Fachkonferenz · Potsdam

10.12.2020 - 11.12.2020 · ganztägig
Private Blicke in Diktatur und Demokratie

Doch obgleich die meisten Familien über Zäsuren hinweg ihre Sicht auf die Welt durch private Fotos und Filme dokumentierten und erinnerten, sind sie bisher wissenschaftlich kaum erschlossen. Die Tagung widmet sich daher den Fragen:

Inwiefern wirkten die Bildmedien an der Konstruktion eines spezifischen Blicks auf Alltag in Diktatur und Demokratie mit? Gab es einen individuellen, privaten Blick in unterschiedlichen Gesellschaften und sozialen Gruppen? Lassen sich Darstellungs- und Wahrnehmungsmuster dokumentieren? Was sagen visuelle Überschneidungen und Ähnlichkeiten über Fotografie und Schmalfilm als transnationale Bildmedien aus? Inwiefern partizipierten diese modernen, technischen Kommunikationsmittel an sozio-kulturellen Veränderungsprozessen, brachten bestimmte Verhaltensweisen im Alltag erst hervor?

An zwei Tagen untersuchen Teilnehmer*innen aus sieben Ländern mit einer vergleichenden Perspektive diese (Bewegt-)Bildmedien im Alltag. Denn gerade private Bildquellen mit ihren gängigen Motiven von Häuslichkeit, Familie, Reisen und Vergnügen bieten Historiker*innen Werkzeuge, um Bild- und Blickkulturen in unterschiedlichen Gesellschaften und politischen Systemen zu analysieren.

Neben den Bildern und Aufnahmen selbst soll der Umgang mit ihnen thematisiert werden.

Veranstaltungsort:

ZZF Potsdam / Online

Referent/innen:

Die Tagung findet in Verbindung mit dem Forschungsverbund "Das Mediale Erbe der DDR" statt (https://medienerbe-ddr.de/) statt und wird vom ZZF Potsdam ausgerichtet.
Mehr Info/Anmeldung

Eine Online-Teilnahme am Zoom-Meeting ist nach vorheriger Anmeldung möglich bei Judith Koettnitz: koettnitz@zzf-potsdam.de

Zur Veranstaltungs-Website mit dem Tagungsprogramm