ii) das persönliche Mentoring von Postdocs durch erfahrene ProfessorInnen, (iii) die finanzielle Unterstützung von wissenschaftlichen Aktivitäten wie Gastprogrammen und Seminaren, und (iv) das Angebot von Weiterbildungskursen und weiteren karrierefördernden Maßnahmen.

Laufzeit: 1. April 2016 – 31. März 2019
Kontakt: Dr. Aleksandar Zaklan
Tel.: 030 / 89789-515
E-Mail: azaklan(at)diw.de  


Die Lungenmikrobiota an der Schnittstelle zwischen Atemwegsepithel und Umwelt

Forschungszentrum Borstel - Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften (FZB), Borstel

Das Lungenepithel steht in unmittelbarem Kontakt zu luftgetragenen Umweltfaktoren und reguliert zugleich die Homöostase des Lungengewebes. An der Schnittstelle zwischen Epithel und Umwelt befindet sich die Lungenmikrobiota. Wir hypothetisieren, dass Umweltstressoren die Struktur und Funktion mikrobieller Gemeinschaften der Lunge verändern und dass diese Veränderungen ihrerseits epitheliale Funktionen beeinflussen.
Ein bekannter Umweltstressor ist Zigarettenrauch, der zugleich Hauptursache chronischer, nicht-infektiöser Lungenerkrankungen ist. In einem multidisziplinären Ansatz werden daher die Struktur und Funktion der Lungenmikrobiota von Rauchern, nicht-Rauchern  sowie longitudinal in Personen, die an einem Tabakrauch-Entwöhnungs-Programm teilnehmen, untersucht und durch ein Mausmodell für aktives Rauchen komplementär ergänzt. Dieses Vorhaben soll Grundlagen für personalisierte Behandlungsstrategien chronischer Lungenkrankheiten schaffen, welche die Mikrobiota adressieren.

Laufzeit: 1. Juni 2016 – 31.Mai 2019
Kontakt: Professor Dr. Susanne Krauss-Etschmann
Tel.: 04537 / 188-5850
E-Mail: skrauss-etschmann(at)fz-borstel.de


“HYPERAM” – Leibniz -Forschungsnetzwerk zum Einsatz einer schnellen hyperspektralen Weitfeld-Raman Bildgebung für die in-vivo-Diagnostik und intra-operative Analyse von Tumoren

Leibniz Institut für Photonische Technologien (IPHT), Jena

Aktuell gibt es keinen zuverlässigen intra-operativen Diagnoseansatz zur Darstellung des Übergangs zwischen Tumor und normalem umgebenden Gewebe. Die Prognose des Patienten verschlechtert sich drastisch, wenn die endgültige postoperative Histopathologie noch Tumorränder im entnommenen Gewebe aufzeigt. Das Leibniz-Forschungsnetzwerk HYPERAM erschließt die interdisziplinärer Synergien dreier Leibniz-Institute in den Bereichen Biowissenschaften, Astrophysik, Elektronik sowie Medizin, um deren Wissen in Richtung einer schnellen, färbefreien und nichtinvasiven Gewebediagnostik basierend auf einer Weitfeld-Raman-Bildgebung für eine Ex-vivo- aber perspektivisch In-vivo-Pathologie zu transferieren. Dieser Ansatz bietet die Möglichkeit, die intra-operative klinische Bewertung von Gewebe mit funktionellen Raman-Bildern zur Darstellung von Tumorrändern zu erweitern.

Laufzeit: 1. Juni 2016 – 31. Mai 2019
Kontakt: Professor Dr. Jürgen Popp
Tel.: 03641 / 206-301
E-Mail: juergen.popp(at)leibniz-jena.de


Relationship lenders and unorthodox monetary policy: Investment, employment, and resource reallocation effects

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (IWH), Halle

Dieses Forschungsvorhaben verbindet und untersucht detaillierte Mikrodaten, um den Einfluss unkonventioneller Geldpolitik im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft zu messen. Die Vernetzung verschiedener Forschungsdatenzentren (FDZ) und Notenbanken zur Verbindung von Unternehmens- und Finanzinformationen ist dabei das Alleinstellungsmerkmal dieses Projekts. Unser Ziel ist die Identifikation kausaler Effekte, welche geldpolitischen Maßnahmen effektiv und welche nicht wirksam waren, um Finanzschocks zu mildern und realwirtschaftliche Aktivität zu stimulieren. Neben den Auswirkungen auf Beschäftigung und Investitionen liegt unser Augenmerk insbesondere auf der Frage, was den Austritt unproduktiver Einheiten und der damit einhergehenden Reallokation von produktiven Ressourcen erklärt. Darüber hinaus beleuchten wir, ob und inwieweit die sprichwörtliche Hausbank im deutschen Finanzsystem nach wie vor eine zentrale Rolle in der Kreditversorgung einnimmt.

