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Dr. Torben Heinze
Stellvertr. Referatsleiter
GWK-Angelegenheiten | Pakt-Monitoring | Verwaltungsausschuss
Leibniz-Gemeinschaft
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10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 59

Zehn Jahre Pakt für Forschung und Innovation

14. Dezember 2016

Der Pakt für Forschung und Innovation stärkt das Wissenschaftssystem in Deutschland und trägt seit zehn Jahren zu dessen Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit bei. Am 14. Dezember zogen die fünf Pakt-Organisationen — Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft — zusammen mit Bund und Ländern im Haus der Leibniz-Gemeinschaft Bilanz.

Erfolgsschau

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Die Veranstaltung " 10 Jahre Pakt für Forschung und Innovation" wurde eröffnet durch eine "Keynote" zum Thema "Innovation - die richtigen Rahmenbedingungen machen den Unterschied" von Andreas Busch, Mitglied des Executive Committee der Division Pharmaceuticals und Leiter Drug Discovery der Bayer AG.

Es folgte ein von der TV-Journalistin Anja Kohl moderiertes Gespräch mit Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen und stellvertretende Vorsitzende der GWK, Katja Schenke-Layland, geschäftsführende Institutsleiterin (kommissarisch) und Abteilungsleiterin Zell- und Tissue Engineering am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik IGB, Andreas Busch und Leibniz-Präsident Matthias Kleiner.

Im Anschluss standen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der fünf Pakt-Organisationen Rede und Antwort über Erfolge und Perspektiven der Forschung.

Hintergrund

2005 haben Bund und Länder erstmals einen Pakt für Forschung und Innovation geschlossen, um das deutsche Wissenschaftssystem nachhaltig zu fördern und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern. Auf der Basis gemeinsamer Ziele und finanzieller Planungssicherheit stärkt der Pakt die Eigenverantwortung der Forschungsorganisationen. So hat insbesondere der Pakt für Forschung und Innovation in den Jahren von 2006 bis 2015 den auch im internationalen Vergleich herausragenden Zuwachs der institutionellen Zuwendungen des Bundes und der Länder an die Paktorganisationen von insgesamt rund 14,7 Milliarden. Euro bewirkt. Die Organisationen haben ihre finanziellen Mittel genutzt, um das Wissenschaftssystem dynamisch weiter zu entwickeln, Vernetzung und Kooperation zu stärken, die internationale und europäische Zusammenarbeit zu vertiefen, den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu verbessern, die besten Köpfe für Deutschland zu gewinnen sowie für mehr Chancengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit zu sorgen.

Die Erfolge können sich sehen lassen:

  • Frühe Verantwortung für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Die Zahl der Forschungsgruppen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stieg von 184 im Jahr 2005 auf 576 im Jahr 2015.
  • Enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen: Die Zahl gemeinsamer Berufungen von Hochschulen mit außeruniversitären Forschungsinstituten stieg von 606 auf 1.173.
  • Internationale Anziehungskraft: Der Anteil ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist von 12,3 auf 20 Prozent gewachsen.
  • Verbesserte Chancengerechtigkeit: Der Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Leitungspositionen hat sich mehr als verdoppelt und liegt heute bei 16,7 Prozent.
  • Neue Impulse für die Wirtschaft: Seit 2006 sind aus den Paktorganisationen 388 neue Firmen als Ausgründungen entstanden.
  • Erfindergeist fördern: 2015 meldeten die außeruniversitären Forschungsorganisationen insgesamt mehr als 1.100 Patente an.