Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, schließen auch die acht Leibniz-Forschungsmuseen immer wieder ihre Pforten. Sie nutzen die Gelegenheit, ihr Onlineangebot zu erweitern, neue Formate zu erproben oder Museumsobjekte digital erlebbar zu machen. Und auch jenseits der Museen überführen Leibniz-Institute ihre Forschungsergebnisse in virtuelle Ausstellungen, Künstlerbiografien oder Stadtführungen. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht.

Deutsches Bergbau-Museum Bochum — Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen

Das Zeitalter der Kohle

Eine Standseilbahn entführt uns in einen ehemaligen Kohlenspeicher. Auf der Fahrt abwärts geht es zu 30 Panoramen auf vier Ebenen. Eine digitale Reise durch die geschichtlichen, technischen und kulturellen Dimensionen der Kohle.

Zur Ausstellung

Tod im Salz. Eine archäologische Ermittlung in Persien

Die „Salzmänner von Zanjān“ und ihre Lebenswelten stehen im Zentrum dieser digitalen Ausstellung. Die im Salz mumifizierten Menschen wurden bei Ausgrabungen im antiken Salzbergwerk von Chehrābād entdeckt. Eine Graphic Novel zeigt Leben und Tod des jungen Bergmannes „Salzmann 4“ vor 2.400 Jahren.

Zur Ausstellung

Lieblingsobjekte

In dieser Filmreihe stellen Mitarbeitende aus verschiedenen Arbeitsbereichen jeweils einen Schwerpunkt der Dauerausstellung oder des Anschauungsbergwerks vor. Jeden zweiten Mittwoch gibt es auf YouTube eine neue Folge.

Zu den Filmen

Deutsches Museum

Interaktive Audio-Touren, 360°-Rundgänge und Panoramen führen direkt in die Abteilungen und Ausstellungen des Deutschen Museums in München. Frei bewegt man sich durch die Räume der Schifffahrt, der Luft- oder der Raumfahrt. Oder stöbert mit der App in 70 Exponaten, 20 interaktiven Mitmach-Stationen und 450 Fotos. Ein Podcast und zahlreiche Videos geben Einblick hinter die Kulissen und in die Forschungsprojekte des Museums und erläutern aktuelle Themen aus Naturwissenschaft und Technik. Kinder können online Experimente, Wimmelbilder und Geschichten entdecken.

Zu den digitalen Angeboten

Deutsches Schifffahrtsmuseum — Leibniz-Institut für Maritime Geschichte

Einmal an Bord der POLARSTERN sein und das Forschungsschiff zentimetergenau entdecken – dank der POLARSTERN-App lässt sich der Eisbrecher als 3D-Modell von der Brücke bis zum Maschinenraum genau betrachten. Oder Sie legen eine maritime Pause ein und schalten sich zu einer Mini-Führung ins Deutsche Schifffahrtsmuseum. Regelmäßig steht dabei ein anderes Schätzchen aus der Sammlung im Rampenlicht. Zudem gibt es Webspecials zu Sonderausstellungen und Homeschooling-Materialien. Ums Tüfteln und spielerische Erforschen geht es in kurzen Filmen: Sie vermitteln erstaunliche Erkenntnisse über Klimaveränderungen und geologische Prozesse – und bieten Ideen für das Experimentieren zu Hause.

Zu den digitalen Angeboten

Auf den Spuren frühzeitlicher Kolonien

Spurensuche vom Nordatlantik bis zur Karibik: Diese Online-Ausstellung lädt ein, sich in einige spezielle Aspekte des Kolonialismus zu vertiefen. Welche Rolle spielten Handel, Religion und Politik in der Etablierung von Fremdherrschaft? Welche Bedeutung besaßen hierbei Objekte?

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Germanisches Nationalmuseum – Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte

Auf den Seiten des Germanischen Nationalmuseums kann man sich bequem von zu Hause aus (kunst)geschichtlich fortbilden: Hier lässt es sich ausgiebig durch Online-Objektkataloge und historische Archive klicken – oder man bucht eine der digitalen Führungen durch aktuelle Ausstellungen. In der Videoreihe „GNM_Kids“ holt Maria zum Museumsbesuch ab: Gemeinsam mit ihr entdecken Kinder die Schatzkammern des Museums, Wimmelbilder von früher und alte Kücheneinrichtungen – und erfahren natürlich alles über Ritter.