Laufzeit: 1. Juli 2016 – 30. Juni 2019
Kontakt: Professor Dr. Michael Koetter
Tel.: 0345 / 7753 700
E-Mail: michael.koetter(at)iwh-halle.de 


Fluktuation von Arbeitskräften, Match-Qualität und -Produktivität – Evidenz auf Basis europäischer Mikrodaten

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen

Das Projekt analysiert den Einfluss der Fluktuation von Arbeitskräften auf die Produktivität, der durch die Reallokation von Arbeiternehmern und durch die Qualität der Kombination von Arbeitnehmern und Arbeitgebern („Matches“) zustande kommt. Des Weiteren werden die Einflussfaktoren von Fluktuation und Matching-Qualität untersucht. Hierfür analysieren wir die Fluktuation von Arbeitskräften zwischen und innerhalb einzelner Regionen und Industrien in zahlreichen europäischen Ländern. Mit Hilfe von integrierten Personen- und Betriebsdaten („Linked-Employer-Employee-Data“) untersuchen wir in zwei Fallstudien-Ländern die Match-Qualität und deren Bedeutung für Produktivitäts-, bzw. Lohndifferentiale. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Zusammenhang auf der Rolle von Arbeitsmarktinstitutionen. Abschließend werden mit Hilfe einer theoretischen Analyse die potentiellen Gewinne aus einer Reduktion der Kosten der Arbeitsmobilität berechnet.

Laufzeit: 1. Januar 2016 – 31. Dezember 2018
Kontakt: Professor Dr. Thomas K. Bauer
Tel.: 0201 / 8149264
E-Mail: Pakt2016(at)rwi-essen.de 


Identifizierung genomischer Regionen, die phänotypische Variabilität innerhalb der Säugetiere erklären

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN), Frankfurt am Main

Säugetiere wie beispielsweise Primaten, Wale oder Fledermäuse zeigen ganz unterschiedliche Merkmale und Baupläne. Es ist jedoch weitgehend unbekannt, welche Regionen im Genom für die Evolution dieser unterschiedlichen Merkmale verantwortlich sind. Um derartige Fragen zu klären, untersuchen wir verfügbare Säugetiergenome mittels des neu entwickelten Forward Genomics - Konzeptes. Im Mittelpunkt steht dabei das Identifizieren und Charakterisieren solcher genomischer Regionen, die erklären, warum sich bestimmte Merkmale mehrfach unabhängig in der Evolution der Säuger geändert haben. Dadurch sollen nicht nur molekulare Mechanismen der Evolution besser verstanden werden, sondern es werden auch genomische Ursachen für die Entwicklung und Funktion von Organen im Menschen erforscht. Im Rahmen dieses Projektes arbeiten Wissenschaftler aus den Bereichen Säugetierkunde, Evolution, Phylogenetik, Bioinformatik und Molekularbiologie zusammen.

Laufzeit: 1. Juli 2016 – 30. Juni 2019
Kontakt: Dr. Heiko Stuckas
Tel.: 0351 / 7958414451
E-Mail: heiko.stuckas(at)senckenberg.de 


Marine biologische Produktion, organische Aerosolpartikel und maritime Wolken: Eine Prozesskette (MarParCloud)

Leibniz-Institut für Troposphären-forschung (TROPOS), Leipzig

Im Rahmen von MarParCloud soll in einem kompakten Netzwerk - bestehend aus dem TROPOS, dem ZMT, dem IOW und den Universitäten Oldenburg und Hamburg - die gesamte Prozesskette von biologischer Produktion organischen Materials in den Ozeanen über dessen Export in marine Aerosolpartikel und schließlich deren Eigenschaften zur Bildung von Wolkentropfen und Eiskristallen untersucht werden. Dazu werden Laboruntersuchungen in der Meerwasserversuchsanlage des ZMT und in dem Seewasser-Außenbecken am ICBM durchgeführt. Weiterhin werden Feldexperimente am Cape Verde Atmospheric Observatory (CVAO) stattfinden. Die Modellierung im MarParCloud-Netzwerk führt die experimentellen Ergebnisse und abgeleiteten Parameterisierungen in einem Prozessmodell zusammen, welches nach Projektabschluss weiter verwendet wird.

Laufzeit: 1. Mai 2016 – 31. Oktober 2019
Kontakt: Dr. Manuela van Pinxteren
Tel.: 0341 / 2717-7102
E-Mail: saw2016(at)tropos.de


Überwindung von Sprachbarrieren: Cross-linguale Suche in bibliographischen Metadaten

Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Trier

Soll die Wissenschaftskommunikation in einer Lingua Franca wie dem Englischen erfolgen oder sollen auch nationale Sprachen eine Rolle spielen? Das Vorhaben wird empirische Befunde zur Beantwortung dieser offenen Streitfrage liefern. In der Psychologie kann das multilinguale Suchportal PubPsych genutzt werden, um den Mehrwert maschineller Übersetzungen beim Zugang zu fremdsprachigen Forschungsmaterialien zu untersuchen. Im vorliegenden Projekt werden verschiedene Ansätze der maschinellen Übersetzung empirisch überprüft und verglichen: Übersetzung der Suchanfragen, Übersetzung vollständiger Textkorpora, sprachenübergreifende Abbildung von Thesaurus-Begriffen sowie die Nutzung von Englisch als Brückensprache (Pivot Language).

Laufzeit: 1. Januar 2016 – 31. Dezember 2018
Kontakt: PD Dr. Erich Weichselgartner
Tel.: 0651 / 2012056
E-Mail: wga(at)zpid.de

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