Ranga Yogeshwar trifft Cornelia Betsch und Ulrich E. Schaible

05.11.2019, Leibniz-Geschäftsstelle, Berlin

1954 ging der Nobelpreis für Medizin an John Franklin Enders. Er wurde geehrt als Wegbereiter der modernen Impfung und damit als Retter von Millionen von Menschenleben weltweit. 2019 ist die Impfskepsis in Deutschland wieder weiter verbreitet, dass eine gesetzliche Impfpflicht gegen Masern eingeführt wird. Wie ist diese Skepsis gegen eine solche Entdeckung von so hohem Nutzen für die Menschheit zu begründen? Welche Argumente stehen dahinter? Darüber debattierten Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist und Physiker, Cornelia Betsch, DFG Heisenberg-Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt und Ulrich E. Schaible, Programmdirektor im Bereich "Infektionen" am Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum und Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes "INFECTIONS ’21". Das Gespräch moderierte Kathrin Zinkant, Redakteurin im Ressort "Wissen" der Süddeutschen Zeitung.

Ranga Yogeshwar wurde 1987 Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk Köln, dessen Wissenschaftsressort er später leitete. Der Physiker und Wissenschaftsjournalist moderierte verschiedene TV-Formate und setzte sich u. a. in seiner Sendung "Quarks&Co" (WDR) schon intensiv mit der Frage "Wie viel Impfung muss sein?" auseinander.

Cornelia Betsch forscht seit 2017 als Heisenberg-Professorin an der Universität Erfurt im Feld Gesundheitskommunikation und zu psychologischen Aspekten bei Gesundheitsentscheidungen, insbesondere im Kontext des Impfens und der Impfgegnerschaft.

Ulrich E. Schaible ist Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes "INFECTIONS ’21" und leitet am Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum den Programmbereich "Infektionen". Dieser widmet sich der Erforschung und Bekämpfung bakterieller Infektionserkrankungen der Lunge mit dem Fokus Tuberkulose.

Leibniz-Thementag "Gesundheit"

Begleitend zur Leibniz-Debatte präsentierten sich sechs Leibniz-Forschungsverbünde und Leibniz-WissenschaftsCampi am 5. November bereits ab 17 Uhr im Haus der Leibniz-Gemeinschaft. Ein Zitterstift zur Simulation von Parkinson, Exponate zum Thema "Diagnostik mit Licht", ein 3D-gedrucktes Mikroskop und vieles mehr gaben Einblicke in die interdisziplinäre Gesundheitsforschung innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft.

Fotos: Oliver Lang

Leibniz debattiert 3/2019: Impfen