Vortrag · Dresden

23.09.2020 · 19:00
Wie wirkt Wissen (nicht) in der Zukunftsstadt?

Wir alle handeln täglich wider besseres Wissen – besonders im Bereich der Nachhaltigkeit. Das Wissen um unsere nicht nachhaltigen Verhaltensweisen ist riesig und wird von der Wissenschaft für unsere Gesellschaft produziert. Sie beobachtet, analysiert und empfiehlt – in dicken Büchern, in Studien und Pressekonferenzen. Allein die Umsetzung dieses Wissens in veränderte Praktiken scheint schwierig und unzureichend, um multiplen Krisen (Artensterben, Klimawandel usw.) angemessen zu begegnen.

Die Veranstaltung begibt sich auf die Suche nach neuen Formen der Wissensproduktion und transformativer Forschungsansätze, z.B. Reallabore und Experimente. Wissensgenerierung erfolgt dabei als Ko-Produktion von Wissenschaft, Bürger*innen, Politik, Verwaltung und Unternehmen, die das gemeinsam produzierte Wissen direkt in ihrem eigenen Lebensumfeld anwenden. Darf Wissenschaft selbst Veränderungen initiieren und in die gesellschaftliche Praxis eingreifen? Kann Wissenschaft so noch neutral sein? Was bedeutet das für die Rolle von Wissenschaftler*innen? Können diese neuen Ansätze die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln im Feld der Nachhaltigkeit schließen?

Die Reihe „Zurück oder Zukunft? Wie wir in Dresden leben wollen“ ist eine Kooperation des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung, des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, der Landeshauptstadt Dresden, der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen und weiterer Partner im Rahmen des Projektes "Zukunftsstadt Dresden 2030+", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Veranstaltungsort:

Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden

Referent/innen:

Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft
Prof. Dr. Maja Göpel, Wirtschaftswissenschaftlerin und Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) Berlin
Prof. Dr. Marc Wolfram, Direktor, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden
Norbert Rost, Regionalentwickler, Dresden
Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden
Moderation: Cornelius Pollmer, Journalist und Autor, Süddeutsche Zeitung

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Eintritt

Die Veranstaltung ist kostenpflichtig.