Vortrag · Berlin

12.10.2020 · 18:00
Gezeitenwechsel an der Ostsee. Die Privatisierung des DDR-Schiffbaus

Foto PEER GRIMM/WIKIMEDIA COMMONS

Die politischen und ökonomischen Umwälzungen im Zuge der „friedlichen Revolution“ hatten weitreichende Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeiten der Menschen – auch im Nordosten des Landes. Die DDR-Schiffbauindustrie mit ihren über 55.000 Beschäftigten formte spezifische Erfahrungsräume; die volkseigenen Betriebe bildeten den Mittelpunkt des sozialen Lebens in der Region. Mit den Unternehmensprivatisierungen im Schiffbausektor nach 1989 steht ein Prozess im Fokus des Vortrags, der im Kontext der Erfahrungen und Erwartungen der jeweiligen Akteure zu betrachten ist. Treuhandanstalt, Bundes- und Landespolitik, Gewerkschaften und Betriebsräte – alle rangen um die Zukunft der Betriebe an der Ostseeküste. Welche Erwartungen daran geknüpft waren, darauf möchte der Vortrag Schlaglichter werfen.

Vortrag von Eva Lütkemeyer im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“.

Sie können der Vortragsreihe live folgen unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live

Veranstaltungsort:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Livestream: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Referent/innen:

Eva Lütkemeyer arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin. In ihrem Forschungsprojekt befasst sie sich mit der Transformation der ostdeutschen Werftindustrie im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der ersten Hälfte der 1990er Jahre.
Weitere Informationen

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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