Organspende während der Pandemie

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Trotz der hohen Belastung der Krankenhäuser ist die Zahl der Organspender in Deutschland relativ konstant geblieben. In anderen europäischen Ländern ging die Rate zuletzt stark zurück.

03.06.2021 · Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften · ifo Institut Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. · News · Forschungsergebnis

Die Organspenderrate ist in Deutschland im Corona-Jahr nur leicht gesunken. In vielen anderen europäischen Ländern dagegen ist sie stark eingebrochen. Das geht aus einem Bericht der Dresdener Niederlassung des ifo Instituts anlässlich des Tags der Organspende hervor. „Trotz der außergewöhnlichen Belastung der Krankenhäuser, insbesondere der Intensivstationen, ist die Zahl der Organspender während der Corona-Pandemie in Deutschland relativ konstant geblieben, wenn auch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau“, sagt Selina Schulze Spüntrup, Wissenschaftlerin in der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts.

In Deutschland war die Organspenderrate mit rund elf Organspendern pro eine Million Einwohner 2020 ähnlich hoch wie 2019. Die Zahl der Organspender bewegte sich recht unabhängig von der Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen. In anderen europäischen Ländern ist die Organspenderrate bei hoher Belastung des Gesundheitssystems dagegen stark zurückgegangen. Dort lag der Rückgang meist im zweistelligen Bereich.

Der vollständige Aufsatz von Selina Schulze Spüntrup mit dem Titel „Die Corona-Pandemie hat kaum negative Auswirkungen auf die Organspenderzahlen in Deutschland“ wird in Heft 03/2021 der Zeitschrift „ifo Dresden berichtet“ veröffentlicht.

Publikation

Schulze Spüntrup, Selina (2021): Die Corona-Pandemie hat kaum negative Auswirkungen auf die Organspenderzahlen in Deutschland, in: ifo Dresden berichtet, 2021, 28, Nr. 3 Vorabversion

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