Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, bleiben auch die acht Leibniz-Forschungsmuseen leider vorerst geschlossen. Sie nutzen die Gelegenheit, ihr Onlineangebot zu erweitern, neue Formate zu erproben oder Museumsobjekte digital erlebbar zu machen. Und auch jenseits der Museen überführen Leibniz-Institute ihre Forschungsergebnisse in virtuelle Ausstellungen, Künstlerbiografien oder Stadtführungen. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht.
Das Zeitalter der Kohle

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum — Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen entführt uns in einen ehemaligen Kohlenspeicher. Nach kurzer Fahrt mit der Standseilbahn geht es abwärts zu 30 weiteren Panoramen auf vier Ebenen. Eine Reise durch die geschichtlichen, technischen und kulturellen Dimensionen der Kohle.

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Vom Sofa aus ins Deutsche Museum

Das Deutsche Museum in München bietet eine ganze Reihe an digitalen Formaten auf einer Seite. Interaktive Audio-Touren, 360°-Rundgänge und Panoramen führen direkt in die Abteilungen und Ausstellungen des Museums. Frei bewegt man sich durch die Räume der Schifffahrt, der Luft- oder der Raumfahrt. Oder man stöbert mit der App in 70 Exponaten, 20 interaktiven Mitmach-Stationen und 450 Fotos. Ein Podcast und zahlreiche Videos geben Einblick hinter die Kulissen und in die Forschungsprojekte des Museums und erläutern aktuelle Themen aus Naturwissenschaft und Technik. Kinder können online Wimmelbilder und Geschichten entdecken.

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#fürNatur digital

Auch während der Schließzeit bleibt das Museum für Naturkunde — Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin erlebbar. Eine Website bündelt die Online-Angebote, die tief in die Sammlungen und den Alltag der Forscherinnen und Forscher führen. Die Möglichkeiten umfassen eine Artenbestimmungs-App, virtuelle Museumsbesuche und die Teilnahme an der Workshopreihe Klimawandel. Oder Sie machen sich mit der App "SnailSnap" selbst zur Schnecke. In der Videoreihe "Wissenswert" erklären Guides aus dem Homeoffice, wie man Bienen in der Großstadt helfen kann oder was unser Verhältnis  zu Schuppentieren und Fledermäusen mit der Ausbreitung von Krankheiten wie Covid-19 zu tun hat.

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Zur Videoreihe

Senckenberg @ Home

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung hat ebenfalls eine eigene Website für digitale Angebote eingerichtet und ermöglicht Ausflüge in Themen der Artenvielfalt, sei es über Videos, Blogs, Comics oder Apps. Kinder können sich Tierwimmelbilder oder Dinomasken zum Ausmalen herunterladen. Zu einer virtuellen Tour durch alle Ausstellungsräume lädt das Naturkundemuseum Görlitz ein.

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Virtuelle Tour durchs Naturkundemuseum Görlitz

Museum Koenig @ zuhause

Auch das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn erweitert kontinuerlich sein digitiales Angebot. Neben Filmen, Hörspielen, virtuellen Ausstellungen und interessanten Informationen aus der Forschung gibt es Experimentier- und Bastelanleitungen für die ganze Familie.

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Auf den Spuren frühzeitlicher Kolonien

Das Online-Projekt des Deutschen Schifffahrtsmuseums — Leibniz-Institut für Maritime Geschichte lädt ein, sich in einige spezielle Aspekte des Kolonialismus zu vertiefen. Welche Rolle spielten Handel, Religion und Politik in der Etablierung von Fremdherrschaft? Welche Bedeutung besaßen hierbei Objekte?

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Werke, die Geschichten erzählen

Daniel Hess, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums – Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte stellt eines seiner Lieblingsgemälde des Hauses vor: den sogenannten Sebastians-Altar von Hans Baldung Grien, der ab 1503 einige Jahre in der Meisterwerkstatt Dürers in Nürnberg verbrachte. Entlang der Werke des GNM blickt er außerdem auf ein erhellendes wie düsteres Kapitel der Globalisierungsgeschichte: Was verrät uns der Behaim-Globus über den Beginn der Globalisierung 1492? Was über die Kolonialgeschichte? Welche Rolle spielte Christoph Kolumbus dabei?

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Zum Beitrag "Global seit 1492"

Frühlingssonne auf Römerschiffen

In einer 360°-Tour durch das Mainzer Museum für Antike Schifffahrt, eine Einrichtung des Römisch Germanischen Zentralmuseums – Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, können die prachtvoll inszenierten "Mainzer Römerschiffe" bestaunt werden. Der virtuelle Rundgang durch die nautische Archäologie funktioniert auch mit einer VR-Brille.

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Legendäre Erfindungen, Trauermücken & kleine Geheimnisse

Google Arts & Culture erzählt Geschichten zu Objekten, Sammlungen und der Forschung, die mit ihnen verbunden ist. Darunter zum Beispiel die Fotostory "Helden des Alltags" über legendäre Innovationen deutscher Erfinder, die uns heute noch den Alltag erleichtern (oder versüßen): vom Aspirin über den Dübel bis zum Gummibärchen.

ZUr Präsenz Des Deutschen Museums

Zur Präsenz des Museums für Naturkunde

Zur gemeinsamen Präsenz der Leibniz-Forschungsmuseen

Spurensuche im Osten

Die "Chronik der Mauer“ ist eine multimediale Online-Dokumentation der 28-jährigen Teilung Berlins. Mit Texten, O-Tönen, Videos und historischen Fotos illustriert das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam die Trennung von Familien und Freunden und die Versuche, in den Westen zu entkommen.

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Fünf Geschichten über die Berliner Mauer

Vierzeilige Dreizeiler

Zeit, Neues kennenzulernen: Zum Beispiel den Künstler Karel Trinkewitz. Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europas zeigt in der digitalen Ausstellung "Die unerträgliche Leichtigkeit des Haiku“ das Verhältnis von Kunst, Literatur und Leben in "vierzeiligen Dreizeilern“.

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