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Marlen Sommer
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Leibniz-Gemeinschaft
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8 Objekte, 8 Museen

Eine simultane Ausstellung der Leibniz-Forschungsmuseen

Mo-Fr, 7.11.2016 — 30.6.2017

Die mehr als 100 Millionen Objekte in den Sammlungen der Leibniz-Forschungsmuseen sind ein immenser wissenschaftlicher Schatz, mit dem auch heute noch aktuelle Forschungsfragen beantwortet werden. Das zeigt die erste gemeinsame Schau der acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft.

Jedes der acht Museen präsentiert ein exemplarisches Objekt aus seiner Sammlung und gewährt damit beispielhaft Einblicke in seine Sammlungen und Forschungen. An jedem Museumsstandort ist das örtliche Objekt im Original zu sehen. Alle acht Exponate präsentieren sich auf dem vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) entwickelten interaktiven Computer-Tisch und werden auf mehreren virtuellen Ebenen mit ihrer Forschungsgeschichte erläutert.

Online-Ausstellung

Über Google Arts & Culture ist die Ausstellung auch online zu sehen. Dafür wurde sie mit zusätzlichem Material angereichert, wie etwa Google Street View-Aufnahmen der Bremer Kogge im Deutschen Schiffahrtsmuseum.

Für die Online-Ausstellung ist die Leibniz-Gemeinschaft eine Partnerschaft mit dem Google Cultural Institute eingegangen, das seit 2011 in enger Zusammenarbeit mit weltweit über 1.000 Museen, Stiftungen und Archiven digitale Zugänge zu Kultur ermöglicht.

Vier der acht Leibniz-Forschungsmuseen sind bereits beim Google Cultural Institute vertreten:

  • das Deutsche Museum in München,
  • das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt (Main),
  • das Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin
  • sowie das Deutsche Schiffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für deutsche Schifffahrtsgeschichte in Bremerhaven.

Die acht Exponate


Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Taucheranzug, ist ein Atemschutzgerät, eines der frühesten und erfolgreichsten Instrumente zur Lebensrettung im Bergbau. Grubenwehren, die Rettungstruppen im Bergbau, wurden damit ausgerüstet, um verunglückte Bergleute retten zu können. Viele Kumpel verdanken Geräten wie diesem ihr Leben. Foto: montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum


Kempelen’scher Sprechapparat

Deutsches Museum

Künstliches Sprechen ist ein alter Traum, nicht ohne Unheimlichkeit. Das Deutsche Museum bewahrt einen Sprechapparat, der als der älteste seiner Art gilt. Er ist ein Vorläufer für Sprachprogramme wie etwa Siri. Leistung und Funktion waren bislang unbekannt. Jetzt wird er untersucht, eine Replik spielt dabei eine entscheidende Rolle. Foto: Deutsches Museum/Hans-Joachim Becker


Die Bremer Kogge ist das besterhaltene Handelsschiff des nordeuropäischen Mittelalters. 1962 wurde es in der Weser bei Bremen gefunden. Seine Bergung und der Beschluss, es zu konservieren und dann auszustellen, waren Anlass zur Gründung des Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven. Foto: Deutsches Schiffahrtsmuseum/Egbert Laska


Die „Henlein-Uhr“

Germanisches Nationalmuseum

Dass die Taschenuhr von einem Deutschen, dem Nürnberger Peter Henlein, erfunden wurde, davon sind viele überzeugt, nicht nur hierzulande. Das Germanische Nationalmuseum besitzt eine Uhr, die das zu bestätigen scheint, die Henlein-Uhr. Aber mit ihr stimmt etwas nicht. Foto: Leonberg/Oliver Graf


Die vom Museum entwickelte ZooSphere ermöglicht es, Insekten automatisch von allen Seiten zu fotografieren und so Sequenzen hochauflösender Bilder zu erstellen. Unter zoosphere.net stehen die Bilder im Internet als Rundumansicht zur Verfügung, um Zoologen wie Laien die Artenbestimmung zu erleichtern. Foto: Museum für Naturkunde Berlin/Hwa Ja Götz


Kopie einer Metallschüssel, deren Original aus einem Gräberfeld des 14. Jahrhunderts in Nordnigeria stammt. 2007 kam das Original zur Restaurierung und wissenschaftlichen Analyse an das Museum und wurde 2014 nach Nigeria zurück verbracht. Die Schüssel trägt den bislang ältesten archäologischen Nachweis arabischer Schrift in Nordnigeria. Foto: Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz


Von Kartoffelfäule befallene Knollen

Senckenberg Naturmuseum

Mitte des 19. Jahrhunderts kam es in Irland zur „Großen Hungersnot“, verursacht durch die Kartoffelfäule, die große Teile der Ernte vernichtete. Erst kürzlich gelang es, den Erreger der Krankheit genauer zu bestimmen: Historische Herbarbelege wurden einer modernen DNA-Analyse unterzogen. Foto: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung/Sven Tränkner


Wissenschaftler entdeckten im Garten des Museums Koenig in Bonn eine bislang unbekannte Trauermückenart, die zudem nicht dorthin gehört. Diese Mücke ist ursprünglich in Neuseeland zuhause. Sind solche Funde häufiger? Und was bedeuten sie? Foto: Museum Koenig/GBOL


Online-Ausstellung

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