leibniz: Anfänge

Die neue Printausgabe des Magazins der Leibniz-Gemeinschaft widmet sich dem Schwerpunkt „Anfänge“.

30.11.2020 · Leibniz-Gemeinschaft · Pressemeldung

Vor etwa viereinhalb Milliarden Jahren entstand unser Sonnensystem, es folgten Planeten, darunter die Erde – vor ein paar Millionen Jahren sind unsere Vorfahren dann von den Bäumen gestiegen. Seither galt es, unzählige Anfänge zu meistern, im Miteinander, nach Kriegen oder wie in diesem Jahr: in einer Pandemie. Die neue Printausgabe von „leibniz“ betrachtet Momente wie diese – gegenwärtige und solche, die sich erst im Laufe der Zeit als Wendepunkte entpuppt haben.

Einen echten Frühaufsteher hat Madelaine Böhme von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in einer süddeutschen Tongrube entdeckt. „Udo“, wie die Leibniz- Geowissenschaftlerin den Menschenaffen taufte, war bereits vor 11,6 Millionen Jahren in der Lage, auf zwei Beinen durch Bäume zu klettern – lange vor unseren zweibeinigen Vorfahren in Afrika. In der Paläontologie hat sich um Böhmes fossilen Fund eine Debatte entsponnen: Liegt die Wiege der Menschheit im Allgäu?

Seit diesen Frühzeiten ist die Weltbevölkerung um ein Vielfaches gewachsen. Wie können wir sie auch in Zukunft ernähren, ohne die Umwelt zu zerstören? Alexander Popp vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat uns vielversprechende Innovationen für einen Neustart im Ernährungssystem vorgestellt: von getuntem Getreide über Roboter auf dem Feld bis hin zu Fleisch aus der Petrischale.

Rund 1,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz. Doch wie genau das Vergessen beginnt, ist bislang nicht bekannt. Auf der Suche nach ersten Anzeichen hat Dagmar Bittner vom Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft Erstaunliches herausgefunden: Kann unsere Wortwahl die „Volkskrankheit“ verraten, lange bevor sie ausbricht?

Außerdem lesen Sie in leibniz:

  • Herrschaftszeiten: Der Archäologe Detlef Gronenborn erklärt, wie Menschen in der Jungsteinzeit erstmals auf die Idee kamen, Macht und Reichtum an sich zu reißen.

  • Pionierinnengeschichte: Als Frauen um Emanzipation kämpften, lebte Maria Daelen sie bereits – als NS-Gegnerin, Ärztin und auf dem internationalen Parkett.

  • Ein Jahr nach dem Ausbruch: Die Politikwissenschaftlerin Nicole Deitelhoff und Leibniz-Präsident Matthias Kleiner im Gespräch über das Corona-Jahr 2020.

  • Neues Kapitel: Nach dem Zweiten Weltkrieg sollten Wissenschaft und Bildung zur Demokratisierung der Deutschen beitragen. Ein Neustart im Schatten der Schuld.

  • Startschwierigkeiten: Für Kinder aus Migrantenfamilien kommt das deutsche Bildungssystem oft als Stolperstein ins Leben daher. Unsere Autorin hat ihren ehemaligen Schülerpaten Ahmad gefragt, wie es ihm ergangen ist.

  • Erste Sätze: Legt man ein Buch beiseite – oder behält man es für immer im Sinn? 13 Menschen aus der Leibniz-Gemeinschaft über ihre liebsten Romananfänge.

  • Familienplanung: Themen wie Verhütung und Abtreibung werden in Europa kontrovers diskutiert. Wo stehen wir heute? Und wer versucht, die Zeit zurückzudrehen?

  • Aussöhnung: Seit fast 30 Jahren leben Abchasien und Georgien in einem labilen Waffenstillstand, die Vorurteile sind groß. Wie lange kann ein Neuanfang dauern?

  • Epilog: Schicht im Schacht. Michael Farrenkopf vom Deutschen Bergbaumuseum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, über das Ende der Kohle.

    leibniz ist das Magazin der Leibniz-Gemeinschaft. In drei Schwerpunkten im Jahr, von denen einer in gedruckter Form erscheint, erzählt es aus Wissenschaft und Gesellschaft und stellt die Menschen hinter der Leibniz-Forschung vor. Alle Schwerpunkte und weitere Beiträge finden Sie unter www.leibniz-magazin.de. Die Printausgabe können Sie kostenlos abonnieren unter: abo(at)leibniz-gemeinschaft.de.

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