Zu den digitalen Angeboten

Digital Stories

Die Digital Stories des Germanischen Nationalmuseums vereinen Text und Bild zum digitalen Taschenformat. Sie begleiten Sonderausstellungen und thematische Schwerpunkte der Kulturgeschichte. Bisher sind drei Digital Stories erschienen: „Europa auf Kur“ thematisiert Davos zwischen 1860 und 1940, den Ort, an dem ein durch Kriege und Krisen erschüttertes Europa Heilung suchte und das Ringen um die eigene Existenz in einzigartige Kunst und Literatur mündete. „Zeichen der Zukunft“ zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Wahrsagung in Ostasien und Europa auf – und lädt ein, den eigenen Standpunkt zwischen Aufklärung und Aberglaube zu ergründen. „Alltag im Mittelalter“ nimmt uns mit in das Leben der damaligen Menschen und zeigt, wie sehr uns die Zeit vor mehr als 500 Jahren noch bis heute prägt.

Zu den Digital Stories

Museum für Naturkunde — Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

Auch während der Schließzeit bleibt das Museum in Berlin erlebbar und führt seine Gäste mit Online-Angeboten tief in die Sammlungen und den Alltag der Forscherinnen und Forscher. Dazu gehören eine Artenbestimmungs-App, virtuelle Museumsbesuche und die Teilnahme an Seminaren. Oder Sie machen sich mit der App „SnailSnap“ selbst zur Schnecke. In der Videoreihe „Wissenswert“ erklären Guides aus dem Homeoffice, wie man Bienen in der Großstadt helfen kann oder was unser Verhältnis zu Schuppentieren und Fledermäusen mit der Ausbreitung von Krankheiten wie Covid-19 zu tun hat.

Digitales Experimentierfeld: Kaffeeklatsch, Schreibwerkstatt & Live Talks

In diesem Bereich testet das Museum neue Formate der Forschungskommunikation – und Sie können sich online direkt mit Forschenden austauschen. Beim „Kaffeeklatsch mit Wissenschaft“ etwa lädt Moderatorin Franziska Sattler jeweils am ersten Sonntag des Monats dazu ein, in gemütlicher Runde bei einer Tasse Kaffee über Wissenschaft zu sprechen. Und in der „Schreibwerkstatt Wunderkammer“ lernen Sie in vier Terminen eine Sammlung oder ein Forschungsprojekt des Museums kennen, schreiben darüber und entwickeln gemeinsam mit einer Schreibtrainerin ihre Skills weiter.

Zu den digitalen Angeboten

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Die Senckenberg-Übersicht für digitale Angebote ermöglicht Ausflüge in Themen der Artenvielfalt, sei es über Videos, Blogs, Comics oder Apps. Kinder können sich Tierwimmelbilder oder Dinomasken zum Ausmalen herunterladen. Zu einer virtuellen Tour durch alle Ausstellungsräume lädt das Naturkundemuseum Görlitz ein.

Zu den digitalen Angeboten

Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität

Das Museum Alexander Koenig in Bonn hält Filme, Hörspiele, Audioguides und Führungen für den digitalen Museumsbesuch bereit. Kinder erfahren, wie sie selbst eine wissenschaftliche Sammlung anlegen oder eine Art beschreiben.

Zu den digitalen Angeboten

Google Arts & Culture

Legendäre Erfindungen, Trauermücken & kleine Geheimnisse

Google Arts & Culture erzählt Geschichten zu Objekten, Sammlungen und der Forschung, die mit ihnen verbunden ist. Darunter zum Beispiel die Fotostory „Helden des Alltags“ über legendäre Innovationen deutscher Erfinder, die uns heute noch den Alltag erleichtern (oder versüßen): vom Aspirin über den Dübel bis zum Gummibärchen.

Zur Präsenz des Deutschen Museums

Zur Präsenz des Museums für Naturkunde

Zur gemeinsamen Präsenz der Leibniz-Forschungsmuseen

…und noch mehr digitale Angebote der Leibniz-Institute

Wetterseiten der Geschichte

Die Online-Ausstellung „Die Wetterseiten der Geschichte“ des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa zeigt Spuren des Klimawandels an Objekten aus 12.000 Jahren Menschheitsgeschichte – von Höhlenmalerei und Guckkastenbildern bis hin zum Wetterbericht auf Zigarettenschachteln. Manche Objekte mögen überraschende Zeugen für die Erinnerung an Wetterkatastrophen sein; sie verdeutlichen aber auch, wie geschickt sich historische Gesellschaften an Klimaveränderungen anpassten.

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Spurensuche im Osten

Die „Chronik der Mauer“ ist eine multimediale Online-Dokumentation der 28-jährigen Teilung Berlins. Mit Texten, O-Tönen, Videos und historischen Fotos illustriert das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam die Trennung von Familien und Freunden und die Versuche, in den Westen zu entkommen.

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Fünf Geschichten über die Berliner Mauer

Vierzeilige Dreizeiler

Zeit, Neues kennenzulernen: Zum Beispiel den Künstler Karel Trinkewitz. Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europas zeigt in der digitalen Ausstellung „Die unerträgliche Leichtigkeit des Haiku“ das Verhältnis von Kunst, Literatur und Leben in „vierzeiligen Dreizeilern“.

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