Vortrag · Berlin

14.09.2020 · 18:00
Helden und Halunken? Die Treuhandanstalt und ihr Personal - Rekrutierung, Sozialprofil, Erfahrungen

Foto PEER GRIMM/WIKIMEDIA COMMONS

Das Personal der Treuhand war stets besonders umstritten: Ob kommunistische „Altkader“, unterqualifizierte „Besser-Wessis“ aus der „dritten Garnitur“ oder arrogant-überforderte „Yuppies“ – oftmals wurden die Krisen und Konflikte bei der Privatisierungspraxis der frühen 1990er-Jahre in Öffentlichkeit und Politik mit dem vermeintlich ungeeigneten und zu hastig rekrutierten Personal der Treuhand in Verbindung gebracht. Dieser Vortrag erkundet demgegenüber exemplarisch die spezifischen Grundlinien der Personalpolitik sowie der wechselvollen Rekrutierungspraxis der Treuhand-Spitze um Detlev Rohwedder und Birgit Breuel. Gleichermaßen sollen aber auch individuelle Wahrnehmungen, Deutungen, Motivationen und Erfahrungen der Treuhand-Mitarbeiter/innen näher beleuchtet werden. Insgesamt soll es nicht zuletzt um die zentrale Frage gehen, was diese hochumstrittene Organisation und ihr überaus heterogenes Personal im Inneren zusammenhielt.

Vortrag von Dr. Marcus Böick im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“.

Sie können der Vortragsreihe live folgen unter: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live

Veranstaltungsort:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Livestream: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/treuhand-live
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Referent/innen:

Dr. Marcus Böick ist Akademischer Rat a.Z. am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Er forscht derzeit zur Geschichte privater Sicherheitsunternehmen im 19. und 20. Jahrhundert. Im Jahr 2016 wurde er mit einer Dissertation über die Geschichte der Treuhandanstalt und ihres Personals promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der deutschen und europäischen Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts.
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Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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