Vortrag · Leipzig

18.05.2022 · 17:00
Frauen als Akteurinnen im Dreißigjährigen Krieg. Die Bildnispolitik der ‚Winterkönigin‘ Elisabeth Stuart

„[…] for warres are not ended with one battaile“ – Frauen als Akteurinnen im Dreißigjährigen Krieg

Frauen während des Dreißigjährigen Krieges werden von der historischen Forschung allermeist als unbedeutend und insbesondere als Opfer männlicher Gewalt erfasst. Lediglich Königin Christina von Schweden billigte man eine gewisse Eigenständigkeit und internationalen Einfluss zu. Doch das greift zu kurz. Frauen jedes sozialen Standes spielten ganz unterschiedliche, durchaus selbstbestimmte Rollen und nahmen Einfluss auf das Kriegsgeschehen.

Insbesondere die Historiographie des 19. Jahrhunderts hat die Geschichte dieser Frauen vernachlässigt und missachtet. Bis heute stellen die Aktionsräume, internationalen Netzwerke und die politische Einflussnahme dieser Frauen ein Forschungsdesiderat dar. Der Vortrag zeigt u.a. am Beispiel der Pfälzer Kurfürstin und als »Winterkönigin« geschmähten Elisabeth Stuart (1596-1661), der einzigen Tochter des englischen Königs Jakob I. und Gattin des glücklosen Friedrichs V., wie eine Frau vermittels ihrer internationalen Netzwerke und einer gezielten Bildnispolitik erfolgreich für die Durchsetzung ihrer politischen Ziele kämpfte.

Der Vortrag ist Teil der GWZO-Ringvorlesung im Sommersemester

Geschlecht | Macht | Geschichte

Perspektiven aus dem östlichen Europa

Konzeption und Organisation: Beáta Hock, GWZO-Abteilung »Verflechtung und Globalisierung«, Karin Reichenbach, GWZO-Abteilung »Kultur und Imagination« in Zusammenarbeit mit Ewa Tomicka-Krumrey GWZO-Abteilung »Wissenstransfer und Vernetzung«

Alle Vorträge finden als hybride Veranstaltung statt.

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Veranstaltungsort:

Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa - GWZO
Reichsstr. 4–6, Specks Hof (Eingang A) 04109 Leipzig
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