Vortrag · Berlin

28.09.2020 · 18:00
Die Treuhand und der Fall Carl Zeiss Jena

Foto PEER GRIMM/WIKIMEDIA COMMONS

Detlev K. Rohwedder, Präsident der Treuhandanstalt, betonte gegenüber den Managern von Carl Zeiss Oberkochen, dem Westpendant zu Carl Zeiss Jena, im Oktober 1990, dass die Firma und die Carl-Zeiss-Stiftung "wieder nach Jena müsse. Was unter Gewalt getrennt worden sei, könne nun wieder zusammengefügt werden". Die Aufgabe, das Verhältnis der beiden Unternehmen zueinander zu klären und sie gegebenenfalls zusammenzuführen, war einerseits emblematisch auch für die staatliche Wiedervereinigung von Bundesrepublik und DDR. Andererseits stellte die Umgestaltung von Carl Zeiss Jena in verschiedener Hinsicht einen besonderen Fall dar. In dem Vortrag wird zunächst die Ausgangslage vorgestellt, dann werden die Interessen und Positionen der einzelnen Akteure dieses Prozesses mit einem Schwerpunkt auf der Treuhandanstalt sowie die daraus resultierenden Schwierigkeiten dargestellt. Abschließend wird das Ergebnis beleuchtet.

Vortrag von Prof. Dr. André Steiner im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“.

Sie können der Vortragsreihe live folgen unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live

Veranstaltungsort:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Livestram: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Referent/innen:

Prof. Dr. André Steiner ist Projektleiter am Leibniz‑Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und apl. Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der dortigen Universität. Er arbeitet derzeit über deutsche Unternehmen in der Wiedervereinigung und in der Globalisierung seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert.
Weitere Informationen

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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